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Kelle’s Pleichachwood-Blog

Sonntag, 17. November 2019 - drei Monate später. 😉

Tja, liebe Leser: in drei Monaten kann viel passieren. Keine Angst, "Ausgeschunkelt." kommt auf die Leinwand - nur halt nicht mehr auf die gewohnte Leinwand. Aber schön der Reihe nach.

Ich selber hatte schon geraume Zeit ein etwas mulmiges Gefühl, was unseren für Januar anstehenden Kinostart betraf. Wenn man so allenthalben mitbekommt, wie kein "sichtbarer Kopf" mehr das CinemaxX in Würzburg führt (das waren halt noch Zeiten mit Michael Bredthauer, Nicola Schneider oder Bianka Koza in der Kinoleitung), wenn man auf höfliche E-Mails keine Antworten mehr bekommt, sondern nur noch via mehr oder weniger konspirativem Kontakt (dank eines Mitarbeiters, der nur leider derzeit nicht mehr dort in Würzburg arbeitet) ins Gespräch kommt, dann aber von der mittlerweile nur noch bundesweiten Eventleitung des Konzerns ein Angebot unterbreitet bekommt, das als "Supersonderpreis" mehr als doppelt so hoch ist wie der bislang von uns bezahlte Mietpreis... dann ist es an der Zeit, sich neue Partner für die Kinotour zu suchen.

Nachdem wir den Umstand öffentlich gemacht hatten, dass wir uns nach 18 Jahren vom Kino an der Veitshöchheimer Straße trennen, erhielten wir allerlei Vorschläge, wo man "Ausgeschunkelt." denn zeigen könne. Von der Turnhalle über Uni-Säle, von Sportheimen über Congresszentren bis hin zum Fernsehstudio war alles dabei. Natürlich war uns wichtig, das Ganze logistisch und technisch so unkompliziert wie möglich zu lösen. Jedenfalls haben wir uns sehr über die vielen positiven Reaktionen und Gedanken gefreut, was zeigt, dass den Leuten doch etwas an unserer kleinen Krimireihe liegt.

Als Erstes fragten wir bei unserem "Premierenkino", dem Würzburger Hofbräukeller nach, ob wir um ein paar Wochenendvorstellungen (Freitag und Samstag) aufstocken könnten. Wirt Reinhard Henke sagte sofort zu, und so sind wir nun fünf Mal im Großen Saal zu Gast, einschließlich der Premiere. So ist unser Publikum nicht nur visuell, sondern vor allem auch kulinarisch bestens versorgt und kann entspannte Abende dort verbringen. 😉

Eine ehemalige, langjährige Partnerschaft frischen wir mit drei Vorstellungen im Februar wieder auf: im urigen Theater am Neunerplatz freuen wir uns mit Theaterleiter Sven Höhnke und seinem Team, dass wir wieder zueinander gefunden haben. Die Stimmung dort ist immer ganz etwas Besonderes, hat etwas von einem kleinen Club mit knapp 100 Gästen, hat aber immer sehr viel Spaß gemacht.

Parallel dazu kontaktierte uns das Cineworld in Dettelbach, worüber wir uns auch sehr freuten. In entspannter Atmosphäre trafen wir uns mit Juniorchefin Julia Michel und Ingrid Weigert, die den Kontakt hergestellt hatte (man kennt sich halt schon länger... 😉 ), klopfte erstmal Grundsätzliches ab und stellte sehr schnell einen guten Draht zueinander fest. Nachdem auch die Details ohne großes Tralala miteinander geklärt waren, werden wir dort mit neun Vorstellungen (inkl. Sonntagsmatineen) zu Gast sein.

Ein wenig langwieriger und als nicht ganz so unkompliziert stellten sich die Gespräche mit dem Central im Bürgerbräu heraus. Die von sehr vielen Leuten vorgeschlagene und auch von uns avisierte Spielstätte ist ein Genossenschaftskino, wo wir auch schon über das "Ehrenamtskartenkino" des Landkreises Würzburg zu Gast waren und auch 2020 zweimal wieder sein werden, diese Vorstellungen sind aber keine öffentlichen. Mit Ach und Krach haben wir nur eine offizielle Vorstellung dort terminlich hinbekommen, nachdem zwei weitere angebotene Termine einfach nicht gepasst haben - parallel wurden wir uns eben mit den anderen Spielstätten schneller einig und die Termine waren damit schon weg.

Zu Guter letzt  schließen wir die "Dadord-Tour 2020" traditionell mit der letzten Sonntagsmatinee im Moviekino Marktheidenfeld ab - mit Oliver und Guido Hauguth ist eine Terminfindung auch immer sehr easy. Schließlich kommt unsere "Tina Aschenbrönner"-Darstellerin Jasmin Pfeiffer aus der MSP-Metropole, und von daher kommen immer einige Leutchen in das kleine schnuckelige Kino an der Hauptstraße.

Sie sehen, lieber Leser: es ist halt doch hinter den Kulissen a weng was passiert. Untätig waren wir nicht, einfach war es aber auch nicht gerade. Jetzt haben wir für jeden Publikumsgeschmack etwas dabei: vom Großkino über den rustikalen Saal in der Gaststätte und die Clubatmosphäre eines kleinen Theaters bis zum Kleinstadtkino. Und sogar ein Arthousekino. Wo wir doch so gar kein Arthouse machen... 😉

Wir freuen uns aber, Sie zu sehen. Egal, für welche Spielstätte Sie sich letztlich entscheiden.

Christian Kelle und Herbert Nebel

Montag, 12. August - Soundtrack-Check

Heute trafen sich unser für den Soundtrack beauftragter Musikus Klaus Wolf und ich in unserem kleinen Studio, um zu checken, bei welchen Szenen eine Musik Sinn macht und wo nicht. Dadurch, dass wir doch immer recht viele Dialoge im Film haben, ist ein längerer, allein einen Take tragender Score oft gar nicht machbar. Was aber nicht heißt, dass Klaus nicht doch immer und immer wieder sehr passende Untermalungen zaubert, und das jetzt auch schon seit zwölf Jahren.

Ich bin gespannt, was er sich dieses Mal einfallen lassen wird - schließlich will ja ein Grundtenor des Soundtracks sehr wohl ausgetüftelt und er muss der Stimmung des gesamten Films zuträglich sein.

Samstag, 10. August - In der Post-Production...

Mein Credo ist ja schon immer: das gedrehte Material auf gar keinen Fall zu lange ungeschnitten auf irgendwelchen Festplatten herumliegen lassen. Ich bin nun mal ein sehr organisierter Mensch, und ich kann immer nur den Kopf schütteln über all die "ambitionierten Filmemacher", die Terabyte an Material zusammendrehen und am Ende nicht mehr wissen, wo ihnen ihr Kopf steht - weil nix oder kaum was von den Aufnahmen benannt wurde oder man aus "künstlerischen Gründen" oder (wie es auch nur allzu gerne genannt wird) "um Abstand zu gewinnen" nichts vorgeschnitten wurde.

Bei uns werden ziemlich unmittelbar nach jedem Dreh die Aufnahmen in die schon zu Produktionsbeginn auf dem Schnittrechner angelegten Ordner mit den jeweiligen Szenennamen eingespielt, die "guten" Takes benannt und der "Müll" in andere Ordner verschoben, aus denen später dann die berühmten Outtakes stammen. Dann werden die Szenen fertigmontiert und so weit möglich feingetuned. Natürlich wird später noch da und dort an der Feinstellschraube gedreht, und auch beim Ton gibt es immer noch was zu korrigieren, aber: der gesamte Film ist bereits fertig geschnitten, es fehlt nur noch der Abspann. Großartiges Colour-Grading und Pflenz un Pförz gibts bei uns ja eh nicht, worüber die wirklichen und wahrhaftigen Filmer und/oder Mediendesign-Studenten gerne weiter die Nase rümpfen dürfen. Ich habe noch nie jemanden aus unserem Publikum schimpfen hören, weil das nicht gemacht wurde - eben weils eh keiner checkt. 😉

So kann man dann beruhigt ab Mitte November in die eine oder andere Pressevorführung gehen und kann immer noch mal in Ruhe etwas ändern. Wie man einen Film erst eine Minute vor Premierenbeginn mit heißer Nadel gestrickt auf sein Publikum loslassen kann, wie das manche Anderen machen, wird sich mir nie erschließen... 😉

Als Nächstes bekommt unser Soundtrack-Musiker Klaus Wolf (der uns bereits seit dem ersten Dadord "Töchter und Söhne" begleitet) die ganzen 89 Minuten zu sehen. Und dann gehts ans Musikalische. 😉

Epilog zu den Drehtagen

v.l.n.r.: Norbert Katzenberger (Kamera), Christian Kelle (Producer), Andreas Fritz (Kamera), Franziska Greulich (Regie), Ulf Pieconka (Producer und Set-Fotograf), Markus Rakowsky (Making-Of, Kamera, Produktionsassistenz), Michael Klemm (Ton, Kamera), Lis Böhm (Ausstattung)

So schnell vergeht die Zeit...

Erst vor etwa einem Jahr hatte sich Produktionscrew getroffen, um den neuen Film und die Herangehensweise zu besprechen. Nicht alle sind dabei geblieben - zwei gesundheitliche und ein nicht ganz erklärbarer Abgang mussten kompensiert werden - aber wir haben es mit vereinten Kräften geschafft.

Jetzt wird das Material feingetuned (ja, bei uns bleibt das nicht monatelang unbearbeitet liegen! 😉 ) und bald gibts für unseren Soundtrack-Macher Klaus Wolf die erste Preview. Geschnitten ist bis auf die drei Szenen vom letzten Wochenende bereits alles.

Die Premiere ist am Samstag, den 11. Januar 2020 im großen Saal des Würzburger Hofbräukellers. Und ab 13. Januar gehts dann los mit den Vorstellungen im CinemaxX. Mehr Daten zu gegebener Zeit dann hier auf der Homepage.

Aber auch hier werden Sie / werdet Ihr noch das Eine oder andere zu lesen bekommen. Natürlich freuen wir uns auch, wenn Ihr Euch in unserer Facebook-Gruppe https://www.facebook.com/groups/248699995920478/ immer aktuell auf dem Laufenden halten wollt!

Es grüßt herzlich

Christian Kelle 

Sonntag, 21. Juli - vierundzwanzigster und letzter Drehtag

Und zack, da war er - der letzte Drehtag unseres Projekts "Ausgeschunkelt."

Heute war nochmal "Blauer Adler" angesagt, diesmal aber ohne Brimborium. Schließlich haben Faschingsgesellschaften auch ein "normales" Vereinsleben, und hinter diese Kulissen haben wir mit der Inszenierung der letzten beiden fehlenden Szenen geblickt.

Mit von der Partie waren nochmal Volker Sickinger als Fastnachtsring-Präsident Berthold Derleth, Wolfgang Stenglin als neuer Gesellschaftspräsident Norbert Bauhuber, unsere "Neuentdeckung" Ines Seebach als Exfrau des Mordopfers und eine tolle Schauspielerriege bestehend aus Ursula Bertelmann und Andreas Münzel vom Theater Chambinzky sowie Maria C. Warmuth und Volker Schwind von der Hedingsfelder Theatergruppe Lachfal.de. Dazu gesellten sich ein letztes Mal auch noch Frank Jüttner und Michael Schwemmer, die die ermittelnden Kommissare der MK1 spielten sowie Eva Wegmann und Katharina Lanig, die beide Mitglieder der Gaudium-Würzburgium-Garde spielten sowie die Mädels (und der Junge... 😉 ) von Franzis Mixed-Up-Tanzcrew, die diese Garde beim Training mimten.

Alles in allem: ein sehr stimmiger Drehtag ging zu Ende, und wir sind sehr zufrieden mit dem, was dabei heraus kam.

Samstag, 20. Juli - dreiundzwanzigster Drehtag

Im Vorfeld zu diesem größten, am personellen Aufwand gemessenen Drehtag in der 36-jährigen Geschichte von rrtv galt es ein paar Hürden zu nehmen, die wir so nicht erwartet hatten.

In der Vorbereitung auf das ganze Projekt hatten wir eigentlich schon vor dem Drehstart alle Locations klar gemacht. Natürlich gibts immer mal kleine Probleme, aber die hatten wir geräuschlos lösen können - wie die Drehortverlegung von den Büros der Eisenbahnerwohnungsbaugenossenschaft in die WVV. Wenn aber fest zugesagte Drehorte (mit Mietvertrag, den wir aber erst kurz vorher unterschrieben zurückgeben wollten...) mehr oder weniger kurzfristig vom Vermieter gecancelt werden, weil etwas anderes in den Räumlichkeiten stattfinden soll, was man eigentlich schon viel früher hätte wissen können, da schwillt mir dann doch der Kamm. Immer noch. Mehr als je zuvor gilt daher die Devise für rrtv: Keine Deals mehr mit kirchlichen Institutionen. So.

Alles hat natürlich auch sein Gutes, und so wurden wir auf der Suche nach einem Ersatz für die aufwändigste Szene des ganzen Films dank des entscheidenden Tipps der Mainpost-Gerichtsreporterin Gisela Schmidt fündig: der legendäre "Blaue Adler", eigentlich die Vereinsgaststätte des ETSV Würzburg, stand schon ein paar Monate leer. Nach unkomplizierter Kontaktaufnahme mit Gisela Pfannes, Stadträtin und Vorstand des ETSV sowie einer Locationbesichtigung wussten wir: DAS ist das Vereinsheim unseres fiktiven Faschingsvereins "Gaudium Würzburgium". Alles lief herrlich unkompliziert, Vertrag gemacht, unterschrieben, eingehalten und - es konnte losgehen.

Freilich brauchts für so eine Szene massig Komparsen und Interieur, für das unsere Ausstatterin Lis Böhm sorgte. Peter Grethler vom U&D und seine "Kehlberg-Singers", die wirklich auch im echten Fasching als solche auftreten, sorgten für die musikalische Untermalung, fünf "echte" Gardemädels schwangen kurzfristig die Beine auf der Bühne, und zum Schluss enterten noch die Trommler von "Samba Felicidade", in der die Freundin unseres Hauptdarstellers Gerald Schneider mitwirkt, die Bühne. Dazu noch allerlei herrlichst verkleidetes Narrenvolk, mitten im Juli, bei 35 Grad und zu wenig organisiertem Mineralwasser plus glänzend aufgelegte Darsteller - wir waren restlos begeistert. Ganz ganz großes Kino! Wir im Übrigen auch die längste Szene im ganzen Film sein, aber nicht eine Sekunde langweilig. Versprochen!

Ziemlich platt, aber sehr zufrieden gings am Samstagspätnachmittag dann heim, um am darauffolgenden Sonntag den letzten Drehtag dieses Projekts einzuläuten...

Mittwoch, 10. Juli - zweiundzwanzigster Drehtag

Ja so ein Zufall - der 22. Drehtag war der Dreh für das Vorspiel zum Dreh vom 11. Drehtag - Sie verstehen? 😉

Inszeniert wurde die Entführung des Präsidenten des Fastnachtsrings Mainfranken, Berthold Derleth (wie immer große Klasse: Volker Sickinger) durch Stricks Kumpels Leroy (Lenis Fük) und Mongo (Mario Iff), die selbstverständlich nicht so ganz reibungslos abläuft wie geplant. Gedreht haben wir in der Tiefgarage der Wohnanlage am Schenkenfeld in Veitshöchheim, in der wir schon vor drei Jahren das Verschwinden von TV-Klatschtante Irmi Werner abgedreht hatten. Alles in allem wars wieder ein großer Spaß, eher so Richtung Guerilla-Dreh mit knapp einer Stunde Dauer.

Lenis und Mario hatten ihren letzten Drehtag, bei dieser Produktion kamen sie ein paar Mal mehr zum Einsatz als noch bei "Schein und Sein", zumal ihre Rollen beim Publikum extrem gut ankamen - und dieses Mal kriegen die Zuschauer ein paar wohldosierte "Bretter" mit Stricks alten Freunden. 😉

Jetzt gehts zügig Richtung Produktionsende. Kommendes Wochenende werden die großen Faschingsszenen abgedreht, Samstag und Sonntag gibts dann Fasenacht mitten im Juli. Und dann wars das auch schon wieder. Wir halten Sie/Euch natürlich auch darüber noch auf dem Laufenden.

 

Sonntag, 30. Juni - einundzwanzigster Drehtag

Wir haben mittlerweile bei jeder Produktion - dem Klimawandel sei Dank! #Ironieoff - mindestens einen Drehtag dabei, an dem es tierisch warm ist. Ausgerechnet dieses Mal, wo wir die Innenaufnahmen des eigentlich im Winter spielenden Films  in die "Sommermonate" verlegt haben, hat es uns an diesem Drehtag wieder gut eingeheizt. Wenn zu viele Leute auf einmal in einem mittelgroßen Raum sind, wird die Luft schon mal in mehrfacher Hinsicht dick. 😉

Schon einen Tag vorher hatten wir das Material an den Drehort im 1. Stock der WVV-Büros rangeschafft und startklar gemacht. Dazu noch drei Minuten an Material aufgenommen, auf dem Strick via Überwachungskamera im Verhörraum zu sehen ist. Diese Aufnahmen sieht man dann später auf dem Laptop der MK 1, als die Kollegen Krämer (Frank Jüttner) und Deichler (Michael Schwemmer) die MK 2 mit Wolf (Christian Klühspies) und Rabe (Gerald Schneider) damit überraschen, wen sie da unter Mordverdacht festgenommen haben.

Ganz besonders war auch die Szene, in der Strick und seine Clique nacheinander eine Aussage der besonderen Art vor der MK 1 machen. Zwar mussten die Darsteller aufgrund von drehtechnischen Verzögerungen über eine Stunde warten, um dann ihre zwei Sätze zu performen, aber: es hat sich wirklich gelohnt. Die Szene ist ein echter Kracher geworden. Lasst Euch überraschen!

An der Stelle nochmals Dank an alle Beteiligten dieses Drehtags, vor und hinter der Kamera. Trotz der nervigen Hitze hat alles gut zusammengewirkt - und so langsam gehts aufs Ende der Produktion zu.

Sonntag, 16. Juni - zwanzigster Drehtag

Das war wieder so eine Szene, wo ich mich diebisch auf den Dreh gefreut habe. Wenn man beim Drehbuchschreiben schon genau im Kopf hat, wie sie aussehen soll, vor allem wenn man weiß, wer da alles vor der Kamera agiert und wie... Da sind zum Einen die im letzten Dadord "Schein und Sein" eingeführten alten Kumpels von Strick - der mit dem Tourette-Syndrom geschlagene Matthias "Mongo" Väth und der eher gelassene Ludwig "Leroy" Schömig (immer wieder wunderbar und vor allem natürlich spielend: Mario Iff und Lenis Fük). Dazu noch Hauptkommissar Rabe (Gerald Schneider), der auf der Suche nach seinem Freund Strick jede Möglichkeit nutzt und die beiden in der "Mongolei" (der Wohnung von Väth) aufsucht, was natürlich bei dem mit seiner Polizei-Paranoia geplagten Mongo wenig Begeisterung auslöst. So entstand ein richtig schönes "Kleinod" an Szene.

Gedreht haben wir in einer WG in der Würzburger Bahnhofstraße, bei deren BewohnerInnen wir uns auch an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken möchten! Zum Glück waren wir genug Leute, so dass wir den defekten Aufzug ignorieren konnten. Die Ausrüstung wurde gemeinsam in den zweiten Stock geschleppt. 😉 Eng war's, viele Leute auf engstem Raum, warm war's (und im Film ist ja Winter...Gerald hatte im Treppenhaus immer wieder seine Jacke ausgezogen, wenn er nicht dran war... 😉 ) - aber es war sehr stimmig. Auch die Ausstattung, zu der ich erst mal nix sage. Seht Ihr ja dann im Film. 😉

In zwei Wochen gehts wieder in die WVV. Und Ende Juli sind wir dann fertig.

Montag, 3. Juni - neunzehnter Drehtag

Im fertigen Film ist es die private 25-Meter-Schießbahn in der Villa des mächtigen Oberstaatsanwalts Dr. Martin Arnold, tatsächlich aber "nur" eine von vier "echten" Schießbahnen bei der Königlich privilegierten Schützengesellschaft Würzburg hoch über den Dächern der Stadt, wo wir zu Gast waren und den Szenenteil drehen durften, mit dessen anderem Part die Dreharbeiten zum neuen Dadord vergangenes Jahr Ende Oktober begonnen hatten.

Unser Kameramann Andy Fritz, selbst dort Mitglied in der Sg, hatte uns die Location vermittelt - und ich muss sagen, das passte alles. Und dann gemeinsam mit der zauberhaften Katrin Pospischil (als Arnolds "Gespielin" Mara ist sie absolut die Wucht!) sowie dem wie immer mehr als glaubhaften Thomas Behl in seiner Alter-Ego-Rolle des herablassenden Logenvorsitzenden zu spielen, das finde ich nach wie vor klasse.

Die kleine, krankheitsbedingt geschwächte Rumpf-Produktionscrew hat die recht dialoglastige Szene aber richtig gut inszeniert. P.S.: die in der Szene zu sehenden Zielscheiben haben natürlich wir selber organisiert. Sowas darf in Schützenvereinen selbstverständlich nicht verwendet werden.

Weiter gehts in zwei Wochen mit einer Szene, auf die ich mich sehr freue - wir drehen in der Mongolei! 😉

Samstag, 25. Mai und Sonntag, 26. Mai 2019 - siebzehnter und achtzehnter Drehtag

Da dieses Mal ja (eigentlich) die Mordkommission 1 (kurz: MK1) ermittelt, weil Rabe & Co von der MK2 wegen Befangenheit nicht ran dürfen, mussten wir auch "neue", andere Büros für die Kollegen Krämer (Frank Jüttner) und Deichler (Michael Schwemmer) organisieren. Glücklicherweise durften wir dazu in den 4. Stock des WVV-Gebäudes am Röntgenring, der Chefetage der ehemaligen Stadtwerke. Passenderweise auch in das Büro von Cornelia Wagner, die in den Szenen hier auch die ermittelnde Staatsanwältin Lutz-Staufenberg spielt.

Viel erzählen kann, will und darf ich nicht über die Aufnahmen erzählen, weil es an allen zwei Tagen um Schlüsselszenen ging, die wichtig für den Verlauf der ganzen Episode sind. Aber: alle, die vor der Kamera standen, haben wirklich großartig agiert. Es ist immer wieder eine Freude, wenn man sieht, wie dass, was man sich mal ausgedacht hat, zum Leben erweckt wird. Dazu noch ein Team, dass zwar wieder mal krankheitstechnisch etwas dezimiert war, aber dennoch wunderbar miteinander harmoniert hat, angeführt von unserer Regisseurin Franziska Greulich.

Dieses Wochenende war wirklich sehr produktiv - in einem Monat sind wir wieder hier zu Gast, dann allerdings in anderen Räumen. Dort gibts dann ein paar wirklich sehenswerte Verhöre, soviel sei dem Publikum versprochen.

Aber jetzt gehts erstmal Montag in der Woche einen Dreh auf einer der Schießbahnen bei der KSG am Schützenhof. Das wird auf jeden Fall superlustig. 😉

Montag, 8. April 2019 - sechzehnter Drehtag.

Eine ganze Szene und ein kleiner Szenenteil - zwei richtig kleine Schmankerl, gedreht im Haus von unserem Wolfgang Laug, der seit 2003 den Streifenpolizisten "Harry Strobel" spielt. Dort hatten wir 2005 schon das legendäre Festessen in "Fröhliche Weihnachten" inszeniert, die Hardcore-Fans werden sich erinnern. 14 Jahre später jedoch ist hier die Wohnung der "Witwe Nätscher", die Strobel bei einer Undercoverermittlung während eines Kappenabends kennen lernt.

Gespielt wird die scharfe Witwe von Monika Schiefer, die bereits zum dritten Mal hintereinander im Dadord mitspielt, jedes Mal in einer anderen Rolle: im "Falschspieler" war sie die hartnäckige FInanzbeamte, die Strick wegen seiner ausbleibenden Steuerzahlungen verfolgt. In "Schein und Sein" stellte sie die überdrehte TV-Klatschtante Irmi Werner da, die erst verschwand und dann zerstückelt über ganz Würzburg wieder auftauchte und im neuen "Ausgeschunkelt." eben die liebestolle Dame mit Mireille-Mathieu-Gedächtnisbob. Übrigens auch wieder make-up-technisch ganz hervorragend zurecht getuned von unserer Linda Matthey.

Dazu gibts noch eigens von Charivari-Nachrichtenmann und -Redakteur Christoph Schmid eingesprochene Meldungen, auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die schnell und unkompliziert hergestellten Audotakes!

Jetzt gehts erst mal in einer verlängerte Osterpause und Ende Mai stehen umfangreichere Bürodrehs an, auf die ich mich jedoch sehr freue - schließlich gehts in eine für uns noch neue Drehlocation: in die Büros der WVV. 😉

Donnerstag, 4. April 2019 - fünfzehnter "Drehtag".

Heute Abend zelebrierten wir nach langer langer Zeit mal wieder einen - wie ich's nenne - "Guerilla-Dreh". Deshalb ist das Wort "Drehtag" im Header hier auch ausnahmsweise in Anführungszeichen gesetzt. Weil die zu drehende Szene so klein und im Drehbuch von ihrer Beschreibung her so kurz geraten ist, dass man sowas nicht lange vorplanen kann/muss. Und man nicht mit der ganzen Truppe antritt, sondern ein Mini-Team aus einem Kameramann, dem "Toni" und der Regie besteht. Den Termin auf einen Donnerstagabend hatten wir beim letzten Dreh vergangenen Sonntag ausgemacht, und abgedreht war das Ganze in einer halben Stunde.

Dabei gehts nur darum, dass Strick sein Handy zerstört und von der Alten Mainbrücke in den Fluss schmeißt. Als netten Running-Gag am Rande bauten wir - damit die Szene nicht ganz so trocken rüberkommt - unseren "Zeugen Jehovas" Rainer Greubel ein, der Strick aufgrund seines Umweltfrevels zurechtweist. Rainer ist mittlerweile schon zum vierten Mal dabei: im ersten Dadord "Töchter & Söhne" sitzt er nur stumm an der Bar in einem Bordell rum, in "Tod im Wengert" taucht er just da bei der von Heike Mix gespielten Opfer-Witwe auf, nachdem Rabe und Susi ihr die Todesnachricht überbracht haben und in "Schein und Sein" stand er verloren vor dem Büro des Immobilienhais Herrlicher rum, immer bewaffnet mit den Druckerzeugnissen aus dem Wachturmverlag und "behütet" mit einem alten braunen "Deckel"... 😉

Wir hatten jedenfalls großen Spaß, auch wenns windig und kühl war.

 

 

 

Sonntag, 31. März 2019 - vierzehnter Drehtag.

Das war ein Musterbeispiel dafür, wie routiniert das Drehen bei uns mittlerweile abläuft - vor allem, wenn man eine Location hat, die man kennt und in der wir schon seit zehn Jahren zu Gast sein dürfen. 2009 hatten wir zuerst nur in einem kleinen Büro meines Arbeitgebers, der Handwerkskammer Service GmbH, eine kleine Szene für den zweiten Dadord "Tod im Wengert" inszeniert. Für "Vollmond", Dadord Nummer 3, zogen wir dann komplett mit dem Büro der fiktiven MK2 von Gerald Rabe und Hermann Wolf hierhin um. Relativ zentral gelegen, logistisch traumhaft ausgestattet (Küche, Dachterasse mit Blick über die Zellerau) und mit jeder Menge Parkplätzen perfekt für das "Zusammenziehen" diverser Haupt- und Nebendarsteller aus Nah und Fern.

Diesmal gibt es nicht sooo viele bzw. intensive Szenen in der MK2, so dass wir alle geplanten Szenen auf einen Drehtag zusammenlegen konnten. Am Samstag davor traf sich dann ein Teil der Crew, um das Rabe-Wolf-Büro entsprechend herzurichten, sprich: Fanschals der Baskets, Wölfe und Kickers aufhängen, Polizeiplakate kleben, und die Schreibtische von schnöden Verwaltungsarbeitsgeräten in "stimmungsvolle" und detailreiche Arbeitsplätze für Kriminalbeamte hinzudekorieren. Ist uns sehr gut gelungen, da sollte das Publikum ruhig mal drauf achten. 😉

Premiere vor der Kamera "feierte" Cornelia Wagner, die als Regisseurin und Schauspielerin schon seit Jahren auf den Würzburger Bühnen unterwegs ist. Sie debütierte in ihrer Rolle als Staatsanwältin Lutz-Stauffenberg, die gemeinsam mit der MK1 den Fall Heller aufzuklären hat und Strick sehr zusetzt. Gedreht hat sie an diesem Sonntag witzigerweise ihre letzte Szene im Film, ihren Hauptdreh hat sie erst im Mai und im Juni. Und ja, es kommt vor, dass selbst langgediente Theaterleute Lampenfieber haben - welches wir ihr aber schnell nehmen konnten. 😉

Der Rest der Truppe vor der Kamera (Gerald Schneider, Christian Klühspies, Wolfgang Laug, Ulf Pieconka und Jasmin Pfeiffer) spielten routiniert und witzig wie immer. Man merkt, dass trotz längerer drehzeittechnischer Pausen die Chemie zwischen ihnen absolut stimmt.

Und noch einer kam zu seinem - wenn auch recht kurzen, dafür aber umso denkwürdigeren - Darstellerdebut: Leonard, der Sohn von Christian Klühspies. Wie und was, auch dieses seht Ihr dann ab Januar 2020. Jedenfalls sorgte beim Dreh dieser kurze Sequenz Wolfgang Laug für einen Outtake, der garantiert in die Geschichte von radio rimpar tv eingehen wird. Stichwort: Alkohol und Frauen! 😉

Jetzt gehts mit kleineren Szenen Anfang April weiter, bevor es Ferien- und Urlaubsbedingt eine Pause bis Ende Mai geben wird.

 

 

 

Sonntag, 17. März 2019 - dreizehnter Drehtag.

Es gibt auch diese Mini-Mini-Mini-Szenen, die auch ein Film wie der unsrige braucht, die aber auch inszeniert werden müssen. Weil sie eben auch "Leben in der Bude!" bedeuten und ihr Inhalt für Auflockerung sorgt. So eine Szene haben wir heute in der Lottoannahmestelle von Dirk Schaper in der Frankfurter Straße abgedreht.

Unser "Streifen-Pärchen" Tina Aschenbrönner (jasmin Pfeifer) und Harry Strobel (Wolfgang Laug) besuchen den Laden in der Zellerau, weil Strobel "dort immer seine ganze Kohle verzockt", wie Tina in der Szene abfällig bemerkt, was sich aber "sehr in Grenzen hält", wie Dirk, der sich quasi selbst spielt, gleich mal entschärfend anmerkt. Vielen Dank an ihn an dieser Stelle nochmal, dass er sein Geschäft extra für uns am heiligen Sonntag geöffnet hat! Nur mit solcher Unterstützung kann ein Projekt wie unseres auch gedreht werden.

Dazu haben wir noch Franz Barthel mit in die Szene gepackt, der wieder sich selbst spielt, und mit Sebastian Zahn einen Zellerauer "Ur-Bu", der gerne mal nen Komparsen direkt in seiner Hood gab.

Das Ganze war auch relativ schnell inszeniert, trotz des ursprünglich nicht vorgesehenen Auftritts von Franz Barthel, der aber wie immer hervorragend gemeinsam mit Wolfgang Laug eine kleine Improvisation hingelegt hat.

In zwei Wochen gehts dann in die Handwerkskammer, wo wir wie immer die Büroszenen der MK2 drehen werden.

Samstag, 9. März 2019 - zwölfter Drehtag, Halbzeit!

Ja, tatsächlich - die Hälfte der Drehtage ist absolviert. Wir haben den ursprünglichen Plan von 25-26 Tage um zwei Tage kürzen können, weil wir nach reiflicher Überlegung ein, zwei Doppeltage auf einen Tag zusammenlegen konnten. Ich weiß, dass da "richtige" Filmcrews das so genannte "Bergfest" feiern, aber wir sind ja schon immer etwas anders gewesen als die selbst ernannten "Profis". 😉

Eine wahre Freude stand ins Haus - Else Kringel is back! Nachdem Karin Laug in ihrer Paraderolle bei "Schein und Sein" so richtig hinlangen durfte, was das Publikum natürlich begeisterte, ist sie bei der jetzigen Produktion auch wieder mit dabei. Denn "nen Dadord ohne Else - des geht fei ned!" haben uns viele Zuschauer gesagt. Wie, was und warum sei aber hier nicht verraten. Spaßig wars auf jeden Fall, windig auch: Sturmtief "Eberhard" zwang uns vom Vorplatz des Hochhauses Schwabenstraße 16 in den Eingangsbereich bzw. den Windfang mit den Briefkästen, was aber aus bestimmten dramaturgischen Gründen gar nicht mal so verkehrt war. Nur schienen plötzlich alle Bewohner des Hauses auf einmal auf den Beinen zu sein, so ein Kommen und Gehen herrschte da... aber von allen wurden die Dreharbeiten wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Beim nächsten Dreh gehts dann in die Hood, sprich: in die Zellerau. Mit Tina Aschenbrönner und Harry Strobel. In den neuen blauen Uniformen. Wir freuen uns schon!

 

Sonntag, 24. Februar 2019 - elfter Drehtag,

Auf diesen Drehtag hatte ich mich besonders gefreut - denn heute traf sich nach langer Zeit die "alte Gang" wieder vor der Kamera, die bereits bei "Schein und Sein" super beim Publikum ankam: die (laut Drehbuch) ehemaligen Schulhof-Kumpels Laszlo "Schaschlik" Obermüller (Andy Puhl), Ludwig "Leory" Schömig (Lenis Fük), Matthias "Mongo" Väth (Mario Iff) und Axel "Gonzo" Strick (meinereiner). Dieser verrückte Haufen von Chaoten amüsierte unsere Besucher mit ihrem Auftritt damals derart, dass Franziska und ich die Truppe auch in die neue Story mit einbauten, diesmal sogar mit drei Auftritten, schön über den gesamten Film verteilt. Soviel sei verraten: es darf natürlich wieder gelacht werden, wenn der arme "Mongo" mit seinem Tourette-Syndrom seine Paranoia auslebt und gemeinsam mit seinen Kumpels einen "Verräter" grausam via Dixie-Klo bestraft... 😉 Ebenfalls dabei als Opfer der Attacke: Volker Sickinger, der in "Ausgeschunkelt." den Präsidenten des Faschingsrings Mainfranken Berthold Derleth spielt.

Herrliches Licht war, für die Jahreszeit fast zu schön, aber sehr stimmig und zufälligerweise genau passend zu einer schon abgedrehten Szene, die gleich danach kommt. Wunderbar natürlich auch die Tatsache, dass man Locations für zwei unterschiedliche Szenen zufällig genau gegenüber liegen hat...dafür vielen Dank an die Baufirma Kress, auf deren Bauhof wir das "Dixieklo-Massaker" inszenieren durften und an Michis Mutter, in deren Näherei gegenüber "Schaschlik" ein denkwürdiges Telefonat führt.

Jetzt ist tatsächlich erstmal Faschingspause - dann gehts weiter mit der Else... 😉

Montag, 18. Februar 2019 - zehnter Drehtag,

Heidernei, war das ein Spaß... allerdings auch mit einigem an Planung im Vorfeld.

Durch ein kleines Missverständnis in der ursprünglich vorgesehenen Rollenbesetzung - eine Darstellerin sagte uns leider ab, was ja mal vorkommen kann - gewannen wir jedoch mit der bezaubernden Daniela Vassileva eine neue Schauspielerin hinzu, die sich als absolut richtige Wahl herausstellte.

Franziska und ich hatten die Eröffnungsszene im Hotel Lindleinsmühle auch eigens ein wenig umgeschrieben, so dass statt einer namenlosen, stummen Frau jetzt eine aufgebrachte, beim extravaganten Liebesspiel mit ihrem Lover (Horst Fuchs alias "Gosbert Fusswacht" aus dem letzten Dadord "Schein und Sein") unterbrochene aus dem Hotelzimmer stürmende Stadträtin Lautenbach wurde. Mitsamt einem kleinen Dialog mit dem als "Cleaner" tätigen Axel Strick, der für die Unterbrechung verantwortlich zeichnet. Wirklich witzig und ein schöner Opener für den ganzen neuen Film.

Vor dem Hotel inszenierten wir dann noch ein kurzes Gespräch zwischen Strick und seinem alten Schulkollegen Peter Kuther (sehr passend erneut von Bernd Lother verkörpert), der dem Detektiv im Auftrag der Würzburger Loge L 704 immer wieder haarsträubende Aufträge zuschanzt.

Ein großes Dankeschön geht an alle Beteiligten aus der Crew sowie an unsere Locationgeberin Anette Hollerbach vom Hotel Lindleinsmühle, aber auch an meinen Kollegen Tobias Hirsch, der uns seinen schicken Daimler als rollende Location zur Verfügung stellte.

Kommenden Sonntag wirds wieder derbe - die "alte Crew" kommt wieder zusammen. Stichwort: Schaschlik, Gonzo, Leroy und Mongo. Zweites Stichwort: Dixieklo. 😉

 

Montag, 4. Februar 2019 - neunter Drehtag,

Zugegeben - vor dem Dreh hatte ich echt Bammel. Die heute abgedrehte Szene (plus noch ein bisschen was mehr, worüber ich hier aber aus Spannungsgründen nix schreiben möchte/darf...) gehört zum Prolog der neuen Episode. 12 Personen agierten vor der Kamera im seit Ende Juli 2018 wieder eröffneten Treffpunkt Döner+Pizza in der Schwabenstraße, und so viele hatten wir da noch nie zum Dreh mit dabei.

Im Vorfeld galt es ja schon einige Dinge diesbezüglich zu organisieren. Von den Kostümen für unsere drei Elferräte der fiktiven Faschingsgesellschaft "Gaudium Würzburgium" (mit allem, was dazugehört - ich sag nur Orden... danke dafür an Peter Grethler, der uns einen prall gefüllten Schuhkarton mit Karnevalsblech leihweise dafür überlassen hat!), fünf original Gardemädels der KG Estenfeld (inklusive Eva Wegmann, die auch als Darstellerin mit an Bord ist - danke Evchen!), einer eigens angeschafften Regentonne (die Zuschauer werden schon sehen, wofür...) und der Tatsache, dass die Pächterfamilie Tüptük ihr Lokal eigens an ihrem Ruhetag für uns exklusiv geöffnet hatte, war ne Menge Vorarbeit zu leisten.

Ganz zu schweigen von der Inszenierung selbst, die auch diesmal unsere Regisseurin Franziska Greulich und unser Making-Of-Kameramann Markus Rakowsky geplant hatten - Markus ist ja normalerweise fürs "Sammeln und Beobachten" der eigentlichen Dreharbeiten zuständig, aber weil uns derzeit Krankheit, Urlaube und Arbeit einen Teil der Kameraleute berauben, springt er als Interims-Chefkameramann ein und setzt zusammen mit Michael Klemm die haarigsten Einstellungen perfekt in Szene. Hut ab, Ihr habt das echt wieder klasse gelöst!

Und erst die Darsteller der angedüdelten Faschingsgesellschaft... Frank Feser, das spätere Mordopfer, mimte den (zugegeben nicht gerade als Obersympath angelegten) Clubpräsidenten Siegbert Heller, der sich mit Strick anlegt, weil der so gar nicht "lustich sein will" und "wie ein Ochs vorm Scheunentor glotzt" - mit dem Ergebnis, dass er vom angesäuerten Detektiv per Faustschlag auf die Nase niedergestreckt wird, der eigentlich nur in Ruhe sein Feierabendbier in Ahmet Ügelhütts (Ugur Yurdagül, auch wieder sensationell...) Dönerbude trinken will. Ines Seebach, Katharina Lanig und das erstmals seit dem ersten Dadord 2007 (wo sie gemeinsam als Bauarbeiter agierten) wieder zusammen spielende Duo Wolfgang Stenglin und Willi Voll zauberten mit den Gardemädels um Eva eine Stimmung in die Bude, wie sie echter nicht sein konnte.

Es ist spät geworden, aber: das Publikum kann sich auf intensive Szenen freuen, so viel kann ich an der Stelle schon verraten. 😉 Weiter gehts in 14 Tagen, und das um die Ecke: da gehts zu nem weiteren Szenenteildreh des Prologs ins Hotel Lindleinsmühle.

 

 

Sonntag, 27. Januar 2019 - achter Drehtag,

Nach dem wettertechnischen Desaster vierzehn Tage vorher habe ich glaube ich noch nie so oft auf Wettervorhersagen gehört und auf meine Wetterapp geschaut. Die sagten alle einen Slot von "keinem Regen" exakt in dem Zeitraum voraus, in dem wir zum Einen hinter dem Treffpunkt Döner in der Lindleinsmühle drehen wollten, aber auch zum Anderen für den Nachdreh am Kranenkai. Und siehe da: wir hatten Glück. Also fast. 😉

Die kurze Szene, in der unser Film-Dönerbuden-Wirt Ahmet Ügelhütt (wieder hervorragend von Ugy Yurdagül gespielt) das Mordopfer kopfüber in der Regentonne hinter seinem Imbiss findet, war recht schnell und ohne wettrige Störung abgedreht. Dann hieß es zusammenpacken und ab an den Main.

Den Epilog mit Kommissar Rabe und Strick bekamen wir noch ohne "Störung von oben" in den Kasten.Da fing es dann fast exakt nach Vorhersage an zu regnen, wenn auch nicht so sintflutartig wie neulich, als wir alles cancelten. Was dann leider wieder Drohnenaufnahmen unseres "Piloten" Michael verhinderte, weil es bindfadendünn schiffte... Dafür war das Licht aber für meine Begriffe schön, zauberte insgesamt gesehen eine doch recht stimmige Winter-/Frühjahrsstimmung, ganz anders als unsere üblichen Sommerbilder. Die natürlich für Crew und Darsteller immer angenehmer sind, aber wir können auch anders... 😀

Am 4.2. steh uns dann eine schwierigere Nummer bevor - quasi mit eine der Schlüsselszenen des neuen Dadords. Ein Abenddreh im Treffpunkt Döner, 12 Leute vor der Kamera, mit fast allem, was dazu gehört. Und mehr wird hier nicht verraten.

 

 

 

 

Sonntag, 13. Januar 2019 - siebter Drehtag, abgebrochen.

Man hätte meinen können, dass der ganze über den Sommer und Herbst vermisste Regen genau an diesem Wochenende runter kommt. Während "in Bayern drunten" alles im Schnee erstickte, goss es hier wie aus Kübeln.

Keine guten Vorzeichen also für den angesetzten siebten Drehtag, an dem wir die Prologszene mit Rabe und Strick sowie eine Dialogszene zwischen Rabe (Gerald Schneider) und Hermine (Silvia Forster) inszenieren wollten. Drehstart sollte an der Anlegestelle für die Ausflugsdampfer oberhalb des Alten Kranens sein, aber da war aufgrund des Dauerregens nicht dran zu denken. So zogen wir weiter in die Unterführung im Alten Kranen, von der aus man zwar einen richtig coolen Blick auf die Festung und das Käppele hat - in dem es aber auch zog wie Hechtsuppe, sprich: die Windgeräusche mehr als brutal waren. Außerdem halfen selbst voll aufgedrehte LED-Flächen nicht, die Gesichter vor dem lichttechnischen Absaufen zu bewahren.

So entschloss ich mich als Produzent zum ersten Mal nach sehr langer Zeit einen Dreh mittendrin abzubrechen. War auch besser so, und die durch Krankheit eh schon dezimierte Crew hinter der Kamera freute sich über einen warmen Kaffee im Café Journal. 😉

Die ausgefallenen Szenen holen wir beim nächsten Dreh am 27. Januar nach.

 

 

 

 

Sonntag, 9. Dezember 2018 - sechster Drehtag.

Eine Location, im Film aber zwei verschiedene Orte - so kann man das zusammenfassen, was wir heute in Szene gesetzt haben. Und wieder hat die Vorbereitung hervorragend geklappt!

Szene 1 spielt an der Tür eines Wohnhauses im Frauenland. Margarete Heller (Ines Seebach), die vom Mordopfer Siegbert Heller schon zwei Jahre getrennte Ehefau und jetzige Witwe, erhält hohen karnevalistischen Besuch: Fastnachts-Präsident Berthold Derleth (Volker Sickinger) und der neue Chef des Faschingsclubs "Gaudium Würzburgium (Wolfgang Stenglin) wollen kondolieren - aber die Witwe ist alles andere als eine Trauernde. Ines Seebach stand zum allerersten Mal vor einer Kamera, aber das hat sie mit einer solchen Fulminanz erledigt, dass ich hinterher am Schneidetisch schon fast Pipi in den Augen hatte, weil sie so locker drauf losspielte. Ihre Gegenparts, gespielt von Volker - wieder einzigartig als Präsi! - und Wolfgang (der vor zehn Jahren schon in unserem ersten Dadord "Töchter und Söhne" mitwirkte), rundeten die Szene perfekt ab. Ganz großes Kino!

Szene 2 waren zwei Szenen zwischen Hermine Schnürle (Silvia Forster) und Axel Strick (meiner einer...) in der kleinen Küche des gemeinsamen Domizils. Wer später beim fertigen Film mal dran denkt: man beachte den Kontrast zwischen der neuen Wohnung von Kommissar Rabe und seiner Hanni und dieser, denn eine Szene switcht zwischen den beiden Behausungen- Während es bei Rabe hell und freundlich ausgeleuchtet ist, ist Stricks und Hermines Bude eher düster und grau. Haben unsere Franzi und die Kameramänner Andy und Michi sehr gut hingekriegt.

Jetzt ist erst mal Weihnachts- und Neujahrspause, bis es am 13. Januar 2019 weitergeht - Außenszenen am Main sind angesagt!

Guten Rutsch allerseits... 😉

 

Sonntag, 2. Dezember 2018 - fünfter Drehtag.

Heute standen die Innenaufnahmen im Domizil unseres neuen Film-Pärchens an - Gerald Rabe und seiner Hanni. Die Location in Estenfeld wurde uns freundlicherweise von einem Kollegen unserer Regisseurin Franzi zur Verfügung gestellt. Ein Bilderbuch-Set: viel Platz, dezent modern und heimelig.

Neben der quasi Einführungsszene des trauten Heims nebst neuer Beziehung setzten wir noch ein Fragment um, in dem die MK 2 sich konspirativ bespricht. Das Gegenstück dazu steht dann nächste Woche an, nämlich eine parallel dazu laufende Unterhaltung von Strick und Spurensicherin Hermine Schnürle, die ja auch miteinander verbandelt sind...was viele ja nicht richtig erkannt haben in der Schluss-Szene von "Schein und Sein" auf der Terrasse des gHotels. 😀

Ganz große Klasse war die Rückkehr zumindest erstmal für eine kleine Szene von Susanne Brendle in ihrer Rolle als ehemalige Kollegin Rabes und Mutter des gemeinsamen Sohns Georg - den spielte der kleine Hannes Müller ganz hervorragend. Für Susi war es wie für alle anderen Beteiligten ein emotionales Wiedersehen und eine richtig tolle Umsetzung einer erst eine Woche zuvor entstandenen Idee.

Alles in Allem ein sehr harmonischer Drehtag, ohne Stress und Tralala, aber mit sehr viel Spaß.

Samstag, 17. November 2018 - Fake-Foto-Termin.

Unsere Serienfigur Gerald Rabe hatte ja am Ende des letzten Dadords "Schein und Sein" mit seiner Kneipenbekanntschaft Hanni eine neue Frau kennen gelernt. Da wir unseren Figuren zumindest in Teilen etwas "Tiefe" geben möchten, sind Hanni (dargestellt von der bezaubernden Bianca Ross) und Rabe inzwischen zusammen gezogen. Also im Film. Sie ist Krankenschwester und mit dem fränkischen Kriminaler Rabe sehr glücklich - und um das in den anstehenden Wohnungsszenen der beiden auch glaubhaft rüberzubringen, haben wir kurzerhand ein Fake-Foto-Shooting angesetzt. Die dabei entstandenen Bilder werden in den Home-Szenen deren Küche zieren.

Bianca und Gerald hatten wie ich dabei sehr viel Spaß, was man auch auf den Bildern sehen kann. Auch hier herrschte traumhaftes Wetter, die Fotos entstanden im und am Haus von Bianca und ihrem (echten) Mann Thomas. Dafür nochmal herzlichen Dank, auch und vor allem für die Ideen, die hierbei noch herauskamen... Stichwort: Zusatzszene in Sachen Patchworkfamilienleben. 😉 Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

 

Sonntag, 11. November 2018 - vierter Drehtag.

Das Wetter war ein Traum, das Licht war ein Traum - nur die immer noch sich an den Bäumen befindlichen Blätter, die waren ein Alptaum... 😉

Mit Blick auf die in der Sonne liegende Festung, die Mainkreuzfahrtschiffe und den Fluss konnten wir so direkt nicht drehen. Wie schon im vorherigen Beitrag erwähnt, würde das Herbstlaub nicht zur Faschingszeit passen, in der der neue Dadord ja spielt. Schweren Herzens mussten wir die Szenerie daher unter einen der Pfeiler der Löwenbrücke legen, was dann auch weitaus windgeschützter war. Mit von der Partie waren in der Szene mit einem Kurzauftritt auch wieder Heinz Kess als "Schoppenfetzer" Erich Rottmann mit seinem Hund Öchsle, auch dieses Mal toll von Othello dargestellt. Gerald Schneider und Michael Schwemmer agierten zwar zum ersten Mal miteinander, das aber wirklich sehr gekonnt!

Der Dreh dauerte dann doch etwas länger - mal störten Wind- und sonstige Außengeräusche, mal hing es beim Text, was aufgrund des Umfangs immer wieder mal passieren kann. Ich selber war hinterher auch "durch", obwohl ich gar nicht gespielt hatte - ich bin das lange Stehen nimmer gewöhnt... 😉 Nichts desto trotz ist es eine schöne stimmige Szene geworden... Jetzt gehts dann langsam an ein paar Innenaufnahmen Anfang Dezember.

Samstag, 3. November 2018 - dritter Drehtag.

Heute mal wieder unter den Augen der Öffentlichkeit, mitten in der Stadt am Vierröhrenbrunnen. Eigentlich war der Dreh auf der Alten Mainbrücke geplant, unsere Regisseurin Franzi Greulich verlegte die Location jedoch, weil man auf der Brücke mit Blick auf die Festung Marienberg zu viel Herbstbäume sieht... und die neue Episode spielt halt nun mal an Fasching, da hängt für gewöhnlich nix mehr an gelbbraunem Laub an den Ästen... Das sind so die Details, auf die man eben achten sollte. 😉

Wir machen es ja immer so, dass wir als Reminiszenz an die jeweils vorherige Dadord-Folge einen Protagonisten von dort für einen Kurzauftritt mit in den neuen Film übernehmen. In dem Fall ist das TV Frankenwarte-Moderator Holger Grönert, wieder hervorragend dargestellt von Heinz Krämer, der den fiktiven Präsidenten des fiktiven Faschingsrings Mainfranken Berthold Derleth (erstmals mit dabei: Volker Sickinger) zum tragischen Ableben des Obernarren der "Gaudium Würzburgium" (den Namen verflucht Volker mittlerweile... 😉 ) interviewt. Ist zwar nur eine Einstellung gewesen, aber so mit wichtigen Details im Text gespickt, dass wir doch ein wenig brauchten, bis alles saß. Und wir sind mit dem nicht ganz unauffälligen Dreh (eine Woche vor der offiziellen Faschingseröffnung steht da ein über und über mit Orden behängter Fasenachter herum und schimpft... 😉 ) wieder auf den Urlaubsvideos zahlloser asiatischer Touristen gelandet.

An dieser Stelle auch mal wieder ein Dank an die Stadt Würzburg für die unkomplizierte Einfahrts- und Abstellgenehmigung für den Bereich am Vierröhrenbrunnen.

In einer Woche gehts wieder raus an die frische Luft... bis dahin!

Sonntag, 28. Oktober 2018 - zweiter Drehtag.

Wieder mal zu Gast im Institut für Rechtsmedizin der Universität Würzburg - unser Dank gilt dafür Professor Bohnert und Dr. Thomas Tatschner, mit dem wir diesbezüglich schon all die Jahre immer sehr gut und freundschaftlich zusammen arbeiten durften. Beim letzten Dadord "Schein und Sein" gab's ja ne "Pause" von der Rechtsmedizin (das Thema kann man nämlich leicht überreizen...), doch dieses Mal wollten wir unbedingt wieder.  Was natürlich auch an Markus Grimm liegt, der den etwas verdrehten Rechtsmediziner Dr. Will wieder mehr als grandios verkörpert.

Will, der seinen Mitmenschen immer sehr gerne und ausführlich die Welt erklärt (ob sie's nun hören wollen oder nicht) - aber immer auf das Thema des jeweiligen Dadords bezogen. Diesmal erläutert er den ermittelnden Kriminalern der MK 1 (gespielt von Frank Jüttner und Michael Schwemmer) die Ursprünge, aber auch die Auswüchse des Faschingstreibens. Während unser "Mordopfer" Siegbert Heller (dargestellt von Frank Feser) wirklich seelenruhig liegen blieb und sich jegliches Lachen verkneifen musste, was wirklich schwer fiel. Markus Grimm zeigte hier wieder, wie man eine Rolle von Film zu Film prägen kann, und das selbst in einer grotesken Verkleidung, in der ein echter Rechtsmediziner natürlich niemals arbeiten würde. Abgerundet wurde die Szene durch das erste Auftreten unserer schwäbischen Erkennungsdienstbeamtin Hermine Schnürle (Silvia Forster), die natürlich nur rein zufällig mitbekommt, was die Kollegen von der MK 1 mit dem schrägen Dr. Will so zu besprechen hatten.

Die gesamte Szene wurde von der Crew um Regisseurin Franziska Greulich recht zügig umgesetzt, die Routine macht sich eben mittlerweile schon bemerkbar. Da sitzt jeder Handgriff, jeder weiß was zu tun ist - ich bin stolz auf unsere Truppe!

Nächster Halt: Samstag, 3. November am Vierröhrenbrunnen.

Fotos von Ulf Pieconka:

 

Donnerstag, 25. Oktober 2018 - erster Drehtag.

Als wären keine zwei Jahre vergangen, seitdem wir zum letzten Mal als Team am Set gewesen wären... Kurz gesagt: es war wie immer. Schön. Die Crew kommt an, man lädt den - inzwischen neuen - Transporter aus, setzt das Licht - und los geht's.

Ist auch schon länger her gewesen, dass ich als Darsteller den Auftaktdreh bestreiten durfte. Aber mit solchen Koriphäen wie Thomas Behl als Oberstaatsanwalt Dr. Arnold und die bezaubernde Katrin Pospischil als dessen Dauerfreundin Mara drehen zu dürfen ist schon sehr geil. Die Atmosphäre stimmte, was natürlich auch an der Location lag: das Wohnhaus unseres rrtv-Mitgründers Andreas Fritz ist einfach stilvoll, es macht immer Spaß, bei ihm zu drehen. Ob im Sommer im Außenbereich oder jetzt, wo wir quasi einen "Winterfilm" drehen, im großzügigen Wohnbereich. Alles harmonierte, unsere Regisseurin Franziska Greulich hatte alles im Griff und die Kameramänner Andy und Norbert alles im Bild. Unser (mittlerweile ehemaliger) Praktikant Michi gab den "Toni", weil Ralf beruflich verhindert war.

Recht entspannt drehten wir so zwei Szenenteile und eine ganze Szene ab. Weiter geht es kommenden Sonntag, dann geht's in die Rechtsmedizin. Mit Markus Grimm als Pathologen Dr. Will (mit Donuts, wie immer... 😉 ) und erstmals als MK1-Team Frank Jüttner und Michael Schwemmer. Aber auch unsere Hermine Schnürle a.k.a. Silvia Forster schaut in der Szene vorbei...

Ich bin gespannt. Und freue mich.

Fotos von Ulf Pieconka:

 

Montag, 15. Oktober 2018 - Der Countdown läuft. Eine Woche vor dem Drehbeginn zu "Ausgeschunkelt."  

Wie Sie/Ihr sehen/seht - es hat sich a weng was getan auf unseren Internet-Seiten. Zumindest optisch. Bedingt durch einen Providerwechsel und dem damit auch verbundenen Wechsel zum sehr weit verbreiteten WordPress-Content-Management-System (für die nicht ganz so internetaffinen Besucher: damit abut und pflegt man Webseiten...) sieht www.radiorimpar.de halt jetzt so aus. Nicht sehr viel anders als vorher, aber wie ich finde übersichtlicher und lesbarer. Derzeit bin ich dabei, mich in die Untiefen dieses neuen Systems einzuarbeiten. Klappt aber bislang mit der Hilfe unseres Allround-Supporters Uwe Beck (der auch den ganzen Umzug nebst Neuaufbau erledigt hat) und eines VHS-Kurses in WordPress-Basiswissen ganz ordentlich. Noch. Es wird sich eventuell noch in der "Startoptik" was tun, aber so erfüllt die Seite auch jetzt schon ihren Zweck, nämlich Publikum, Interessiert und Freunde zu informieren und zu unterhalten. Klicken Sie/klickt Euch einfach mal durch!

Und in einer Woche geht's dann los! Der neue Dadord Würzburch mit dem Titel "Ausgeschunkelt." hat seinen ersten Drehtag bzw. Drehabend. Insgesamt sind bis Ende Juli 2019 24 Drehtage geplant. Diese führen uns kreuz und quer durch die Stadt, was man ja aber nicht immer sieht - vor allem wenn es um Wohnungen geht, die wir freundlicherweise wieder recht problemlos zur Verfügung gestellt bekommen haben. Aber auch ein bisschen mehr "Würzburg draußen" wird zu sehen sein. Ludwigkai, Alte Mainbrücke (und nein, nix Brückenschoppen!), Innenstadt...der Zuschauer darf sich freuen. Ich freue mich als Produzent auf einen tollen Cast mit einigen neuen Gesichtern vor der Kamera, aber natürlich auch unserem "Stammpersonal". Die Mischung aus gestandenen Bühnenprofis und erfahrenen Laien macht's eben aus bei uns.

Ich werde versuchen, gleich am kommenden Dienstag über den ersten Dreh am Abend zuvor zu berichten. Bis dahin - danke für Ihre/Eure Aufmerksamkeit! 😉

Donnerstag, 24. Mai 2018 - Weiter, weiter, immer weiter...

Geht's weiter? Wenn ja, wie? Wenn ja, wann? Fragen über Fragen...

Es gibt Situationen im Leben, die lassen einen alles überdenken. Wer mich kennt weiß, dass ich manche Dinge bewusst nicht "breit trete", vor allem, wenn sie sehr persönlicher Natur sind. Aber gerade wegen des Projekts "Dadord Würzburch" und aufgekommener Fragen muss ich jetzt doch mal...

Das letzte Dreivierteljahr war für mich in gesundheitlicher Hinsicht schon ziemlich - ich muss fast sagen leidvoll. Sechsmal im Krankenhaus, sechs Operationen (und nein, nicht wegen meines Übergewichts! 😉 ), monatelang immer zwischen Bangen und Hoffen, ob alles endlich durchgestanden ist. Dazwischen da und dort mal nachgehakt, geredet und abgewogen, ob sie ein Weitermachen lohnt. Schwierig zu sagen, nach wie vor.

Es hat sich so viel getan. Einige von uns haben sich beruflich neu orientiert, damit verbunden ein größerer Zeitaufwand, um nicht zu sagen, eine komplette Umstrukturierung der Lebensgewohnheiten. Familiäre Dinge, das Alter - all das spielt in die Planungen für ein Großprojekt wie es unsere Lokalkrimis nun mal sind mit hinein. Da ist verständlicherweise das eigene Leben viel viel wichtiger.

Anfang Dezember 2017 haben sich Franziska, Bastian und ich mal getroffen, um abzuklopfen, ob noch was geht. Zumal es ja ein inzwischen fertiges Drehbuch gibt. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, auch wenn sich Bastian aus beruflichen Gründen mehr im Hintergrund halten wird, aber weiterhin die Hauptkamera-Leitung hat. Avisiert ist nach wie vor ein Treffen der Produktions-Crew, um auszuloten, wie denn die Stimmung so ist, ein neues Projekt überhaupt in Angriff zu nehmen. Da mache ich mir allerdings wenig Sorgen. 😉 Am Rosenmontag dann waren Franziska und ich Gast in Andy Puhls Late Night Show bei Radio Gong, wo wir ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern durften.

Das "Nähkästchen" nennt sich "Dadord Würzburch - Ausgeschunkelt.". Der Punkt nach dem Titel ist bewusst gewählt. 😉 Angepeilt ist/war (so genau können wir das momentan einfach noch nicht sagen...) ein Kinostart für Januar 2020. Die Zeit rinnt halt dahin, und momentan läuft außer ein paar losen Gesprächen, auch mit potentiellen Darstellern, wenig bis nichts...  Ich denke aber, in den nächsten Wochen werden Franzi und ich den Einen oder die Andere kontaktieren und dann - sehen wir weiter.

Stay tuned... P.S.: Es kann auch gut sein, dass sich mit dieser Homepage etwas tut. Bzw. tun muss. 😉

Sonntag, 4. Juni 2017 - das war's dann erst Mal.

Mit den zwei Vorstellungen im Central-Kino im Bürgerbräu, die eigens für die Ehrenamtskarteninhaber im Landkreis Würzburg veranstaltet wurden, ist unsere "Tour" mit "Schein und Sein" beendet worden. Das Feedback hier war klasse, es waren auch wieder sehr viele Leute dabei, die noch nie was von uns gesehen haben. Wenn man dann nach der Vorstellung angesprochen wird und es heißt: "Danke für diesen tollen Film! Machen Sie bitte weiter!", dann belohnt das einen als Macher am meisten.

Nach 23 Vorstellungen mit zusammen roundabout 3500 Zuschauern sind wir recht zufrieden "mit dit janze". Aber wir sind auch ausgelaugt. Regisseurin Franzi, mein Co-Produzent Ulf und ich waren bei (bis auf einer...) allen Vorstellungen dabei. So sehr ich das Projekt "DW 5" auch schätze, jetzt ist es auch mal gut. Die DVD ist auch pünktlich herausgekommen, was will man mehr. Wir haben den Abschluß des Projektes intern mit der Crew und den Hauptdarstellern mit einem Abendessen in der Weiberwirtschaft gefeiert. War ein sehr netter Abend, für mich auch in dem Bewusstsein, dass man sich in dieser Zusammensetzung eventuell nicht mehr sehen wird.

Wie geht's weiter, werde ich oft gefragt. Ich hab noch keine wirkliche Antwort darauf. Ich weiß auch, dass wir unter einem gewissen öffentlichen Druck stehen - unseren Zuschauern gefällt, was wir machen, die Anerkennung auch von vielen bekannten Leuten ist sehr sehr groß, jeder freut sich darauf, dass wir Filme produzieren, die in Würzburg spielen und offenbar ganz gut die Stadt und den Flair hier abbilden.

Zugegeben, ich/wir haben auch was in petto, sprich: es gibt eine Idee, zu der auch bereits ein paar Drehbuchseiten exisitieren. Die Meßlatte ist halt nach "Schein und Sein" recht hoch. Dazu kommt, dass ich nicht weiß, wie es personell mit der Produktionscrew weiter geht. In welchem Umfang wer wie weitermachen kann/will usw. - schließlich war die Zusammenarbeit bei "Schein und Sein" so gut wie schon lange nicht mehr. Das Leben ist aber auch Veränderung. Privat, beruflich, es passiert andauernd was. Und wir sind ja kein Verein, der wie ein Kegelclub das "gemütliche Beisammensein" wie anno dunnemal zelebriert. Bei uns ist alles projektorientiert, will heißen: wir arbeiten für den Zeitraum der Dreharbeiten reaktiv eng zusammen, danach herrscht meist Funkstille. Ist auch klar, jeder hat sein eigentliches Leben, welches oft genug ordentlich ausgefüllt ist mit Dingen, die weiß Gott wichtiger sind.

Bleiben Sie uns gewogen, auch wenn hier für die nächste Zeit erstmal Totenstille herrscht. 😉

Dienstag, 4. April 2017 - vor dem DVD-Release

Donnerstag in einer Woche - am 13. April - soll die DVD zu "Schein und Sein" erscheinen. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Termin einhalten, denn unser Kopier-Werk Berola in Forchheim ist da immer sehr sehr zuverlässig. Besonderer Dank gebührt da unserem Free-Lancer Uwe Beck von SixBeckMedia, der die DVD perfekt innerhalb kürzester Zeit layoutet und produktionsfertig gemacht hat.

Immerhin 60 Zuschauer zog unser "Auslandseinsatz" im MovieKino Marktheidenfeld an. Darunter natürlich viele, die unsere "Tina Aschenbrönner" Jasmin Pfeifer kennen, schließlich stammt sie ja aus der Stadt im Spessart. Die Resonanz war auch hier sehr positiv, die doch sehr Würzburg-lastige Story funktionierte auch fern unserer eigentlichen Heimat.

Eine Riesennummer war gestern die Sondervorstellung für unseren Hauptsponsor Hagenauer GmbH, der dies als Event gemeinsam mit dem Sachverständigenbüro Laug & Rumpel im IMAX-Kino im Mainfrankenpark Dettelbach veranstaltete. 260 Gäste, überwiegend aus dem Automobilbereich, waren schwer begeistert.

Zwei Sondervorstellungen für die Ehrenamtskarteninhaber im Landkreis Würzburg, veranstaltet vom Landratsamt, stehen jetzt Ende April und Anfang Mai noch an. Der erste Termin war innerhalb kürzester Zeit ausbgebucht, so dass die Verantwortlichen einen zweiten Termin ansetzen mussten. Diese Vorstellungen führen uns dann ins neue Central-Kino auf dem Bürgerbräugelände in Würzburg. Darauf bin ich auch schon mal sehr gespannt, zumal wir dann tatäschlich jedes aktuelle Kino in der Gegend "bespielt" haben...

Sonntag, 5. März 2017 - auf einmal ist alles so ruhig...

Knapp sechs Wochen waren wir nun "auf Tour" mit "Schein und Sein". Eine inoffizielle und eine offizielle Vorstellung im Würzburger Hofbräukeller, dann 17 x im CinemaxX. Franzi, Herbert, Ulf und ich waren jedes Mal anwesend, abwechselnd unterstützt von Andy und Michi in der Technik, Ulli an der Kasse, Lis, Ralf und Markus am Einlass... Diesmal gb es keinerlei Personalengpässe, alles lief reibungslos. Und ja: wir machen immer alles selbst, wenn wir im CinemaxX Würzburg zu Gast sind. Weil manchmal jemand fragt. 😉

Mit der Zuschauerresonanz bin ich mehr als zufrieden. Auch die Zahl der Leute, die uns zum allerersten Mal gesehen haben, ist enorm angestiegen. Bei denen habe ich festgestellt, dass die meisten vorher zwar skeptisch waren, was für "Amateurzeuch" sie da wohl erwartet - aber dann doch sehr überrascht waren, was man mit den verhältnismäßig geringen Mitteln machen kann, die uns zur Verfügung stehen. Mit guten bis sehr guten schauspielerischen Leistungen, wie uns sogar Profis bescheinigt haben. Herzblut ist das Stichwort, den Spaß am Drehen sieht man allen Beteiligten an. Und wenn sie dann hinterher vom Publikum beklatscht und gelobt werden, ist das in meinen Augen zehmal mehr Wert als irgendwelche Preise bei irgendwelchen Wettbewerben für "außergewöhnliche Leistungen" (die kaum jemand sehen will...) abzuräumen. Wir kündigen nicht bloß an und hauen auf den Putz mit unseren Projekten, sondern wir liefern auch. Gute Unterhaltung für knapp 3000 Zuschauer bisher. Voila. 🙂

Nächsten Sonntag sind wir um 11.15 Uhr zu Gast im MovieKino Marktheidenfeld. Da waren wir vor zwei Jahren schon mal mit dem "Falschspieler", der da im Rahmen eines "Fränkischen Filmwochenendes" lief. Bin schon sehr gespannt, wie der Neue da ankommt. Dann stehen noch zwei inoffizielle Vorstellungen für ein größeres Publikum an, und dann war's das wohl auch schon wieder.

Schauen wir vorwärts. Jedenfalls muß ich mich erst wieder dran gewöhnen, Sonntagmittag sowie Montag- und Dienstagabend daheim zu sein. 😉

Freitag, 3. Februar 2017 - es geht in die zweite Hälfte.

Die Kritiken sind des Lobes voll, das Publikum amüsiert sich - wir sind schwer begeistert. Gut, es gab hie und da Kritikpunkte, und auch wir würden das eine oder andere nach dem zwölften Mal ansehen anders machen, aber das ist normal. Wenn von bislang circa 1600 Zuschauern drei, vier etwas zu bemängeln haben, kann man damit denke ich leben.

"Die Dialoge sind zu lang!" meinte ein Gast. Okay, die Zeiten der Ein-Satz-Dialoge sind auch bei uns Geschichte, und wenn man sich heutzutage mal bewusst TV-Serien oder-Filme ansieht, stellt man fest, dass auch dort (von den üblen Scripted-Reality-Formaten und "Einsatz in Götzenbroda für SK 175 mal abgesehen) sich einiges in Sachen Dialogentwicklung getan hat. Und: wir wollten einen 90-Minüter drehen, keine sechsteilige Mini-Serie a 100 Minuten oder so. Da kann man dann freilich "den Charakteren mehr Tiefe geben". 😉 "Ihr seid mittlerweile zu professionell!" sagte nach einer Sonntagsvorstellung eine Frau zu mir. Na gut, wenn das der einzige Vorwurf ist... 😉

Witzig natürlich auch wieder die Erlebnisse rund um unseren Kartenvorverkauf. E-Mails wie "Könnten Sie mal nachsehen, ob ich vergessen habe zu reservieren?" oder "Da steht bei Ihnen im Internet 'keine Platzkarten'. Ich würde dann in der vorletzten Reihe Mitte vier Plätze reservieren wollen..." sind noch lustig. Schwierigkeiten bereitet ein paar Menschen, unsere Hinweise beim Reservierungsformular zu lesen. "Bei der Rechenaufgabe am Ende des Formulars steht 'Wieviel ist 7 - 1?', ich hab da dann die Anzahl meiner bestellten Tickets (4) eingegeben, und irgendwie funktioniert das nicht. Es heißt dann immer, Reservierung nicht möglich..." Ein paar übersehen dann auch den an sich deutlich zu erkennenden Hinweis mit der als Spam-Schutz zu lösenden und wirklich kinderleichten Rechenaufgabe und wundern sich, dass das Formular nicht abgesendet werden kann. Aber gut, nobody is perfect. Wir nicht, und die Leutz auch net.

Nichts desto trotz ist der positive Zuspruch ein Ansporn, wir wissen, dass wir die Leute gut unterhalten können. Ein Gast meinte: "Ang'schaut is sowas gleich, aber bisses erschtamal gemacht is'..." - ihn hatte das neue Making-Of von Markus nach dem Hauptfilm sehr beeindruckt. Tja, einen 90-Minüter in diesen Dimensionen stemmst Du nicht mal so eben. Es war ein langer Weg. 34 Jahre vom Jugendzentrum Rimpar ins Cinemaxx.

Wir werden sehen, wie's weitergeht bis zum 21. Februar, und dann noch eine Vorstellung im "Ausland", bzw. im MovieKino Marktheidenfeld. 😉

Mittwoch, 18. Januar 2017 - die ersten vier Aufführungen sind rum...

Das war sowas. Im Vorfeld haben wir soviel mediale Begleitung wie schon lange nicht mehr genießen können. Mainpost, die Titelseite im markt, eine Kartenverlosung im WOB, ein Interview bei Radio Gong und - bei TV Touring, was uns überrascht, aber auch sehr gefreut hat. Schließlich wird gerade das "echte" Lokalfernsehen in "Schein und Sein" aufs Korn genommen.

Dieses Mal hatten wir absichtlich eine interne Premiere für die Darsteller, Komparsen und Sponsoren angesetzt, um die Stimmung auszuloten und um zu sehen, wie und ob der Film funktioniert. Im Hofbräukeller ist so eine Erstpremiere einfach intimer, 120 Plätze, anderes Ambiente. Und ich muß sagen - bis auf dass wir den Ton vielleicht ein wenig zu laut und höhenlastig eingestellt hatten, war die Premiere ein Riesenerfolg. Vor allem, weil die Gäste hinterher aufstanden und uns als Crew mit Standing Ovations bedachten, was wir so in bald 34 Jahren Filmerei áuch noch nie hatten. Ich war echt gerührt, und das passiert wahrlich nicht oft. 😉 Vor allem ist der Streifen aber auch ein Erfolg von Franzi Kneißl, ich bereue keine Sekunde, ihr die alleinige Regie für "Schein und Sein" überlassen zu haben.

Auch am Samstag vor richtigem, "echten" Publikum hat der Film seine Feuerprobe bestanden. Die lachten an anderen Stellen als das "Fachpublikum" einen Tag vorher, aber die Stimmung war super. Viel Applaus und Lob auch da hinterher. Den Ton haben wir da leiser und höhenentzerrter laufen lassen und siehe da - hat gepasst. Zweimal ausverkauft, so soll es sein.

Am Montag dann die große Kinopremiere - vor der ich aus technischer Sicht ein wenig Bauchschmerzen hatte. Beim Probeprojezieren ein paar Tage vorher waren Andy Fritz und ich gemeinsam mit Peter Hagen vom CinemaxX ratlos, weil erst gar kein Bild auf dem Kinoprojektor von unserer Vorführfestplatte ankam und dann ein zittriges. Meine Mittagspause am Montag, dem eigentlichen Premierentag, verbrachte ich dann in der Projektion des Kinos und siehe da - irgendwie hats dann doch geklappt, und so konnten wir abends vor einem fast vollen Saal das erste Mal seit 2012 wieder über den professionellen Kinoprojektor vorführen.

An der Stelle auch nochmals vielen vielen Dank an Bianka Koza und ihre Crew vom CinemaxX für die wirklich unkomplizierte Unterstützung und die Möglichkeiten in ihrem Kino!

Auch hier zeigte sich das Publikum schwer begeistert. An dem Abend war auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt zu Gast, ganz ohne Ankündigung kam er vorbei, nachdem er wegen einer TV-Aufzeichnung leider nicht zur eigentlichen Darstellerpremiere im Hofbräukeller kommen konnte. Ihm hats gefallen, hat er gesagt. Nicht nur er hat das Kino an dem Abend mit einem Lächeln im Gesicht verlassen.

Am Tag darauf wurde es ruhiger, der Saal war nur halbvoll, aber das kennen wir aus den vergangenen Jahren. Der Dienstag ist immer der schächere Tag bei den Vorführterminen. Diesmal waren viele Gäste vom Land- und Amtsgericht sowie der Staatsanwaltschaft Würzburg zu Gast, ein treues Publikum, die in den Jahren vorher immer eine eigene Vorstellung bekamen, dieses Jahr aber unbedingt mal ihren Kollegen Thomas Behl (der beim Dadord den Oberstaatsanwalt Dr. Arnold im Kino auf der Riesenleinwand sehen wollten. Und sie wurden freilich nicht enttäuscht. 😉

Ebenfalls ein Gast an dem Abend, über den ich persönlich mich sehr gefreut habe, war die ehemalige Oberbürgermeisterin Pia Beckmann. Sie wirkte 2003 ja in "Das Schwert von Sankt Kilian" mit, und sie war damit sowas wie ein endgültiger Türöffner in die Stadt Würzburg hinein. Ob Drehgenehmigungen oder überhaupt die Wahrnehmung unseres Teams als gewissen Bestandteil der Kultur der Stadt, durch ihre Mitwirkung seinerzeit wurde Vieles für uns leichter. Sie hat sich köstlich über "Schein und Sein" amüsiert und hat freilich auch die vielen Insideranspielungen wahrgenommen.

Jetzt ist erst mal ein paar Tage Ruhe bis zur Sonntagsvorstellung, die brechend voll sein wird, gemessen an den bisher vorliegenden Reservierungen. So darf's auf jeden Fall weitergehen!

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt mit Franzi Kneißl, Christian Kelle und Gerald Schneider nach der erfolgreichen Kinopremire vom 16. Januar im CinemaxX.

Donnerstag, 15. Dezember - in einem Monat...

...ist die Premiere schon gelaufen. Wir sind schon sehr gespannt, wie das Publikum den Film aufnimmt. Geschnitten war der Streifen ja bereits schon Mitte August. Mittlerweile ist der Soundtrack unseres Filmmusikers Klaus Wolf ja auch schon fertig und eingemischt, und es sind an sich nur marginale Sachem, die ich noch an dem knapp 90-Minüter herumschrauben muss. Wir haben auch schon ein paar kleinere Previews hinter uns, und die, die ihn gesehen haben, waren schwer angetan vom Dadord Nummer 5. Wie kommentierte ein Pressevertreter, der uns zwar kannte, aber noch nie einen Film von uns gesehen hatte - "Das könnte auch am Sonntagabend um 20.15 Uhr laufen..." Ein tolles Lob, welches unser Team sehr stolz macht!

Der Vorverkauf läuft ebenfalls schon seit drei Wochen, und die Premiere am 14.1. ist schon so gut wie ausverkauft. Erstaunlich ist auch wieder die Tatsache, dass sehr viele Leute für die Sonntagsvorstellungen um 11 Uhr für reservieren. Da herrscht auch immer eine ganz spezielle Stimmung, wie wir in den vergangenen Jahren schon immer feststellen durften. Auch der Vorverkauf per Versand wird wieder gut genutzt, zu Weihnachten werden sich anscheinend so einige Tickets von uns auf den Gabentischen wiederfinden. 😉

Das Interesse an "Schein und Sein" ist jedenfalls sehr, sehr groß. Ein schöneres Kompliment kann man der Crew und den Darstellern wirklich nicht machen. Außer vielleicht, man kommt zuhauf ins Kino. 😉

Dienstag, 16. August - der erste Trailer

Heute hatte ich Zeit und Lust, um in unserem kleinen Studio mal einen ersten Trailer für "Schein und sein" zu schneiden. Da der Streifen ja wieder über zwei Handlungsstränge verfügt, und für mich ein Trailer nicht unbedingt länger als maximal 90 Sekunden dauern sollte, hatte ich mich entschieden, zuerst die Geschichte um Omma Zürrlein, Strick und den Immobilienhai Herrlicher zu teasern.

Rausgekommen ist ein 71-Sekunden-Trailer, und die durchweg positiven Reaktionen darauf versprechen schon so Einiges für den Kinostart am 16. Januar 2017.

Im September folgt dann nach diesem "Strick-Trailer" auch ein "Rabe-Trailer", der dann eine kurze Vorschau auf die Haupthandlung sein wird. 😉 Versprochen!

Sonntag, 7. August - kleiner Epilog und Ausblick

Ein paar Dinge müssen noch organisiert werden. Es fehlt wie schon erwähnt noch ein klitzekleiner Take, der aber eine gewisse Organisation benötigt (Drehort, ein Darsteller, Ausstattung), der im Film nur Sekunden dauern wird. Die abgedrehten Szenen sind schon alle geschnitten und müssen nur noch bei Bedarf und nach einer Preview feingetunt werden. Ich bin kein Freund davon, haufenweise Material anzusammeln und dann liegen zu lassen, bis man beim dann immer anstehenden Thema "Post-Production" Panikattacken bekommt. Ich hab das schon so oft erlebt, dass "Filmemacher" drehen wie die Weltmeister und dann verschwindet das Gefilmte in irgendwelchen Schubladen auf Nimmerwiedersehen, weil man mit dem Zusammenschnitt schlichtweg überfordert ist. Die investierte Zeit der Darsteller und der Crew ist dann für die Tonne gewesen, ein Umstand, über den ich mich nach wie vor richtig schön echauffieren kann. 😉 Bei uns gibt's das nicht: meistens wird das Material gleich nach dem Dreh eingespielt, sortiert und geschnitten. Man behält den Überblick und spart viel Zeit, die man dann für die Endmontage aufwenden kann.

Als nächsten stehen Meetings mit Uwe Beck und Klaus Wolf an. Uwe kümmert sich schon seit Jahren bei uns um das "CI-Design" des Dadords, will heißen: er entwirft die Plakate und alles PR-Material wie Flyer, Cover und Tickets, die ja durchgängig gleich aussehen sollen und sich immer am Dadord-Grund-Desgin ausrichten. Klaus begleitet uns als Soundtracker schon seit "Fröhliche Weihnachten" und bekommt eine der ersten Previews, um sich Gedanken für die Filmmusik zu machen.

Bleibt dran - hier im Blog tut sich auch weiterhin etwas!

Dienstag, 2. August - ein Dankeschön!

26 Drehtage, fast 100 Darsteller und Komparsen, ein Jahr Drehzeit, zig Locations - jetzt isses rum...

Danke an meine Crew dieses Mal: Franziska Kneißl, die einen Granatenjob als Regisseurin gemacht hat, Basti Samfacollo und Andreas Fritz , unsere Hauptkameraleute, Norbert Katzenberger und Ulf Pieconka als zweite Cam-Crew (Ulf auch als Set-Fotograf und mein Co-Produzent), Ralf Schrals "Toni" und Matthias Greulich als sein Vertreter, Lis Böhm und Tatjana Truchseß für Make-Up-Fx, Linda Matthey als Stylistin und Special-Make up, Markus Rakowsky, unser neuer Making-Of-Kameramann (und einmal auch als Reservekameramann), und Michael Klemm als Set-Runner, Regieassistent und Toni-Azubi  Michael Roth-Seeliger und André Benjamin Markert für die Copter-Aufnahmen, Klaus Wolf, der die Musik komponiert, und Uwe Beck, der das CI-Design und die End-Titel sowie einige Bildeffekte beigesteuert hat.

Allen Beteiligten auch und gerade vor der Kamera vielen vielen Dank! Ohne Euch alle hätten wir das so nie hinbekommen.

Montag, 1. August - Drehtag 26

Das war er also, der letzte offizielle große Drehtag. Ein klitzekleiner Detail-Dreh kommt zwar noch demnächst, aber der ist harmlos.

Urprünglich wollten wir die Szene ja auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins Würzburg drehen. Aus gewissen Gründen ging das dann doch nicht, und so mussten wir umdisponieren. Was aber dank unseres zweiten Kameramanns Andy Fritz problemlos möglich war, denn auf seinem Grundstück durften wir dann den verlegten Dreh stattfinden lassen. Und wie wir meinen, ist das Ergebnis sogar besser geworden als in der ursprünglichen Version. Im Film war die Location schon mal vertreten: beim "Falschspieler" etablierten wir die herrliche Gartenlandschaft mit Schwimmteich bereits als Heimstatt unseres Film-Oberstaatsanwalts und Logen-Großmeisters Dr. Martin Arnold. So wie jetzt wieder. Der geplagte Jurist darf sich diesmal mit einem jungen Mann herumärgern, der so gar nicht männlich funktionieren will, wie es der zum Machotum neigende Arnold gerne hätte. Und mit Andy Hund Luna hat schon zum zweiten Mal ein Tier mitgefilmt

Mit dem Dreh schließt sich quasi der Kreis - vor einem Jahr begannen die Dreharbeiten zu "Schein und Sein" in der Küche von Andy, wo wir "Würzburgs bester Hobbykoch" in Szene setzten, das Kochstudio mit unserem fiktiven TV-Frankenwarte-Boss Gosbert Fusswacht (Horst Fuchs). So schnell vergeht die Zeit...

Dienstag, 26. Juli - Drehtag 25

Sehr viel kann und will ich über diesen Dreh gar nicht schreiben - es würde zuviel verraten. Nur soviel: für eine vielleicht 30-sekündige Sequenz war es ziemlich aufwändig. Recht kurzfristig haben wir den Dreh organisieren können, vier Schauspieler, beide Make-Up-FX-Damen, und Ulf und ich als Zwei-Mann-Minicrew. Hat sich aber gelohnt denke ich. Und musikalisch wurde das ganze auch begleitet: der Chor "Troubadour" probte nebenan... 😉

Samstag, 23. Juli - Drehtag 24

Zwei Wochen seit dem letzten Dreh sind vergangen. Viel ist passiert in der Weltgeschichte, auch in bzw. bei Würzburg. Nichts desto trotz lassen wir uns nicht die Freude am Drehen nehmen. Angst und das Lahmlegen unserer Kultur gehört zu den Absichten von Terroristen und auch von Amokläufern. Aber nicht mit uns!

Der Dreh gestern musste relativ spontan über die Bühne gehen. Ist meistens so, wenn man mit Promis dreht, und mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt stand immerhin schon das dritte Stadtoberhaupt in einem unserer Filme vor der Kamera. In der terminierten Szene zum neuen Dadord bekommt der OB Besuch in seiner (auch im wirklichen Leben regelmäßig stattfindenden) Sprechstunde vor dem Rathaus am Grafeneckart. Allerdings ist die Besucherin nicht ganz ohne: Else Kringel (wie immer grandios gespielt von Karin Laug), die resolute Eisenbahnerwitwe und ewige Nemesis von Axel Strick, kommt gleich in Begleitung ihres mittlerweile bekannten Kaffeekränzchens (Tatjana Truchseß und Christine Hochstetter) und klagt Christian Schuchardt ihr Leid. Oder besser das ihrer Freundin "Bärrda" Zürrlein, die ja aus ihrer Wohnung raus soll.

Wir hatten jedenfalls allesamt viel Spaß beim Dreh, auch wenn hier die Außentemperaturen wieder recht hoch waren und es an gaffendem Publikum nicht mangelte. 😉

Montag, 11. Juli - Drehtag 23

Es wurde dann doch der heisseste und vor allem der längste Drehtag des ganzen Projektes. Wieder durften wir zu Gast sein im Haus von Renée und Dr. Hans-Jürgen Legat, bei denen wir bereits im April das große Logenbankett gedreht hatten.

Einen Teil der Szenen drehten wir außen ab, aber der Großteil spielte im Haus selber, verteilt über zwei Stockwerke - und Ursula Rösler und Mike Smauley als Ehepaar Mireille und Knut Herrlicher lieferten wahrhaftig sehr intensiv gespielte Szenen einer Ehe ab. Richtig richtig gut, und ich bin zufrieden, dass wir diese beiden tollen Schauspieler für genau diese Rollen gecastet haben. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle jedoch auch nicht verraten.

Als Gäste hatten wir bei diesem Dreh neben Franz Barthel - der sich in unserer kleinen Lokal-Krimireihe selbst spielt - auch zwei weitere "echte" Journalisten mit am Start. Manfred Schweidler, Reporter und ausgewiesener Experte für Kriminelles bei der Mainpost, und Peter Kollmann-Jehle von TV Touring, auch er nicht unbewandert in juristischen Dingen 😉 Was das Trio in der Szene machte - sehen Sie im Januar im Kino.

Ausgelaugt, aber happy über den Drehverlauf waren wir dann doch froh, als es rum war. Allerdings mit der Gewissheit, drei tolle Szenen abgedreht zu haben.

Montag, 4. Juli - Drehtag 22

Der Juli bedeutet für uns den Schlussspurt-Monat. Vor uns liegen fünf fix terminierte Drehtage, einer wird aufgrund seiner "Größe" spontan organisiert werden. Der heutige Dreh war auch ein von langer Hand vorbereiteter. Allzuviel können und wollen wir hier nicht verraten, aber: die Darsteller haben sich vorher getroffen, um gewisse Bewegungsabläufe einzustudieren. Dazu holten wir uns die Hilfe von Profi-Stuntman Ginafranco Leandrin, der selbst schon einiges an Filmerfahrung vorweisen kann. Und zum ersten Mal kam unser "neuer" Kamerakran zum Einsatz, der darauf schon eineinhalb Jahre wartete 😉

Gecastet haben wir aber auch vier junge Leute - also für unsere Verhältnisse "junge Leute". Josefa Funke, Zsofia Bogdan, Matteo Bergmann und Lionel Bachelart sind uns allesamt beim Casting im April letzten Jahres im Hofbräukeller positiv aufgefallen. Franzi und ich haben sie dann in die obligatorische Döner-Budenszene mit eingebaut, die dieses Mal wirklich etwas anders ist als in den drei Folgen vorher. Alle Darsteller haben echt hervorragend agiert, die Kids genauso wie Uwe Diller und Giulio Machetti, für die es beide das erste Mal vor einer Kamera war. Die Zeit verging auch im Flug, ruckzuck waren vier Stunden rum. Am Ende haben wir dann traditionell noch am Set im Döner-Treff gegessen.

An der Stelle auch nochmal vielen vielen Dank an Güler und Ali Tüptük und ihrem Sohn für die Möglichkeit, in ihrer Lokalität drehen zu dürfen. Das machts halt auch aus, dass ein Lokalkrimi auch wirklich echt rüberkommt!

Sonntag, 26. Juni - Drehtag 21

Dreharbeiten in aller Öffentlichkeit sind immer so eine Sache. Den Profis ergeht es da oft ebenso wie den Amateuren: neugierige Zaungäste, wild winkende Jugendliche (obwohl, das machen auch Senioren...) oder wie in Würzburg eigentlich immer beim Drehen an der Tagesordnung erstaunte Touristen... Das kann nerven und auch aufhalten. Man überlegt sich freilich schon beim Schreiben des Drehbuchs, was man wie wo in der Öffentlichkeit drehen könnte. Und es gehört ja auch gerade in unserem speziellen Fall irgendiwe dazu, dass man mal "unter die Leut geht". Es macht einen Film einfach echter, und gerade Würzburg gibt doch so Einiges her.

Wir hatten uns entschieden, ein kleines Gespräch zwischen unserem Spurensicherungs-Duo Hermine Schnürle (Silvia Forster) und Dieter Hesselbach (Norbert Edelmann) mit Hauptkommissar Rabe (Gerald Schneider) auf dem Domvorplatz während eienr Mittagspause zu drehen. Es wurde dann doch recht lustig: ein älteres Touri-Pärchen wollte den Brückenschoppen-Auflauf auf der Alten Mainbrücke erklärt bekommen, andere erkundigten sich wo diese Straße, jenes Cafe und jeniger Platz zu finden sind. Gewunken oder sich bescheuert ins Bild gestellt hat sich dieses Mal niemand. Im Gegenteil: die Leute haben interessiert zugesehen, aber respektvoll Abstand gehalten. Und in einer knappen Stunde war die Szene auch im Kasten. Richtig on location, in einer gut belebten Fußgängerzone - echter gehts wirklich nicht 😉

Montag, 13. Juni - Drehtag 20

Das war wieder so ein Dreh auf den ich mich tierisch gefreut hab. Wenn man sowas schreibt und dann vor seinem geistigen Auge (falls vorhanden) die Figuren hat, und die erwachen dann quasi am Set zum Leben - für mich gibt's nix Schöneres. Das derbste Rollkommando aller Zeiten, bestehend aus Laszlo "Schaschlik" Obermüller (Andy Puhl), Leroy "Zulu" Schömig (Lenis Fük), Matthias "Mongo" Väth (Mario Iff) und Axel "Gonzo" Strick (also ich...) mischt den fiesen Immobilien-Hai Knut Herrlicher (Mike Smauley) auf. Die wüste Truppe rollt in einem alten Mustang vor und sorgt in der Hartmannstraße (Zellerau at it's best...) für gehörig Aufsehen...

Wenn nur das blöde, wechselhafte Wetter nicht gewesen wäre. Wir mussten zwischen zwei zu drehenden Szenen hin und her wechseln, was in mir wieder die alte Untugend der Ungeduld weckte - und ich meine sehr geschätzte Regisseurin und Co-Autorin Franzi damit abnervte. Sorry nochmal... 😉

Aber: wir hatten einen Riesenspaß! Nicht genug, dass das Rollkommando selber schon dauernd lachen musste (Stichwort: ...düdeldü...SCHEISSE!!!), auch unsere Else Kringel alias Karin Laug war mit am Start und beobachtete mit zwei Kaffeekranz-Kolleginnen (unsere Ausstatterin Tatjana Truchseß und Christine Hochstetter, die die Anfänge unserer Gruppe in den 80-ern ein Stück weit mit begleitete) das Treiben der Altherren-Gang. Auch die Ausstattung mit eigens angefertigten neuen Fensterverkleidungen passt hervorragend, und die Crew hinter der Kamera bewies Regenfestigkeit 😉

Es liegen nun drehintensive Wochen vor uns. Und wir liegen bis jetzt gut im Plan.

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Montag, 6. Juni -  Drehtage 18 und 19

Ja, hat ein wenig gedauert, bis wir wieder loslegen konnten. Aber irgendwie hätte es den ganzen Mai über nie bei allen Beteiligten richtig gepasst, und auch dieser endgültige Termin mit dem ersten Juni-Wochenende war bei der Vorbereitung schon eine unendliche Schieberei auf dem Terminkalender für die Crew und den Cast.

Nichts desto trotz hat es dann doch hingehauen, wir hatten (bis auf ein kleines Detail, was dann letzten Endes doch nicht so wichtig war...) alles an Ausstattung organisiert, und so stand der Dreh von acht Szenen und Szenenteilen an. Die Szenen in der Polizei standen an, drei verschiedene Büros, neue Mitspieler und Komparsen, Linda "dekorierte" Arshad Hassan alias Dolores de la Rue alias Divine von Homoberg wieder exzellent hin (was Arshad wieder einen hinreißenden Auftritt spielen ließ...), und wir wurden am Sonntag von Joeys Pizza gecatert. Wir hatten einen groben Stundenplan gestaltet, wann wer kommen musste, auch das haute ziemlich gut hin. Von den zu spielenden Szenen mal ganz abgesehen - denn hier zeigte sich die Routine der Darsteller unserer MK 2. Sie kennen ihre Rollen und sind sofort "drin", was letztlich dann auch Zeit spart, aber dennoch qualitativ wertiger ist als so manch andere, ähnliche Produktion, die ich kenne 😉

Fazit: zwei Tage, die zwar ein kleines bisschen anstrengend waren, aber eine Menge Material brachten und vor allem Eines zeigten: die Crew hat wieder Spaß am Drehen.

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Montag, 18. April die Zweite - ein Abend am Schnittplatz

Bei vielen Amateur-, Hobby- und Gelegenheitsfilmern, aber auch bei so einigen "Semi-Profis" ist es ja so, dass sie ihr Material erstmal komplett sammeln und "auf Halde" legen, bevor sie sich an den Schnitt machen. Das oftmalige und sprichwörtliche Ende vom Lied ist dann, dass sie den Überblick verlieren und/oder ein Projekt (egal ob Kurz- oder Spielfilm) im filmischen Nirvana verschwindet. Ich hab mir angewöhnt, die Szene zügist und zeitnah, also möglichst gleich am Tag nach dem Dreh zu sortieren und wenn zeitlich machbar auch vorzuschneiden. Wenn man einen Film dreht und den einigermaßen ernsthaft durchproduzieren will (organisieren, drehen, schneiden und montieren, "vermarkten"), dann sollte man sich eben auch die Zeit nehmen und sich so organisieren, dass alles reibungslos klappt und nicht ewig liegen bleibt. Schließlich hat man auch die Zeit der Darsteller in Anspruch genommen, und die wollen das Werk, in das sie ihre "Arbeit" investiert haben, auch irgendwann mal sehen.

Ich hab mich also gestern Abend mal in unser kleines Studio an den Schnittplatz begeben und die Szenen vom Tag vorher sortiert und vorgeschnitten. Waren zwar ein paar Stunden Arbeit, aber es rentiert sich. Für alle Beteiligten: die Macher, die Darsteller und das Publikum, welches den fertigen Film (also in dem Fall unseren) ab Mitte Januar 2017 hoffentlich wieder zahlreich im Kino ansehen wird 😉

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Montag, 18. April - Drehtag 17

Gestern inszenierten wir in den Räumlichkeiten von Wolfgang Laugs (unser Harry Strobel...) Sachverständigenbüro alle Szenen, die im fiktiven Lokalfernsehsender TV Frankenwarte spielen. Die Büros hier in der Nürnberger Straße sind ideal dafür, und wenn man weiß, dass hier früher ein Bordell beheimatet war, schwingt (zumindest für mich) noch mal so ne ganz spezielle Note mit. 😉

Auch in diesen Szenen wirken mit Sarah Hass, Horst Fuchs und Heinz Krämer drei ganz tolle Darsteller mit. Horst als immer etwas arrogant wirkender Senderchef Gosbert Fusswacht und Heinz als aufstrebender, zuweilen schmierig wirkender Producer und Neu-Moderator Holger Grönert spielen gerade in den Szenen, wo beide zusammen agieren müssen, - nun ja - sauecht 😀 Sarah Hass als Fusswachts Gattin Alisa stöckelt und kichert sich aber auch recht realistisch durchs Bild. Kurze Nebenauftritte hatten heute Franz Barthel (als er selbst) und Martin Menner als Anwalt des Senders. Ein Schmankerl liefert Steffen Preuss ab - in einer Rolle, die er von Berufswegen elf Jahre lang mehr als zur Genüge live und in Farbe "genießen" durfte. Und: achten Sie beim fertigen Film ruhig auch mal auf die Details, die entweder auf den Schreibtischen stehen oder an den Wänden hängen. 😉

Alles in allem ein schöner Tag mit tollen Darstellern und einer relaxten Crew. Jetzt ist erst mal wieder Drehpause bis Anfang Juni - erstaunlich viele Menschen fahren im April und Mai in Urlaub. 😉

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Montag, 11. April - Drehtag 16

Dieser Dreh erforderte Einiges an Vorbereitungen, denn schließlich treffen sich in der zu drehenden Szene 8 Leute, um ein verhältnismäßig opulentes, wenn auch recht bodenständiges Menue einzunehmen. Am Samstag unmittelbar vorher stand ich dann zwei Stunden in der Küche, briet Fleisch, schnibbelte Gemüse und machte alles soweit fertig, dass es am eigentlichen Drehsonntag nur noch in den Ofen am Set geschoben werden musste und dort über die Dauer des Drehs ruhig vor sich hin schmorte.

Auf die Szene selbst hatte ich mich schon riesig gefreut, und ich wurde nicht enttäuscht. Ein tolles Ensemble haben wir dafür zusammengebracht, welches sich in ein Gespräch verwickelt, dass sehr authentisch rüberkommt. Mike Smauley als großmäuliger Immobilienmakler Knut Herrlicher, gleichzeitig Gastgeber der illustren Runde, und Ursula Rösler als seine Gattin Mireille feierten ebenso ihre Premiere als Darsteller bei uns wie Katrin Pospischil, die wir bei unserem Casting vor einem Jahr entdeckten. Sarah Hass und Horst Fuchs als Ehepaar Fusswacht, Thomas Behl als Logenoberhaupt Dr. Martin Arnold, Bernd Lother als Peter Kuther und Sandra Hirsch als dessen Begleitung haben ja allesamt schon Erfahrung bei uns gesammelt. Summasummarum war dies eine der besten Szenen, die ich jemals am Schneidetisch montieren durfte. Großes, großes Lob an alle acht Darsteller! Und freilich auch unserer Crew, die Hand in Hand zusammenarbeitete und diese Meisterszene super ins Bild setzte.

Auch unseren Locationgebern René und Dr. Hans-Jürgen Legat möchte ich an dieser Stelle nochmals herzlich danken, dass wir diese recht personenintensive Szene bei ihnen drehen durften. Einmal dürfen wir ja nochmal dort antreten, wir freuen uns drauf.

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Dienstag, 29. März - zwischendurch zwei neue Making-Of-Videos...

Unser Making-Of-Mann Markus Rakowsky war über Ostern fleißig und hat zwei neue Videos mit Blicken hinter die Kulissen der Dreharbeiten fertiggestellt. Link Nr. 1 zeigt den 13. Drehtag im Straba-Depot, Link Nr. 2 ist vom Dreh in Der Marktbärbel, beide schön versehen mit Stimmen von den jeweiligen Sets. Ich glaub, der Film wird echt gut... 😉

https://www.youtube.com/watch?v=Hgo6VwI9J0g

https://www.youtube.com/watch?v=sDm3tMj9N-A

Montag, 14. März - Drehtag 15

Nach dem Kochstudio vom Drehtag 1 war das die zweite Szene, die man so im Film gar nicht sehen wird - zumindest nicht in Gänze. Ursprünglich wirklich nur als Teil des Prologs gedacht, in dem Else Kringel und unsere Neu-WG Strick/Rabe abends Fernsehen schauen, dachten wir uns, es wäre doch schade, wenn man die letzte "MainGespräch"-Sendung von Irmi Werner nicht auch komplett drehen würde. Und so entspannt sich in etwas mehr als 6 Minuten Gesamtlänge (die man dann als Bonus auf der DVD sehen kann) ein schräges Aufeinandertreffen höchst unterschiedlicher Talkshow-Gäste... Mehr wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Einen kleinen Eindruck davon werden unsere Zuschauer im Kino haben, aber wie gesagt: nur einen kleinen 😉

Der Dreh führte uns zum zweiten Mal nach "Falschspieler" in die "Marktbärbl" von Helga und Philipp Lotz in der Blasiusgasse. Leider hören die beiden Ende des Jahres auf, und damit verliert Würzburg erneut ein Stück urfränkischer Gastronomie. Wir sind jedenfalls sehr dankbar, dass wir das "MainGespräch" hier drehen durften. Mit von der Partie waren Monika Schiefer (unvergleichlich als aufgedonnerte Provinz-Talk-Lady Irmi Werner), Talia von Bezold als Marktbärbl-Wirtin, Arshad Hassan als Travestie-"Star" Divine von Homoberg und - Franz Barthel als er selbst. Beim Franz finde ich es immer wieder klasse, wie er sich mit Augenzwinkern und dezenter, diebischer Freude schauspielerisch bei uns einbringt und sich kleine Seitenhiebe auf die reale Medienwelt eben NICHT verkneift. Was im Fall dieser unserer neuen Dadord-Folge eben auch haargenau passt. Apropos haargenau: unsere Make-Up-Stylistin Linda Matthey hatte am Set diesmal alle Hände voll zu tun, unterstützt von unserer Ausstatterin Tatjana Truchseß. Monika, Talia und Arshad mussten allesamt entsprechend geschminkt und gestylt werden, was den beiden Mädels auch wieder hervorragend gelungen ist!

Seine Premiere an der Kamera feierte Norbert Katzenberger, der schon sich als TV-Frankenwarte-Kameramann bereits erste Komparsensporen bei uns erworben hat. Dirigiert von Regisseurin Franzi, unserem Chef-Kameramann Basti und Kameramann Andy durfte Norbert die zweite Kamera bei der Talkshowaufzeichnung führen. Ihm kommt freilich zu Gute, dass er sich in Sachen Video hobbymäßig auskennt, also auch nicht gänzlich unbedarft an die Sache herangeht. Wir freuen uns, dass er uns unterstützt!

Jetzt sind erst einmal wieder drei Wochen Ruhepause, bevor es nach dem Osterferienstress an eine wirklich große Dialog-Szene geht. Auf die ich mich persönlich schon sehr freue, denn hier kommen gleich vier "neue" Gesichter zu ihrem ersten schauspielerischen Einsatz bei uns. Ich bin jdenfalls schon sehr gespannt!

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Montag, 7. März - Drehtag 14

Ein bisschen war's wie Nostalgie... Die "Weiberwirtschaft" in Grombühl, betrieben von unseren alten Freunden Doris David-Betz und Wolfgang Betz - die einst unser langjähriges Premierenkino Daxbaude bewirtschafteten - war heute unser Drehort. Privat kehre ich gerne dort ein, und so haben wir es kurzerhand als Location mit in den neuen Film mit eingebaut. Es war auch fast ein "Familientreff" für Axel Strick, denn in dieser Szene geht er mit seiner Filmtochter Katharina (Ina Kolani) und deren Freund, dem jungen Staatsanwalt Benjamin Hack (Csaba Beke) zum Essen. Vielmehr muss er mit den beiden zum Essen. Außerdem versucht im gleichen Lokal TV-Frankenwarte-Moderator Holger Grönert (wieder sensationell Heinz Krämer!) die ebenfalls auftauchenden Hauptkommissare Rabe (Gerald Schneider) und Wolf (Christian Klühspies) mit schmierigen Ausreden zu beschwichtigen. Sehr gelungene Auftritte allenthalben, garniert mit netten Statisten in einer mehr als angenehmen Atmosphäre.

Und nächsten Sonntag geht die rrtv-Kneipentour gleich weiter - es gilt, Irmi Werners letzte Talkshow in der Marktbärbl in Szene zu setzen...

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Dienstag, 1. März 2016 - Drehtag 13

Im Vorfeld war so Einiges zu organisieren, schließlich war mit dem Drehort WSB-Betriebshof ein richtig "fettes Set" angesagt. Unsere Regisseurin Franziska und Kameramann Basti hatten sich die Location genau angeschaut, ein Rettungswagen und ein "Zivilstreifenwagen" wurden rangeschafft, und in einem alten Straßenbahnzug wurde gedreht. Und nicht zu vergessen: die Ausstattung der Szene! Die abgehackten Füße des Mordopfers einschließlich modisch lackierter Zehennägel waren ein ganzes Stück Arbeit für unsere Tatjana Truchseß. Aber: das sieht mehr als echt aus... Lasst Euch überraschen. Es war wieder so ein Dreh, von ein Rädchen perfekt ins andere griff, ohne Stress, ohne Hektik, alles easy going.

Im Film ist ja wieder mal Sommer - wie eigentlich immer bei uns - , aber an jenem Abend zeigte der Winter nochmal klare Kante. Während draußen die Autos herumschlitterten (hat ja wieder keiner gesagt gehabt, dass es schneien könnte...), agierten unsere Protagonisten in kurzen Hemden. Aber bei angenehmen Temperaturen ín dem wirklich riesigen Areal in der Sanderau, dem man von außen gar nicht ansieht, wie groß es wirklich ist. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die WSB für die unkomplizierte Kooperation und natürlich unserer Franzi für's Organisieren!  Nach rund 2 1/2 Stunden war die Szene dann im Kasten, einschließlich geschockter Straba-Fahrerin und den Maltesern, die uns ebenfalls sofort unterstützt haben. Der anwesenden Presse (danke an Wilma Wolf und Thomas Obermeier von der Main Post) hat's offensichtlich auch gefallen. Wir werden davon lesen.

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Montag, 15. Februar 2016 - Drehtag 12: "Massenszene" im WVV-Casino

Ich wollte ja eigentlich nicht mehr mit mehr als 10 Leutchen vor der Kamera drehen. Aber manchmal muss es halt dann doch sein. Und wenn es so läuft, wie es gestern beim "Empfang der Rotatoren" lief, dann revidiere ich gerne meine Meinung 😉 Es kommt freilich auch auf die jeweiligen Komparsen an. Die meisten haben wir nach dem Casting im Mai 2015 "verpflichtet", da war keiner dabei, den man nicht auch mit einem Text hätte vor die Kamera lassen können. Eine sehr bunte Mischung war da am Start, und so haben wir es auch aussehen lassen: Karnevalisten, Verbindungsstudenten, In-People - und ein Sangeskünstler, der nicht wirklich singen will. Wobei Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und Ereignissen... Na ja, Sie wissen schon. Erstmals spielte auch unser Special-Cutter, Plakat-, Karten-, Film-Corporate-Identity- und Titel-Designer Uwe Beck mit. Er mimt einen der beiden Veranstalter, der sich über das Fehlen der Klatschreporterin Irmi Werner mokiert - das Telefonat gegen Ende der Szene war richtig geil 😉 Und mit Frank Jüttner hatten wir sogar einen richtig erfahrenen Kleindarsteller am Start, der schon bei diversen "echten" Filmen mitwirkte.

Unsere Regisseurin Franzi Kneißl hatte die fast 40-köpfige Truppe auch sehr gut im Griff. Am Set testeten wir die neue Steady-Cam von únserem Kameramann Andy, der heute als "Haupt-Shooter" zum Einsatz kam, nachdem unser Basti krankheitsbedingt verhindert war. Ihm gelangen tolle Aufnahmen, seinen Nacken spürte er hinterher sicherlich aber auch 😉 Das Teil wiegt schließlich ein paar Gramm. Aber dafür eröffnen sich dann doch neue Perspektiven.

Fazit: wir haben viel gelacht, Linda Matthey hat wieder ihre ganze Kunst als Maskenbildnerin ausgespielt und der Sekt hat offenbar jedem geschmeckt... Jetzt gehts bald Schlag auf Schlag, in 14 Tagen steht quasi ein "Nacht-Dreh" an - Lasst Euch überraschen! Hier noch der Link zum Kurz-Making-Of dieser Szene von Markus Rakowsky:

https://www.youtube.com/watch?v=-mSKvcQUKSc

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Montag, 21. Dezember 2015 - die Planung für 2016...

Bis zu 15 weitere Drehtage stehen noch aus, um "Schein und Sein" fertig zu stellen. Dazu hatten wir alle Beteiligten - von der Crew, den Darstellern bis hin zu den Statisten - gebeten, uns ihre Urlaubstermine (soweit feststehend) und ihre "No-Go-Termine" mitzuteilen. Daraus haben Franziska und ich jetzt versucht, einen halbwegs funktionierenden Drehplan für 2016 zu machen. Die Prämisse war, bis Ende Juli alles im Kasten zu haben. Denn im Mai sowie Ende August/Anfang September sind sehr sehr viele am Projekt Beteiligte in Urlaub. Und so hätten wir noch Zeit, eventuelle Unwägbarkeiten wie Drehausfälle und Ähnliches kompensieren zu können.

An sich war alles wunderbar verteilt. Wenn aber dann plötzlich doch noch eine Nicht-Können-Terminliste auftaucht, die ausgerechnet den größten Drehtermin platzen lässt, ist das sehr sehr ärgerlich. Jetzt heißt es erst mal: neu nachgrübeln, Termine umschmeißen und auf "Verträglichkeit" in Sachen Personal und Zeit prüfen. Solche Sachen machen dann keinen Spaß.

Ich bin aber überzeugt, dass wir mit "Schein und Sein" unseren besten Dadord überhaupt abliefern werden. Wir lesen uns dann nächstes Jahr wieder. 😉

Montag, 14. Dezember 2015 - Drehtag 11

Das war very special gestern, dieser letzte Drehtag für dieses Jahr. Laszlo "Schaschlik" Obermüller, wieder 1a dargestellt von Andy Puhl, gemeinsam mit Axel Strick und Else Kringel zu Gast bei einer alten Dame, der "Omma Zürrlein" - die war mal in vergangenen Zeiten sozusagen die Tagesmutter der beiden Haudegen, und nicht nur von diesen... Maria Schräpler, in deren Wohnung wir das auch in Szene setzen durften, spielt die Frau, die von der Wohnungskündigung bedroht ist.  Freilich wurde viel gelacht beim Dreh - kein Wunder bei dieser Besetzung. Und natürlich sind auch wieder die berühmten "Goldfisch-Schuhe" mit am Start!

War ein schöner Abschluss für dieses Jahr. 2016 wird noch besser. Aber auch anstrengender, soviel sei schon mal verraten.

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Sonntag, 22. November - Drehtag 10

Tag 2 des Drehwochenendes, welches uns einen kleinen Vorgeschmack auf die Drehzeit 2016 geben sollte. Sprich: mehrere Szenen, die an einem Drehort in Szene gesetzt werden sollen, kompakt innerhalb von zwei Tagen aufzuzeichnen.

Da wir in einer der "echten" Tiefgaragen in Würzburg nicht drehen durften, fanden wir Ersatz in einer Anlage in Veitshöchheim. Dazu war auch richtiger Schriftverkehr notwendig, ein sechsseitiger Gestattungsvertrag wurde unterschrieben, aber alles wurde problemlos von der Bayerischen Versorgungskammer (der Eigentümerin der Wohnanlage) genehmigt. Es geht halt auch so.

Auf den Dreh hatten wir uns auch insofern diebisch gefreut, weil wir zum ersten Mal mit unserem "Opfer" drehten, der überkandidelten Klatsch-TV-Reporterin Irmi Werner (sagenhaft gespielt von Monika Schiefer). Unsere neue Make-Up-Stylistin Linda Matthey trimmte Monika sowas von echt an die Originalvorlage hin (wer das sein mag, sollen die Insider selbst erkennen... 😉 ), dass es eine Freude war, das "fertige Produkt" schließlich in Natura agieren zu sehen. Die Düsternis der Tiefgarage tat ihr Übriges, dazu die Kameraarbeit von Basti und Andy - ich bin auf den fertigen Schnitt gespannt. Außerdem traten zum ersten Mal für dieses Projekt auch wieder unser Streifen-Duo Tina Aschenbrönner (Jasmin Pfeifer) und Harry Strobel (Wolfgang Laug) zum Dreh an. Sie treffen auf der Suche nach Beweismitteln in der Tiefgarage auf den Obdachlosen Helmut (auch der hat ein Vorbild, wobei wir die Ähnlichkeit hier etwas aussen vor gelassen haben... 😉 ), den Peter Gademann mimt. Peter spielt schon zum dritten Mal mit, in "Vollmond" war er der Student, der hinter dem Kulturspeicher von Strick derbe geohrfeigt wurde, und im "Falschspieler" ging er als "Billardqueue-Opfer" im Filmstudio von Schaschlik Obermüller in die Rimparer Filmgeschichte ein... Kalt war's ingesamt, aber sehr produktiv!

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Samstag, 21. November - Drehtag 9

Heute war der erste von zwei Drehtagen in bzw. unter dem Haus, in dem unsere Regisseurin Franziska wohnt. Nachdem ja Hauptkommissar Rabe mittlerweile von seiner Susi (nebst dem gemeinsamen kleinen Sohn, der noch keinen Namen hat...) verlassen wurde, logiert er temporär bei seinem Kumpel Strick, der wiederum auch nur Gast in der Wohnung seiner Tochter Katharina ist. Entsprechend den Klischees statteten wir die Bude dann auch aus: Kartonagen unseres Catering-Sponsors, Getränkebehälter unseres Getränkesponsors, nur die Playboys und die kleinen Energy-Drink-Fläschchen sind "selbst angeschafft".

Begeistert hat uns an dem Tag unser Gerald Schneider, der sich beim Beschimpfen einer Lokalfernseh-Talkshow so in Rage redete, dass selbst unser sonst so besonnener Chefkameramann Basti anfangen musste zu lachen - und das nicht nur einmal. Und natürlich unsere Else Kringel, die sich in einer zweiten Szene Zugang zur gemeinsamen Behausung von Strick und Rabe verschafft. Ihrem Spiel zuzusehen ist wahrlich jedesmal ein großes Vergnügen. Die Zuschauer dürfen sich dieses Mal tatsächlich auf Einiges gefasst machen. 😉

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Dienstag, 10. November - Drehtag 8

Gestern Abend war es soweit: der erste Dreh für dieses Projekt mit Karin Laug alias Else Kringel. Die beim Publikum überaus populäre Figur der zänkischen Hausmeisterin aus dem Wohnblock Schwabenstraße 16 darf eigentlich in keiner Dadord-Episode mehr fehlen. Nachdem sie beim letzten Film "nur" zweimal in Erscheinung trat, darf sich die Fan-Gemeinde diesmal über ein paar mehr Auftritte freuen: Else trägt einen nicht unwesentlichen Teil zu einem Handlungsstrang von "Schein und Sein" bei. Erstmals sieht man auch ihre Wohnung von innen - wir haben das auch in einer "Alte-Leute-Wohnung" gedreht, die möbliert leersteht. Dazu freilich noch wichtige Klischee-Requisiten wie Goldfischli-Knabbergebäck und Eierlikör, ein "motorisierter" Fernsehsessel und ein sehr altes Scheinwähltelefon, und fertig ist Else Kringels Heim.

Karin Laug spielt die Else eigentlich schon seit den ersten Tagen der Vorgängerserie "Galgenstrick", so richtig zur Geltung kam sie jedoch erst mit der Dadord-Reihe. Ihre Performance macht schon beim eigentlichen Drehen einen Riesenspaß, wobei man aber auch auf die richtige Dosierung achten muß. Auf ihre "Schlabbergosch" möchten wir nicht mehr verzichten, und das Publikum darf gespannt sein, was Else mit dem aktuellen Fall zu tun hat 😉

Die kommenden letzten drei Drehtage werden zu zwei Dritteln "Else-Tage" sein. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon 😉

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Dienstag, 3. November - Drehtag 7

Gestern Abend waren wir - nochmal - über den Dächern von Würzburg zu Gange, um den zweiten Teil unseres Epilogs zu drehen. Diesmal gings in den 17. Stock des Hotelturms, wo wir eine Suite und die Terrasse für die Dauer des Drehs zur Verfügung gestellt bekommen haben. Sicher, es gibt größere und vielleicht auch "edler" ausgestattete Suiten, aber das Ambiente und die Location Hotelturm selbst sind einfach klasse. Auch die Gespräche mit und das Entgegenkommen der Hotelleitung in Person von Direktor Thomas Winands sind ein Musterbeispiel dafür, wie unkompliziert es doch sein kann. Komplizierter war dagegen die Bürokratie, die mit der Einholung einer "Sonder-Aufstiegsgenehmigung für Nachtaufnahmen" mit Andrè Markerts Copter vonnöten war. Hier eine Erlaubnis, da eine Genehmigung plus Gebühr, da weiß man wieder, in welchem Land man lebt 😉 Dafür durfte André dann für uns von der Terrasse aús ein paar stimmige Flugaufnahmen einschießen.

Zum ersten Mal im Einsatz für uns war an dem Abend auch Linda Matthey, die sich um ... Nein. Mehr wird hier nicht verraten. Ihr werdet's dann ja sehen... 😉

Insgesamt lief auch dieser Dreh recht entspannt ab. Und das Hagenauer-Taxi taucht auch wieder auf, ja. 😉

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Montag, 26. Oktober 2015 - Drehtag 6

So ein neues Projekt bringt freilich auch immer Neues mit sich. Neue Leute, neue Technik, neue Locations - wobei Letzteres diesmal nur bedingt zutraf. Unser "Verhörraum" war ja schon immer in den Büros der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft in Würzburg. Nur sind die mit dem Teil der Räume, in denen wir bislang schon dreimal zu Gast sein durften, innerhalb des Hauses umgezogen. Der neue Verhörraum ist ein ganzes Stück größer als der alte, was unser Chefkameramann Bastian Samfaß mit seinem durchdachten Lichtkonzept und der Kamerapositionierung jedoch schnell vergessen machte. Hier setzt unsere neueste Errungenschaft ein: flache LED-Panels von Aputure, die man mit dem Sony-NP-AKkusystem betreiben kann, die wir auch bei unseren Cams und Fiedlmonitoren verwenden. Kein Kabel stört mehr, die Lichtausbeute ist stufenlos regelbar, und man kann sie herrlich verstecken, weil sie eben nicht sehr groß sind. Dann noch hervorragende Gast-Darsteller wie Martin Menner, der einen sehr siegessicher-arrogant wirkenden Anwalt spielt plus wieder Heinz Krämer, der zwar kein einziges Wort in der Szene sagen durfte, aber seine Angst überzeugend rüberbrachte - mit den altgedienten Dadord-Hasen Gerald Schneider, Christian Klühspies, Ulf Pieconka und Thomas Behl im Verbund kam eine sehr schöne "Verhör-Szene" heraus.

Das Set hatten wir schon tags zuvor aufgebaut. Wenn ich mir überlege, was für Diskussionen wir früher immer hatten, als wir noch "normale" Filmleuchten einsetzten - bis die immer "richtig" positioniert waren... Ihr mehrkt schon, ich bin ein "dodaler" Fan vo demm LED-Zeuch 😉

Weiter gehts in einer Woche, die Drehtage kommen jetzt schon wieder fast Schlag auf Schlag.

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Montag, 5. Oktober 2015 - zwischendurch is' auch immer was...

Der Oktober ist Urlaubszeit. Also für viele Beteiligte vor und hinter der Kamera bei unserem Projekt. Aber zwischendrin gilt es auch, das Eine oder Andere zu organisieren oder einzukaufen.

Franziska und ich waren so zum Beispiel auf Location-Besuch. Zuerst durften wir uns die Suiten im 17. Stock des Hotelturms ansehen - bei strahlend schönem Sonnenschein und Herbstatmosphäre ist die Aussicht von der Terrasse ganz oben auf dem unübersehbaren Bauwerk der Oberoberoberhammer. Sehr angenehm auch das Entgegenkommen von Hotel-Chef Thomas Winands, solche "Zusammenarbeiten" machen uns das "Arbeiten" als semiprofessionelle Filmproduktion (die wir nach wie vor ja sind...) halt auch leichter. Wir freuen uns schon sehr auf den Dreh Anfang November.

Außerdem nahmen wir das künftige "Quartiersmanagement-Büro" der Figur "Knut Herrlicher" in Augenschein. Eigentlich sind die Räumlichkeiten mitten im Kiez um die Hartmannstraße/Benzstraße vom ZAQ (Zukunft durch Ausbildung im Quartier), einem Projekt meines Arbeitgebers Handwerkskammer Service bei der Stadtbau angemietet. Beide haben uns schon die Erlaubnis erteilt, die Büros für unseren Dreh im kommenden Jahr nutzen zu dürfen. Ich mag es einfach, Locations richtig "on Location" zu haben, sprich: je echter der Ort, um so glaubwürdiger die im Film zu transportierende Atmosphäre. Auch da sehe ich dem Dreh mit Spannung entgegen.

Unser Chef-Kameramann Bastian Samfaß bereitet sich mittlerweile schon fast akribisch auf jede Szene vor. Sogar kleine Storyboards zeichnet er, etwas, das beim "echten" Film üblich ist, wir aber immer konsequent vermieden haben 😉 Jeder Studentenfilmer schüttelt sich mit Grausen, wenn er von uns hört, dass wir keine Storyboards machen - okay, Folks, jetzt schon. Nur halt net so aufwändig. 😉

Man merkt auch während der Dreharbeiten,  dass dieses oder jenes Zubehör vielleicht nicht schlecht wäre, wenn man es denn hätte. Oder man kommt drauf, wenn man sich da und dort im Netz umsieht. Außerdem muss man Requisiten anschaffen, ob Überwachungskamera-Atrappen, Interkom-Ohrstöpsel oder kitschige Smartphone-Taschen mit Strass-Besatz. Und so fließt das Geld aus dem Budget-Topf langsam, aber stetig davon 😉

Jetzt harren wir der Dinge, die da kommen. Nächster Dreh ist erst am 25. Oktober.

Sonntag, 19. September 2015 - ein Drehbericht im UP-Magazin

Das UP-Magazin ist ein kleines, aber feines Heft, dass in Würzburg erscheint und an gezielt ermittelte Haushalte im Stadtgebiet verteilt wird. Herausgeber Rainer Adelmann, ein ehemaliger Main-Post-Kollege von mir, hat usn beim Dreh am Stadtstrand begleitet und auch sonst einen richtig schönen Artikel über uns und die Dreharbeiten geschrieben. Hier der Link zum Artikel im Magazin - viel Spaß beim Lesen!

https://www.upmagazin.de/wuerzburg/ein-finger-kommt-per-post

Dienstag, 15. September 2015 - Drehtag 5

Ich glaube, so bald während einer Produktion haben wir noch nie einen Teil des Epilogs, also der Schluss-Szene eines Films, gedreht. Weil wir aber für dieses Jahr vorzugsweise all die Szenen angesetzt haben, bei denen wenig Leute vor der Kamera zum Einsatz kommen, war es halt jetzt schon so weit. Rabe und Strick treffen sich in ihrer Stammkneipe "Zum Loisl", wo wir nun auch schon zum dritten Mal drehen durften. Und es macht immer wieder Spaß, vor allem weil Wirt Alois "Loisl" Bullik (an sich ja auch Rimparer...) mit Feuereifer dabei ist und weil seine urige Kiez-Kneipe einfach ne geile Kulisse ist. Schließlich spielt er auch noch sich selbst, was natürlich auch immer extrem gut rüber kommt, weils halt auch "echt" ist.

Diesmal haben wir gar nicht so viel Aktion beim Einleuchten gehabt wie sonst - unser Chef-Kameramann Basti nutzte viel von dem vorhandenen Kneipenlicht, was eine entsprechende Stimmung suggeriert. Und unsere neuen LED-Scheinwerfer, behängt mit entsprechenden Folien taten ihr Übriges dazu. So war der Dreh auch wieder recht entspannt, nach knapp zwei Stunden war alles im Kasten. Dieses Mal musste ich KEIN alk-freies Hefe trinken, was mir garantiert wieder aufgrund mangelnder Gewöhnung auf den Magen geschlagen wäre. So wars alkfreies Pils, an dem ich mehr oder weniger nippte, so damit es aussieht, als haut Strick wieder seine Abendration weg 😉

Jetzt ist erst mal wieder Ruhe im Karton bis Ende Oktober, denn sehr sehr viele von Cast und Crew machen jetzt erst mal Urlaub. Mal sehen, wie's dann weitergeht 😉

Dienstag, 18. August 2015 - Drehtag 4

Und wieder hatten wir Dusel, was das Wetter betrifft: kaum stehen wir am Stadtstrand, um eine wirkliche Mini-Szene zu drehen - ein Handyvideo - reisst die Wolkendecke auf und die Sonne taucht eine der schönsten Locations Würzburg in malerisches Abendlicht. Irgendwie passt derzeit alles, das kann ruhig so weiter gehen. Und trotzdem die Szene wirklich mit Minimalaufwand umzusetzen war, kam fast die ganze Crew, um dabei zu sein: für mich ein untrügliches Zeichen, dass alle sehr motiviert an den neuen Streifen herangehen. Gut, wer arbeiten musste, sich auf nen Krankenhausaufenthalt vorbereitete oder wessen Auto nicht ansprang, das passiert. Sonst wären echt alle da gewesen 😉 Und das freut mich als Produzenten sehr!

Endlich drehen wir mal was am Stadtstrand. Lange hatte ich es Jochen Würtheim, dem Impresarion der Location, ja schon versprochen. Und heute wurde es wahr! Es war auch die Premiere von Heinz Krämer, der in "Schein und Sein" den leicht großspurigen Ersatz-TV-Moderator Holger Grönert spielt. Und wie er ihn spielt - ohne Textblatt als Sicherheit, den Monolog vor der Kamera 1a drauf, ein Traum. Elf Jahre musste Heinz von seinem ersten Casting 2004 im Chambinzky bei uns warten, bis wir eine Rolle für ihn hatten, die auch passte. Aber die spielt er, und das kann ich jetzt schon sagen, mit Bravour. Es gab aber auch ein Wiedersehen mit Arshad Hassan, der schon seit "Das Schwert von Sankt Kilian" immer wieder bei uns mitspielt. Am heutigen Drehtag nur kurz und als Stimme aus dem Off, aber seine Stunde schlägt noch - im kommenden Jahr, worauf wir uns alle sehr sehr freuen!

Jetzt ist erstmal urlaubsbedingt etwa einen Monat Pause, bis Drehtag 5 ansteht. Der führt uns dann an ein altbekanntes Set: den "Loisl" in Grombühl. Aber vielleicht werde ich ab und an dennoch hier was schreiben, denn zwischendrin passiert ja auch ab und an Wissenswertes zur Produktion.

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Sonntag, 9. August 2015 - Drehtag 3

Zum Glück erwischten wir ein kühleres "Fenster" für den Dreh, den wir im Ringpark anberaumt hatten. Es war nicht ganz so heiß wie in der Tagen davor oder wie es in den Tagen danach werden sollte. Dazu kommt freilich die natürliche Abkühlfunktion der Parkanlage mit seinen hohen Bäumen und Sträuchern. So war es dann doch sehr angenehm im "Klein Nizza", wie der Würzburger diesen Teil des Ringparks schon immer liebevoll zu nennen pflegt.

Ich hab mich gefreut, wieder mal mit Franz Barthel zusammen zu drehen. Franz spielt sich, den erfahrenen alten Journalisten, wieder selbst. In dieser Szene trifft er sich mit Hauptkommissar Rabe (Gerald Schneider) zu einem konspirativen Gespräch, was für den Verlauf des Films nicht ganz unerheblich ist. Mit ihm zu drehen macht richtig, richtig Spaß, er ist und bleibt ein Vollprofi, der immer passend improvisiert, Dialoge ein wenig natürlich aufpeppt und unserer Sache freundschaftlich verbunden ist. Im Verlauf der neuen Episode wird er nochmal auftauchen - wie, das erfahrt Ihr natürlich hier 😉

Lustig war auch die hohe Frequenz a) an Joggern, b) mit ihren Kinderwägen spazieren gehenden Müttern (ein Gruß an Uli, die Frau unseres Kameramanns Bastian 😉 ) und c) asiatischen Touristen. Nicht zu vergessen diejenigen Parkspaziergänger, die dachten, wir seien "die vom Tatort", der teilweise - was ein Zufall - nahezu zeitgleich in Würzburg gedreht wird. Aber das kennen wir ja noch vom BR-Krimi "Freiwild", der zeitgleich mit unserem ersten Dadord "Töchter und Söhne" 2007 hier entstand und wir auch dauernd mit denen (und die mit uns...) verwechselt wurden. Besser kann man gar nicht auffallen.

Unser Making-Of-Mann Markus war auch wieder fleißig und hat dieses kleine Video vom Dreh gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=Bxe3x39TrSc

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Dienstag, 4. August 2015 - Drehtag 2 

Zugegeben: es war wettertechnisch ein bisschen zitterig für uns. Noch am Nachmittag sah es etwas düster und regnerisch aus, was bei den momentan herrschenden Temperaturen seltsam zu sein scheint. Aber pünktlich zum Treff am Hochhaus Schwabenstraße 16 klarte der Himmel auf, es war zwar noch a weng frisch da oben im 15. Stock, aber: tolles Licht, und Windstille. Wichtig für die Copter-Aufnahmen, die André Markert drehte. Der erste gedrehte Dialog des Films mit seinen beiden Hauptprotagonisten Rabe und Strick, schön in Szene gesetzt beim Bier des Sponsors und mit leeren Kästen desgleichen.

Alles lief wieder ganz gechillt vonstatten, die Crew war gut mit dabei. Im Anschluss erschreckten wir wohl ein kleines bisschen unsere Film-Dönerbude am Ende der Schwabenstraße, als ein Teil von uns zum Essen anrollte - nein, wir haben nicht vergessen, uns vorher zum Dreh beim Ügelhütt anzumelden. Den gibts dann erst nächstes Jahr 😉 Ach ja: auch hier hat unser Markus Rakowsky ein kleines Video zu gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=Do4MtW7ROhw

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Montag, 27. Juli 2015 - Drehtag 1

21 Monate nix gedreht. Aber die Pause hat uns glaub ich ganz gut getan. Das war auch der eindeutige Tenor gestern beim Dreh. Die Mannschaft hat sich teilweise - was die Aufgaben betrifft - neu formiert. Und sie hat wunderbar harmoniert, kein Gezeter, alles ganz gechillt und mit viel Spaß sind wir einen Dreh angegangen. der an sich mehr eine "Fingerübung" war. Denn die gedrehte Szene mit dem großartigen Horst Fuchs als TV-Frankenwarte-Chef Gosbert Fusswacht in seinem ganz eigenen Kochstudio ist keine Szene, die so tutto completto im Film zu sehen sein wird. Wir werden sie irgendwann demnächst auf unserem Youtube-Kanal und in der facebook-Gruppe für diese Episode posten. Ab und an wird die leicht absurde Show mit dem Titel "Würzburgs bester Hobbykoch" vielleicht auf irgendeinem im Hintergrund einer anderen Szene laufenden Fernsehbildschirm zu sehen sein. Lass Euch überraschen! Ein Ganz-Kurz-Making-Of von unserem Markus Rakowsky gibt's hier schon mal zu bewundern - viel Spaß dabei: https://www.youtube.com/watch?v=ZsFVhgl8pJ0

Ansonsten lief alles wie geschmiert. Bastian, Andy und Ulf haben die Küche in Andys Haus schön ausgeleuchtet, dazu haben wir erstmals unsere neuen LED-Scheinwerfer verwendet. Selbst nach drei Stunden Dauerlicht sind die noch nicht mal lauwarm... Kein Vergleich zu den alten Leuchten, wo man jedes Mal Angst haben musste, dass die Transportbehälter in Flammen aufgehen. 😉 Franzi als Regisseurin ist der Hammer, sie hat alles im Blick, alles im Griff, ich kann ihr zu 1000 Prozent das Set alleine überlassen. Und alle wissen, es wird gut!

Nächste Woche wird's dann luftig: wir steigen am zweiten Drehtag aufs Dach der Schwabenstraße 16. Und wenn das Wetter passt, wird dann auch ge-coptert. Sprich: André Markert macht Aufnahmen von oben auf die Protagonisten Rabe und Strick, die in der zu drehenden Szene ihr Feierabendbier über den Dächern der Stadt genießen. Aber das ist eine andere Geschichte...

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Dienstag, 21. Juli 2015 - es ist viel passiert. Inzwischen.

Zugegeben: ich war etwas schreibfaul in den letzten Wochen, um nicht zu sagen Monaten. Dabei hat sich doch schon so einiges getan, und wir stehen knapp eine Woche vor Beginn der Dreharbeiten. Doch der Reihe nach:

- unser Casting vom 26. April im Hofbräukeller

Zusammengefasst kann ich sagen: schee wars, wenn auch anstrengend für ALLE Beteiligten. Das Interesse war enorm, 67 Leute und ein Hund waren da. Wartezeiten von 2 bis 3 Stunden mussten in Kauf genommen werden, bis die Kandidatinnen und Kandidaten alle drankamen. Freilich warn jetzt nicht alle wirklich talentiert, aber wir haben doch eine ganze Menge der Leutchen für Komparsen-, Statisten- und vereinzelt sogar für Kleindarstellerrollen "verpflichten" können. Alles lief relativ glatt, und wer zu spät kommt, den bestraft radio rimpar - das gilt auch für Profis. Franziska und ich werteten kurz darauf die Videos der Interessenten aus und benachrichtigten alle via E-Mail, Whatsapp, Facebook usw. Unser Making-Of-Kameramann Markus Rakowsky hat darüber eine schöne 5-Minuten-Doku erstellt, die man hier ansehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=a54e-joW41M

- die Drehplanung für 2015

Wie wir schon beim letzten Mal gemerkt hatten, wird es immer schwieriger, die Masse der Mitwirkenden vor und hinter der Kamera so zu koordininieren, dass ein halbwegs vernünftiger Drehplan zustande kommt. Diesmal hatten wir alle Beteiligten aufgefordert, ihre Urlaubsplanung respektive No-Go-Termine bis Ende des Jahres abzuliefern. Und das hat nahezu perfekt geklappt! Franzi und ich waren nun gefordert, anhand der Szenen und Verfügbarkeiten von Crew und Darstellern einen Drehplan bis Ende 2015 zu erstellen. Wir entschlossen uns, hauptsächlich die Szenen in diesem Jahr zu drehen, bei denen a) wenig Darsteller am Set sein müssen und b) Dreharbeiten mit höchstens zwei Szenen an einem Set nötig sind. Das gibt zum Einen ein entspannteres Drehen nach rund 21 Monaten (!!!) Drehpause, zum Anderen sind wir dann wieder soweit, im kommenden Jahr die richtig großen "Kracher" umzusetzen. Ein bisschen blöd ist das nur für unsere gecasteten Gäste, deren Szenen sind alle erst 2016 fällig. Warten ist da angesagt. Elf Drehtage 2015, nochmal 16 nächstes Jahr... Es bleibt spannend.

- Mantsche Mantsche in der Maskenbildnerei

Wie ja jeder in der Filmbeschreibung lesen kann, finden sich ja mehrere Körperteile unserer Starmoderatorin Irmi Werner an verschiedenen Stellen der Stadt wieder. Um das umzusetzen, traf sich unser teilweise neu formiertes Spezialeffekte-Team (Lis Böhm, Tajana Truchseß und Linda Matthey) im Kunstsaal der Rimparer Maximilian-Kolbe-Schule. Dort fertigten die Damen mit Alginat (einer Abformmasse) und diversen Silikon-Arten entsprechende Abgüsse von Darstellerin Monika Schiefer, die ganz tapfer die 2 1/2-stündige Prozedur über sich ergehen ließ. Auf das Resultat bin ich gespannt...

- eine Woche noch...

Nachdem die wichtigsten Drehgenehmigungen da sind - so weit waren wir bislang selten vor Beginn eines neuen Projekts - stehen wir in den Startlöchern. Am Montag, den 27. Juli gehts los, und das mit einer Innenaufnahme. Stichwort: Würzburgs bester Hobbykoch... 😉 Diverses Ausprobieren neuer Sachen in Sachen Kameratechnik und Zubehör, neue Mitspieler, neue Locations - ich freue mich, dass es wieder losgeht!

Samstag, der 21. März 2015 - langsam, aber sicher!

Unser erstes Produktionscrew-Treffen im Würzburger Hofrbäukeller ist nun auch schon wieder einen Monat her... und alle waren da, bis auf unseren neuen Making-Of-Man Markus, der an dem Abend Generalprobe im Chambinzky hatte. Die in Teilen neu formierte Truppe könnt Ihr derzeit auf der Titelseite dieser Homepage sehen, demnächst wird dann auch der entsprechende Infoteil hier unter "Über uns" aktualisiert werden, wenn die Solo-Fotos der Damen und Herren da sind 😉

Es ist schon spannend, wenn man mit so einer engagierten und kreativen Mannschaft zusammen arbeiten darf. Neuer zweiter Kameramann ist Andy Fritz, Mitbegründer von rrtv und bei den letzten beiden Episoden als Regieassistent und Darsteller mit dabei gewesen. Erster Kameramann bleibt Bastian Samfass, unser (relativ) frischgebackener Ehemann und Vater 😉 Ulf Pieconka, der auch Co-Produzent und Darsteller des Staatsanwalts Kessler ist, sowie Andre Markert (der auch für die wirklich immer sensationellen Nachtviews von Würzburg verantwortlich zeichnet) sind die Reserve-Kameraristi. Andre wird auch mit seinen Kameradrohnen für neue Einblicke sorgen. Ralf Schrüfer, mittlerweile ebenfalls frisch verheiratet, bleibt unser Tonmann Nr. 1, vertreten von Matthias Greulich, der in dieser Funktion auch schon beim "Falschspieler" aktiv war. Lis Böhm und ganz neu (zumindest hinter der Kamera) Tatjana Truchseß zeichnen für die Make-Up-FX verantwortlich, und da kriegen sie ja diesmal gut was zu tun 😉 Franziska Kneißl wird diesmal auch mehr Regie führen, schließlich hat sie ja mit mir das neue Drehbuch verbrochen - und wer sonst als der/die Verfasser selbst könnte die bunt zusammengewürfelte Schar an Darstellern und Crewmitgliedern besser führen?

An diesem Abend haben wir wirklich gut diskutiert (wobei dies ein wenig das falsche Wort ist...) und Lösungen für die kleineren Problemchen, die wir bei der Locationsuche noch haben, gesucht und oft auch gefunden. Alles ist noch nicht geklärt, aber das wird. Wie immer.

Fest steht auch, dass wir am Sonntag, den 26. April von 10.30 bis 16 Uhr im großen Saal des Hofbräukellers wieder mal ein Casting veranstalten - gesucht werden Kleindarsteller und Statisten/Komparsen. Dazu demnächst mehr hier!

Freitag, der 20. Februar 2015 - da braut sich was zusammen! 😉  

Lang scho nix mehr g'hört, gell? Ja, in der Tat. Nach all dem Streß, der mit dem Dreh, der Aufführung und der Weitervermarktung vom "Falschspieler" verbunden war, hatte ich die Losung ausgegeben, dass wir alle ein bisschen runterkommen sollten. Also runterkommen nicht im Sinne von ver-kommen, sondern die ganze Crew brauchte eine längere Auszeit als sonst.

Es hat sich ja so Einiges getan hinter den Kulissen: Tonmann Ralf und Kameramann Bastian haben geheiratet, Letzterer wurde sogar noch Vater. Zwei altgediente Recken sind ausgeschieden - Kameramann Hans-Bernd und Making-Of-Kameramann Bert gehen quasi in den Ruhestand. So galt es, die produktionsfreie Zeit zu nutzen, um sich umzuorganisieren und teilweise neu zu besetzen. Man wird altbekannte Leute in neuen Positionen wieder treffen, und demnächst trifft sich die zum Teil erneuerte Crew zu ihrem ersten Treffen. Danach könnt Ihr hier mehr lesen und vielleicht auch sehen - schließlich wäre es an der Zeit, mal ein Crew-Foto zu haben 😉

Ganz untätig in Sachen neuer Produktion waren wir freilich nicht. Der fünfte Dadord wird den Titel "Schein und Sein" tragen, das Drehbuch haben Franziska Kneißl und ich schon im vergangenen Sommer gemeinsam fertig geschrieben. Immer wieder haben wir Gespräche mit Darstellern geführt und haben die Besetzung in den wichtigsten Neben-Hauptrollen denke ich gut hinbekommen. Dennoch werden wir voraussichtlich Ende April noch ein Casting durchführen, schließlich brauchen wir noch ein paar Leute vor der Kamera in kleinen Rollen und als Komparsen/Statisten. Auch darauf werden wir noch gesondert hier und auf facebook hinweisen.

Worum es in "Schein und Sein" geht könnt Ihr in der Rubrik "Filme" unter "Dadord" nachlesen. Ich freu mich schon riesig auf diese neue Produktion, vor allem bin ich stolz auf Franziska, die wirklich schon Einiges für das Projekt getan hat. Sie wird auch mehr Regie machen dieses Mal - drauf hat sie's auf alle Fälle!

Bis die Tage, liebe Gemeinde...

 

Freitag, der 11. Juli 2014 - wie die Zeit vergeht!

Seit Ostern gibt es die DVD bei allen bekannten Verkaufsstellen, und ein bisschen was ist seitdem schon auch noch gelaufen. Aber nur ein klein bisschen was 😉

Im Mai durften wir unseren zweiten Dadord mit dem Titel  "Tod im Wengert" anlässlich der Tage der Justiz im großen Schwurgerichtssaal des Strafjustizzentrums in der Ottostraße zeigen. Das war nun wirklich mal ganz was anderes. Warum wir nicht den "Falschspieler" zeigten, dürfte für Kenner des Films logisch sein - die Handlung hätte nun nicht so wirklich zu dem bayernweit von der Justiz begangenen Infowoche in den Gerichten gepasst 🙂 Trotzdem: die, die da waren, waren begeistert, und Landgerichtspräsidentin Anna Maria Stadler zeigte sich ebenfalls beeindruckt - auch wenn freilich es nicht immer juristisch korrekt zugeht 😉

Am 6. und 9. Juli trauten wir uns auf "außerirdisches" Terrain: zwei gut besuchte Vorführungen des "Falschspielers" im Movie-Kino Marktheidenfeld waren angesagt. In dem kleinen, aber feinen und hochmodern ausgerüsteten Kino liefen wir beim 1. Marktheidenfelder Filmfest, das Filme aus und für Franken zeigte. Hat Spaß gemacht, und mit Jasmin Pfeifer (unserer Tina Aschenbrönner) hat ja auch ein Hädefelder Eigengewächs mitgewirkt. Jasi, Ulf und ich waren auch bei der Sonntagsvorstellung anwesend, die Reaktionen der Leute waren durch die Bank positiv. Wenn sogar die MSP'ler über uns lachen können, macht das freilich Mut. Danke für die Möglichkeit, wir kommen gerne wieder!

Mittwoch, 19. März 2014 - ein toller Abend im Nordosten...

In Schwanfeld war ich ja noch nie. Als mich Fredy Groth von der https://www.empathie-agentur.de/ ansprach, ob wir uns vorstellen könnten, den Film in einem Einrichtungshaus zu zeigen, war ich zuerst ein klein wenig skeptisch. Die Firma Dietmann sagte mir freilich etwas, so unbekannt ist diese ja nun nicht. Dort werden in regelmäßigen Abständen Kabarett-Abende und Ähnliches veranstaltet, und in genau so einem Rahmen sollte auch unser "Falschspieler" laufen. Gesagt, getan - Die Inhaberfamilie Dietmann und das Team von Fredy Groth organisierten eine so genannte "Kino-Nacht", wobei Abend treffender gesagt wäre. Binnen kürzester Zeit war der Abend mit 140 Personen restlos ausverkauft. Ich hab echt gestaunt, wir haben sogar so gut wie nur Dadord-Novizen da gehabt, die noch nie was von uns gesehen hatten. Aber die Stimmung war bombig, es wurden DVDs verlost und ich durfte sogar Plakate signieren. Auch Familie Dietmann war total begeistert. Im stilvollen Rahmen gab es leckere Häppchen und ausgesuchte Weine, alles im Eintrittspreis inklusive.

Damit ist die offizielle Tour nun wirklich abgeschlossen. Es steht noch eine interne Sponsorenveranstaltung an, und die im berühmt-berüchtigten IMAX im Mainfrankenpark. Mal sehen, was das wird 😉

Samstag, 8. März 2014 - nach einem Abend im Süden...

Ausgemacht hatten wir die Aktion "Ehrenamtskarten-Kino" schon im September 2013. Das Amt für Jugend und Familie des Landkreises Würzburg, in persona dessen Leiter Hermann Gabel, kam auf mich zu und fragte an, ob man den "Falschspieler" nicht auch im südlichen Landkreis und da speziell für die Inhaber der Ehrenamtskarte zeigen könne. Eigentlich wäre ja seitens des Amts das Casablanca in Ochsenfurt als Spielort angedacht gewesen - aber deren eher gespaltetenes Verhältnis zu unserer Art des Filmemachens (oder sind es doch eher persönliche Gründe, ich weiß es nicht...) verhinderte eine Aufführung des Films in dem altehrwürdigen Programmkino in der Gauhauptstadt. Stattdessen ging's nach Giebelstadt in das große Gasthaus Lutz. Und ich muß sagen: klasse Location, etwas größer als unser neues Premierenkino im Würzburger Hofbräukeller. Etwa 130 Leutchen aus dem ganzen Landkreis kamen, viele davon aber eher aus dem "Süden", die eher nicht nach Würzburg ins Kino fahren würden. Ich hatte mich mit Franzi Kneißl, Gerald Schneider und Ulf Pieconka auf den Weg nach Giebelstadt gemacht, und wir wurden nicht enttäuscht - langer, großer Applaus, viel Gelächter und großer Zuspruch auch hinterher.

Das könnten wir irgendwann mal wiederholen 😉

Freitag, 21. Februar - der Sturm ist vorbei.

20 Vorstellungen liegen jetzt hinter uns, 19 offizielle und eine Spezialvorstellung für die Justiz. Viele viele Zuschauer waren da, und die meisten waren begeistert von unserem "Baby", dem "Falschspieler". Gut, es haben sich ein paar Leute über die teils derbe Sprache mokiert (was eigentlich nach jedem unserer Filme irgendwie immer der Fall ist 😉 und es gab Besucher, die von den blanken Brüsten zu Anfang des Streifens irritiert waren. Aber man kanns halt nicht jedem Recht machen. Wer bei uns die heile "Bulle-von-Tölz-Welt" erwartet, geht mit falschen Voraussetzungen in unsere Filme... Der größte Teil der Zuschauer zeigte sich jedoch sehr amüsiert, das Lachen und der Applaus waren Balsam für uns als Produzenten, auch die Darsteller genossen das Lob durch das Publikum.

Jetzt stehen noch drei Aufführungen an, zwei "geschlossene Gesellschaften" und eine exquisite Vorstellung im Küchenhaus Dietmann in Schwanfeld an, die ganz offiziell besucht werden kann. Dann erscheint am Gründonnerstag, den 17. April die DVD. Die gibts dann beim Hugendubel in Würzburg und Schweinfurt, der Buchhandlung Schöningh und dem Multimedia-Service am Heidngsfelder Ostbahnhof. Und natürlich in unserem Online-Shop hier auf der Homepage.

Dann ist erst mal Pause. Ich bin müde...

Montag, 10. Februar - Endspurt im Kino, Teil 1

Es liegen noch fünf Aufführungen im Kino vor uns. Ein Phänomen, das wir aus den letzten Jahren kennen, zeigt sich auch hier wieder: wenn's aufs Ende zugeht, ziehen die Zuschauerzahlen an. Die Sonntage sind im CinemaxX traditionell immer am besten besucht, sogar bis auf ein paar Plätze vorne immer ausverkauft. Jetzt füllt sich der Saal 1 aber auch Montags und Dienstags, was uns natürlich sehr freut.

Zwei Anekdoten will ich den nicht facebook-Mitgliedern hier jedoch auch zum Besten geben (dort hab ich sie schon veröffentlicht...): Frau an der Sonntags-Tageskasse. "Ich hatte 5 Karten auf Maier bestellt." "Steht hier nicht auf der Liste..." "Doch, ich hab auf den Anrufbeantworter gesprochen! 5 Karten auf Maier..." ""Hier steht aber nix auf Maier..." "Aber ich hab doch auf den AB gesprochen!" "Kann es vielleicht nicht doch auf nen anderen Namen gewesen sein?" "Hm..." (Frau überlegt.) "Ähm... Müller vielleicht...?" "Ja, auf Müller sind 5 Karten reserviert..." Alltagswahnsinn bei uns.

Oder das hier: Ältere Dame nach der Vorstellung. "Der Abspann lief zu schnell. Haben Sie den auch ausgedruckt da?" "Nein, tut mir leid." "Ich will aber genau wissen, wer da mitgespielt hat!" "Ich hab den Abspann aber nicht ausgedruckt da..." "Im Theater, wo ich sonst immer hingeh, gibts das aber auch!" "Sie können ja die DVD kaufen und den Abspann langsam ansehen..." "Wenn ich hier 9 Euro ausgegeben hab, kauf ich mir doch keine DVD mehr..."

Tja. Shit happens...

Mittwoch, 15. Januar - die erste Runde ist rum.

Zwei volle Vorstellungen im Hofbräukeller, zwei dreiviertel-volle Vorstellungen im CinemaxX - die erste Runde unserer Tour ist vorbei. Interessant ist vor allem die Unterschiedlichkeit des Publikums. Zwei Tage im Kino, zwei unterschiedliche Verhaltensweisen. Gut gelaunt waren alle, nur manches Mal scheint sich keiner zu trauen, auch mal zu lachen 😉 Aber wir sind sehr zufrieden, die Vorverkaufszahlen für die anstehenden Vorstellungen sind sehr sehr gut und nehmen stetig zu. Beim ersten Kinotermin wurden allerdings 24 vorbestellte Karten gar nicht abgeholt, ein Umstand, den auch das "normale" Kino immer mehr beobachtet. Siehe meinen Blogbeitrag eins tiefer: alles wird immer unverbindlicher und unzuverlässiger.

Oder die Typen, die nicht lesen oder hören können. Oder wollen, muss man manchmal fast denken. Man weist schriftlich und auf dem Kartenanrufbeantworter auf ausverkaufte Termine hin - und für welche Termine wird dann trotzdem versucht zu reservieren? Dreimal dürfen sie raten... A bisserl Hirn wär schon schön 😀

Dennoch freuen wir uns über die vielen neuen Zuschauer und deren Lob sowie natürlich die Stammgäste, die uns jetzt schon Jahre begeleiten und uns immer wieder mit ihrem Zuspruch erfreuen. Für sie alle machen wir das.

Samstag, 11. Janaur 2014 - der erste Tag danach...

Hinterher fragt man sich dann, warum man sich vorher verrückt gemacht hat. Der Stein und die Last auf meinem breiten Buckel, die mir gestern abend heruntergefallen sind, hat man meilenweit knallen hören 😉 Zum Glück war nicht nur ich mir nicht sicher, ob das alles so funktionieren würde. Auch mein Co-Produzent Ulf Pieconka war leicht skeptisch. Ich glaube, wir hatten beide nach dem "Schlußgong" ein breites Grinsen im Gesicht. Das Premierenpublikum ist dermaßen abgegangen, dass es eine Freude war, "von hinten" zuzuschauen. Die haben bei Sachen gelacht, wo ich nicht im Traum dran gedacht hätte, dass das jemand zum Lachen findet. Und was lernen wir daraus? Das Publikum ist unberechenbar, im positiven wie im negativen Sinne 🙂 Mal sehen, wie's in den kommenden Vorstellungen aussieht.

Die Rückmeldungen waren jedenfalls durch die Bank sehr positiv, vor allem, was den Wortwitz betrifft und die kleinen, oft versteckten Gags. Danke danke danke, liebes Premierenpublikum - DAS WAR HAMMER !!!

Donnerstag, 9. Januar 2014 

Prost Neujahr! Ab morgen wird's dann ernst. Die Premieren im Hofbräukeller sind beide ausverkauft, der Kinovorverkauf läuft richtig gut an. Für die erste Sonntagsvorstellung gibts nur noch an der Tageskasse ein paar Restkarten. Dann liegt eine "Tour" von 22 offiziellen und inoffiziellen Vorstellungen vor uns, soviel wie noch nie in unserer 30-jährigen Geschichte.

Die Rand- und Begleiterscheinungen solcher Aktionen sind teilweise belustigend, manchmal ärgerlich, und oft ringen sie mir einfach nur ein Kopfschütteln ab: Leute bestellen Karten und rufen bzw. mailen ein paar Tage später, weil sie vergessen haben, für welchen Termin sie eigentlich reserviert haben. Sehr sehr viele nutzten diesmal auch die Möglichkeit des Ticketversands. Ein paar davon bestellen einfach für einen Termin, um die Karten an Weihnachten zu verschenken - ohne natürlich darüber nachzudenken, ob der Beschenkte überhaupt da kann... Ergebnis: langwierige Umtauschaktionen. Oder die Schlaumeier, die beim Reservierungsformular einen Termin korrekt anwählen, im Textfeld aber schreiben "Alternativ können Sie uns auch auf den und den oder den Termin buchen..." Da fehlen mir echt die Worte. Mittlerweile habe ich die Titelseite der Homepage schon viermal umgestaltet, weil es auch immer noch Leute gibt, die den großen HIER-Button zum Reservierungsformular nicht finden oder sogar die Termine (!!!) übersehen...

Witziger ist da schon, wenn sich um Tickets zur Premiere im übertragenen Sinne gebalgt wird. Da wollen sich Nachzügler auf meinen Schoß setzen oder auf den Boden des Hofbräukellers, da wird hinterrücks um drei Ecken bei Bekannten um offene Premierenkarten angefragt, oder es wird um Pressekarten gebettelt von Leuten, die ich nicht mal persönlich kenne (und ich denke, ich kenne die Journallie aus Würzburg ganz gut!). Oder man will jetzt schon vorab DVDs vom neuen Film, weil man zu keiner Vorstellung (wie oben erwähnt: 19 offizielle Vorstellungen!!!) kommen könne.

Ein alter Wegbegleiter von mir meinte kürzlich, die Gesellschaft wird immer unverbindlicher und oberflächlicher. Und ein anderer Bekannter lobte widerum unsere Zuverlässigkeit im Einhalten von Zusagen. Damit mag ich, mögen wir vielleicht schon fast Dinosaurier in der heutigen Zeit sein. Aber diese "klare Kante" hat uns da hin gebracht, wo wir heute stehen.

Und dennoch: Ich freue mich schon auf die Premieren. Und auf unser Publikum.

 

Montag, 9. Dezember 2013

Jetzt gehts in die etwas wärmere Phase. Der Vorverkauf startet morgen am 10.12. offiziell. Die Premiere am 10. Januar ist bereits ausverkauft, viele Darsteller, Komparsen aber auch Sponsoren und VIP-Gäste (ja, sowas haben wir auch!) haben schon eingecheckt. Ich hoffe, unsere Fans haben Verständnis dafür, dass sie "erst" zur zweiten Hofbräukeller-Vorstellung und den Kinoterminen ihre Tickets reservieren können. Aber bei sovielen Mitwirkenden ist es schon fast normal, dass die zur eigentlichen Premiere kommen. Und auch kommen sollen, schließlich haben sie teilweise viel Zeit und Energie in das Projekt investiert, und da will man schließlich sehen, was draus geworden ist 😉 Witzig ist, dass immer wieder Leute anrufen und mailen und schon Karten haben wollen, bevor der offizielle Startschuss zum Kartenverkauf gefallen ist. Das zeigt das ungebrochene Interesse an unserer kleinen Krimireihe. Und macht mich schon ein wenig stolz.

Heute wird auch die Musik unseres Komponisten Klaus Wolf fertig. Im Lauf der Woche werde ich diese dann nach und nach dem fertig geschnittenen Werk hinzufügen, und dann schaun mer mal...

Sonntag, 10. November 2013

Mittlerweile ist die dritte, "ansehbare" Version vom "Falschspieler" geschnitten und wartet darauf, von unserem Musikus Klaus Wolf entsprechend vertont zu werden. Ich bin derweil am Müll durchwühlen, was es so an Outtakes und Absurdem von den Dreharbeiten zu finden gibt. Schließlich ist es Tradition, dass der Zuschauer nach dem Abspann noch ein bisschen hinter die Kulissen gucken darf. Wird nicht einfach, soviele oder besser: so wenige Verbappler wie dieses Mal gab's noch nie... Unser Making-Of-Kameramann Bert versorgt mich dann auch noch mit seinen Sachen, denn er registriert als dauernder Schatten bei den Dreharbeiten oft mehr Dinge, als wir von der aktiven Produktionscrew selbst.

Das Design für Plakat, Flyer und Eintrittskarten steht soweit auch. Uwe Beck von Sixbeckmedia, der schon alle unsere Dadord-Kampagnen bisher gestaltet hat, war auch diesmal recht kreativ - ich bewundere seine Geduld, wenn wir vom Produzententrio "da noch einen Würfel weg, da noch was dazu, dort mehr Licht und Schatten" usw. usw. möchten. Ich kann Uwe gar nicht of genug Danke sagen...

Fest steht im Übrigen auch der Premierenort: im großen Gastraum des Würzburger Hofbräukellers. Nachdem unser Premierenkino Daxbaude ja nach all den Jahren zumachen musste, ist die Location in der Zellerau denke ich ein würdiger und stilvoller Nachfolger.

Wir könnten jetzt schon Karten wie die Dollen verkaufen, so groß ist die Nachfrage. Aber: der Kartenvorverkauf beginnt erst ab Mitte Dezember. Bitte einfach immer mal auf der Homepage hier nachsehen, dort werden dann entsprechend die Onlineformulare freigeschaltet.

EPILOG

Tja. Das war's dann mit den Dreharbeiten zum Projekt "Falschspieler". 20 Tage, 20 Abenteuer. Eine bunt zusammengewürfelte Crew, in manchen Funktionen neu oder zusätzlich besetzt. Und wieder wird nicht alles so perfekt sein, wie es "echte" Filmemacher (und vielleicht auch mancher von uns selbst 😉 gerne sehen würden. Aber was ich bisher so gesehen habe, hat auch dieser Film "Seele", und darauf kommt's den Zuschauern, für die wir ja auch drehen, schließlich und endlich an.

Mein Akku ist diesmal wirklich leer. Ich freue mich aber trotzdem, wenn ich jetzt ins Studio gehe und die bereits allesamt vorgeschnittenen Szenen zum "großen Ganzen" montiere, unser Klaus Wolf wieder die Musik macht, und Uwe Beck die Ein- und Ausgangstitel programmiert. Kein anderer Film von uns vorher war so schwierig zu organisieren, am Anfang holperte es aus vielen Gründen doch sehr. Rollen musste umbesetzt werden, Drehtage aus Krankheitsgründen gecancelt, die Terminfindung war extrem kompliziert diesmal. Wir werden irgendwie alle älter, jeder hat mehr zu tun und andere Prioriäten. Ich gebe auch zu, dass ich im ersten Drittel der Dreharbeiten kurz davor war, hinzuschmeißen. Aber wie hat schon die olle Nina Ruge am Schluß ihrer doofen ZDF-Klatsch-Sendung immer gesagt: "Alles wird gut!" Davon können sich unsere Fans und alle anderen Zuschauer ab dem 10. Januar überzeugen.

Hier im Blog wird es sporadisch freiulich immer wieder kleinere News zum Kartenvorverkauf etc. geben.

Sonntag, 27. Oktober 2013 - 20. Drehtag. Der letzte.

Bis auf die Tatsache, dass mein Co-Produzent Ulf Pieconka und ich fünf Minuten zu spät am Set erschienen sind - was mich tierisch genervt hat, ich bin nämlich eigentlich ein pünktlicher Mensch und verlange das auch von meiner Umwelt - verlief dieser letzte Drehtag doch sehr gut. Tag 2 auf der Aufnahmestation des Würzburger Juliusspitals brachte einige Drehs, die für die Handlung des Films sehr sehr wichtig sind. Da wir unsere Sache n über Nacht in der Klnik lassen konnten und wir auch sonst wussten, welche Einstellungs-Möglichkeiten wir hatten, verlief das Set in recht geordneten Bahnen.

Überhaupt war die Organisation des gesamten Wochenendes genau darauf abgestimmt, wo was mit wem abgdreht werden musste. Zig verschiedene Darsteller an verschiedenen Zeitpunkten des Films zu Tages- und Nachtzeiten - darüber hatte ich mir als Organisator arg den Kopf zerbrochen. Letztlich drehten wir am Samstag erst auf dem Gang, dann im vorgesehenen Krankenzimmer. Am Sonntag fingen wir im Zimmer an und arbeiteten uns zurück über den Krankenhausflur nach draußen vor die Klinik vor. Und wie eigentlich fast das ganze Projekt über hatten wir Glück mit dem Wetter: erst beim allerletzten aufzunehmenden Take öffnete der Himmel seine Schleusen 😉

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Samstag, 26. Oktober 2013 - 19. Drehtag. Eine ganze Krankenstation allein für uns!

Wir waren ja nun schon öfters zu Gast im Juliusspital in Würzburg. Die dortige Krankenhausverwaltung ist immer offen für unsere Dreharbeiten ansprechbar, der Kontakt ist freundlich und absolut wertvoll. Das sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, andere Institutionen dürften sich hier mal eine Scheibe abschneiden - ich rede dabei nicht von der Stadt Würzburg, bei der wir auch tonnenschwere Steine im Brett haben. So stellte uns das "Julius" die so genannte Aufnahmestation zur Verfügung, die von Freitagnachmittag bis Montagmorgen geschlossen ist. Wir hatten also eine komplette Station für uns alleine zur Verfügung, in der wir in Ruhe drehen konnten.

An diesem ersten von zwei Drehtagen war mein Adrenalinspiegel phasenweise wieder recht hoch. Ich weiß selber nicht, warum ich da in letzter Zeit wieder in alte, längst abgelegt geglaubte Untugenden verfallen und meine Nerven für jeden offensichtlich blank liegen. Vielleicht fehlt mir auch bei manchem die völlige Konzentration auf die zu drehende Szene, so, wie ich es von mir selbst verlange. Vielleicht war es auch nur die Restnervosität bei diesem Dreh, der der am aufwändigsten zu organisierende des ganzen Projekts war. Schließlich und endlich haben alle Beteiligten schon heute super mitgezogen, und wir haben bei einem Take glaube ich eine richtig bedrohliche Szenerie schaffen können...

Schauen wir mal, wie's bei Tag 2 aussieht.

Sonntag, 20. Oktober 2013 - 18. Drehtag. Wieder zu Gast im Döner-Land...

Wir hatten die beiden im Kebap-Haus spielenden Szenen ja schon beim "Vollmond" mitgedreht - bis die Entscheidung fiel, technisch auf das HD-Format umzurüsten. Außerdem stellte ich damals fest, das wir im Eifer des Gefechts nicht aufgepasst hatten und sich alles Mögliche in der breiten Fensterfront des Dönerladens spiegelte, was da nicht zu sehen sein sollte (Making-Of-Kameramänner, Scheinwerfer u.ä.) Also gut, auf ein Neues! Zudem haben wir den Schluss des Films ein wenig modifiziert, von daher war der neue Dreh nicht umsonst.

Herbstlich wars, und der Film selbst spielt ja im Sommer. Man verzeihe uns also ein wenig Herbstlaub 😉 Unsere Lis fegte eifrig den Parkplatz vor dem Laden leer, auf den Bernd Lother alias Peter Kuther mit seinem (geliehenen) 911-er vorfahren musste. Mit Bernd, Gerald und Ugy (der Dönermann Ahmet Ügelhütt) macht das Drehen halt einfach Spaß, drei so unterschiedliche Charaktere, aber alles ging glatt. Trotz Regens verlief der Dreh dann doch recht stimmig, und abschließend wurde auf türkisch gezecht.

Jetzt steht uns noch das kommende Wochenende im Juliusspital bevor. Dann ist der Film auch fertig...

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Samstag, 28. September 2013 - 17. Drehtag. Schöne Kulisse, traumhaftes Wetter! 

Ich mag ja so idyllische Orte, auch wenn man mir das nicht unbedingt zutraut. Der See in der Lindleinsmühle, hinter Stricks Filmwohnung im Hochhaus Schwabenstrasse 16, ist so ein Örtchen. Den kennen die "Einheimischen", Ortsfremden bleibt er eher verborgen. Vor zwei Jahren, kurz nach unserem letzten Dreh dort, wurde der gar nicht mal so kleine See von der Stadtbau geleert und von allerlein Unrat wie Einkaufswägen, Fahrräder etc. gesäubert. Baden darf man dort nicht, was ich ohnehin aufgrund der Verunreinigungen durch Entendreck eh niemandem raten würde. Und genau mit diesem Verbot spielen wir ein wenig in unserer diesmaligen "Else-Kringel-Szene" - schließlich wird sie von einer jungen Dame namens Lilli (gespielt von der Tochter unseres CI-Designers Uwe Beck) darauf hingewiesen, dass "der dicke Strick sich scho widder im Dümpl bäd"... Auch vor dem Hochhaus konnten wir diesmal ohne Störungen (wie beim letzten Mal durch betrunkene alte Männer...) drehen.

Erstaunlicherweise lief der Dreh ohne viel Zaungäste ab. Samstagnachmittag wallfahren offenbar doch nicht so viele Lindleinsmühler an der idyllischen Kulisse vorbei. Nur die immer präsenten Enten schauten neugierig zu. Mit dem Wetter hatten wir auch ein Riesenglück, strahlender Sonnenschein sorgte für ein fantastisches Licht, was man der Szene glaube ich auch supergut ansieht.

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Dienstag, 10. September 2013 - 16. Drehtag. "Du kummsd hier ned nei!"

Wieder spielen wir mal mit Klischees zur Erheiterung unseres Publikums. Strick legt sich vor einer Disco mit drei Türstehern an, um so die Aufmerksamkeit seines alten Schulkollegen Schaschlik Obermüller zu erlangen. Was ihm mit brachialen Methoden auch vorzüglich gelingt...

Dank unserer Tina-Aschenbrönner-Darstellerin Jasmin Pfeifer und ihrem Freund Wolfgang Weier, langjähriger Pressesprecher des Airport und mittlerweile Gescäftsführer beim Würzburger Stadtmarketing, konnten wir das altbekannte Airport als Schauplatz für besagte Szene "requirieren". Komparsen fanden wir auch recht unkompliziert - so traten einige ehemalige Schülerinnen von mir ebenso an wie interessierte Airportmitarbeiter und Freunde meiner Assistentin Franziska. So hatten wir eine schöne dichte Schlange aus Discobesuchern vor dem Eingang, den die drei (fiktiven) Türsteher Tobi, Taner und Peter bewachten. Diesmal war ich es, der seinen Text nicht drauf hatte - war wohl zu aufgeregt 😉 Aber wir hatten denke ich alle unseren Spaß, alles hat gepasst und Andy Puhl in seinem fantastischen 70-er-Outfit (man beachte die topmodischen Plateauschuhe mit Aquarien-Absatz!!!) spielte seinen Schaschlik wieder mehr als glaubhaft.

Es wurde nur etwas kühl am Abend. Ich merks heute an meiner laufenden Nase...

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Zwischenrein: Freitag, 6. September 2013 - Kleinscheißdreh mit Polizeiauto

Ich mag die kleinen Guerilla-Drehs, die ich als Kamera-/Tonmann machen kann, weil sie nicht aufwändig zu drehen sind. Und wenn man dafür dann noch konspirativ und schnell an ein Polizeiauto kommt, um so besser. So konnten wir eine kleine Füllszene sowie kleinere Takes für den ebenfalls neu zu gestaltenden Serienvorspann produzieren. Danke an Jasmin Pfeifer und Wolfgang Laug, dass die Nummer so relativ spontan entstehen konnte.

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Zwischenrein: Dienstagmorgen, 3.45 Uhr, 3. September 2013 - auf der Alten Mainbrücke

Mir kam vor Kurzem eine Idee für eine kurze Aufnahme, die wir in unseren neuen Serienvorspann integrieren könnten. Der muss ja jetzt auch in HD sein, dazu müssen kurze Szenen entweder aus dem neuen Film genommen werden oder man dreht eben eigene Sequenzen nur für den Vorspann. Da meine "Figur" Axel Strick ja einem guten Tropfen nie abgeneigt ist, er dabei aber regelmäßig übertreibt, fand ich es witzig, den Dicken inmitten der Alten Mainbrücke liegen zu lassen, neben sich ein leeres Glas und ein leerer Bocksbeutel - mit Blick über das Pflaster der Brücke Richtung Dom im Schein der Laternen. Gesagt, getan - mehr oder weniger spontan verabredete ich mit unserem Reserverkameramann André Markert, der ehedem eine Nachteule ist und sowieso Richtung Festung unterwegs war, um von dort Zeitrafferaufnahmen mit dem Sonnenaufgang über der Stadt zu drehen.

Unglaublich, wieviele Studenten da noch unterwegs waren. In Scharen und die meisten reichlichst alkoholisiert torkelten sie über die Brücke. Eine Blondine, völligst z'ammg'soffn, zieht plötzlich ihre Schuhe aus und lallt rum: "Würzburg ist sowas von langweilig! www.langeweile.de ..." Dann will sie auf das steinerne Brückengeländer steigen - zum Glück wurde sie von ihrer Freundin davon abgehalten. Mich wunderts gar nicht, dass da immer wieder welche in den Main fallen und ersaufen... Beim ersten Versuch des Drehs tauchte eine Polizeistreife auf, die uns aber einfach ignorierten. Kurz bevor wir den zweiten Versuch starten wollten, dachte eine besorgte junge Frau, ich sei echt irgendwie unpässlich: "Oh Gott, ist Ihnen nicht gut? Gehts Ihnen schlecht?" Es gibt sie also doch noch, die jungen Leute, die nicht nur teilnahmslos in der Weltgeschichte rumhängen und sich um nix scheren 😉

Beim Abbauen von André's Kamerslider wollte dann noch eine Gruppe freundlicher Brauhausgäste wissen, ob wir irgendwie "von der Schauspielschule Bochum" seien oder was mit dem "Schoppenfetzer" zu tun hätten... Leute, ich sag's Euch: soll nochmal eine(r) sagen, in Würzburg sei nix los!

Sonntag, 25. August 2013 - 15. Drehtag. Wie sieht eigentlich ein Billig-Erotikfilm-Studio aus?

Zugegeben - ich spiele gerne mit Klischees. Wenns dann auf den ersten Blick auch noch ein wenig abseitig und grotesk wirkt, um so besser! Die Idee war, den "Nebenerwerb" von Stricks anderem Schulfreund Laszlo "Schaschlik" Obermüller zu zeigen. Der ist im Film nicht nur der Türsteherkönig von Würzburg, sondern obendrein auch noch Chef der "Frankenhengst-Productions", die absolut billige Pornos dreht. Und so musste auch das Set gestaltet werden: primitiv und leicht schmuddelig. Bereits am Samstag davor trafen sich deshalb meine Assistenten Franziska und Andreas sowie Ulf und ich, um im vierten Stock einer ehemaligen Fabrik in der Gneisenaustraße das Set aufzubauen. Zwei mit schwarzem Molton verkleidete Boxen, eine davon heimelig mit lieblos hingeschmissener Matratze (aber mit Kopfkissen!), das andere für Liebhaber härterer Sachen nur mit einem alten Tischchen. Jetzt galt es nur noch, die ganze Szenerie mit Leben zu füllen...

Man muß für sowas Darsteller und/oder Komparsen haben, die so einen Jux mitmachen. Dank der großen Improvisationskunst von Andy Puhl, der den Schaschlik Obermüller spielt und sich so richtig als mieser Pornotyp und Ausbeuter rüberbrachte, aber auch den Darstellern der "Darsteller", haben wir da glaube ich wieder eine richtig schöne kleine Perle produziert.  Mir war auch wichtig, dass die Zuschauer beim Ansehen des fertigen Films nicht mit völlig nackten Tatsachen konfrontiert werden, sondern sich das meiste im Kopf abspielt. Das gilt vor allem für die SM-Nummer und dem Billardqueue, aber auch die Oma-Puppe im Dirndl. Last Euch überraschen.

Klasse auch, wie das Rumpf-Team hinter der Kamera an diesem Sonntag zusammen harmoniert hat. Als nächstes gehts dann vor's Airport. Aber das wird eine ganz andere Geschichte...

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Sonntag, 11. August 2013 - 14. Drehtag. In einer beneidenswerten, traumhaften Location.

Ich gebe zu: es gibt Dreharbeiten, vor denen habe ich vorher a weng en Bammel. Weil sie viele Darsteller und/oder Komparsen brauchen, einiges an Vorbereitung benötigen und man nie weiß, wie sie ablaufen. Der Dreh hier war eine Mischung aus Bammeldreh und Gespanntseindreh. Und es war ein kleiner Ausflug in unsere rrtv-Vergangenheit: wir drehten im Anwesen unseres Mit-Gründers Andreas Fritz, der ja seit dem Vollmond-Projekt wieder mit an Bord ist. Inmitten eines traumhaft angelegten Gartens mit viel Wasser und Grün zu drehen, zusammen mit einer wirklich handverlesenen Gruppe an Darstellern und Komparsen, dazu ein wirklich ideales Wetter - das hatte was. An der Vorbereitung war Andy auch organisatorisch mitbeteiligt, er kümmerte sich ums Catering und die Ausstattung der Szene. Ein großes Dankeschön für die Möglichkeit und die Hilfe an dieser Stelle an Andy.

Die Stimmung am Set war prima, den Beteiligten hat es samt und sonders gefallen. Im Film wird hier das Zusammentreffen von Strick und der etwas mysteriösen Würzburger Loge L 704 dargestellt, mit der der rüpelige Privatdetektiv von seinem alten Schulfreund Peter Kuther (dargestellt von Bernd Lother) zusammengebracht wird. Dort trifft Strick ausgerechnet jemanden, mit dem er sonst sehr wenig am Hut hat. Und eine alte Bekannte, mit der er schon in der Eröffnungsszene im El Paradiso "im Nahkampf" zugange war 😉

In zwei Wochen gehts weiter, dann wird's leicht "pornös" - lasst Euch überraschen.

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Sonntag, 21. Juli 2013 - 13. Drehtag. Wieder mal zu Gast in der Rechtsmedizin.

Wenn es nur immer so unkompliziert bei echten Behörden so ablaufen würde wie im Institut für Rechtsmedizin der Universität Würzburg... Auch hier waren wir nun schon zum dritten Mal zu Gast (nach "Das Schwert von Sankt Kilian" und "Vollmond"). Dr. Thomas Tatschner ist ein Fan von uns, und ich von ihm. Eben weil er unkompliziert ist 😉

Was mich noch ganz besonders freute, war die Zusage von Markus Grimm, den Pathologen Dr. Will nochmals zu verkörpern, der schon bei "Vollmond" für Begeisterung nicht nur beim Publikum sorgte. Markus spielt diesen "zu-alles-und-allem-etwas-Wissenden" Grünkittel so intensiv, dass es schwer fällt, nicht schon beim Dreh grad raus zu lachen. Auch diesmal erklärt er unserer MoKo 2 Gott und die Welt. Oder in dem Fall eher Frank Sinatra, das Iphone und die Funktionsweise einer Machete. Da bleibt selbst in der kühlen Sezierhalle kein Auge trocken.

Der Dreh ging auch recht entspannt und schnell über die Bühne. Nach zwei Stunden inklusive Auf- und Abbau war alles im Kasten. Jetzt muss erstmal unser Bus zum TÜV, dann gehts Mitte August weiter.

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Sonntag, 14. Juli 2013 - 12. Drehtag. Ein Ausflug ins Paradies.

Dieser Dreh war aus verschiedensten Gründen mit Spannung erwartet worden. Gut, wir haben in den vergangenen Jahren ja schon in "solchen" Häusern gedreht ("Fröhliche Weihnachten", "Töchter & Söhne"). Aber hier war's irgendwie neu: andere Besitzer, ein neuer Club, den wir quasi einweihen durften - übrigens eine tolle Location, der Gent's Club im El Paradiso. Lauter hübsche Frauen (die haben wir selbst mitgebracht) vor der Kamera, im Whirlpoolzimmer konnte ich endlich Wolfgang Laugs langjährigen Wunsch nach einer Badeszene mit Mädels erfüllen und im Hauptraum tanzte eine sogar richtig an der Pole-Stange. Die Models wurden frisurtechnisch von unserer Diana K. "aufgefrischt" und ich denke, wir haben schon eine nette, wenn auch für manchen Stammzuschauer ungewohnte Auftaktsequenz geschaffen. Mehr will ich hier nicht verraten, schauts Euch selbst an.

Ein Dankeschön geht hier ausdrücklich nochmals an Rene und seine Frau-/Mannschaft vom El Paradiso, die uns herzlich und unkompliziert empfangen haben und sich beim Zuschauen doch ganz schön amüsiert haben. Vor allem über den völlig betrunkenen Strick, der "am Morgen danach" derangiert am Boden des Clubs wieder aufwacht 😉

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Dienstag, 25. Juni 2013 - 11. Drehtag. Ein Abend in der Stammkneipe von Rabe und Strick.

Der "Loisl" in Grombühl hat sich mittlerweile zur Stammkneipe der beiden Dadord-Hauptfiguren Rabe und Strick entwickelt. Dort macht's eigentlich immer Spaß zu drehen, vor allem, weil Originalwirt Alois "Loisl" Bullik mit Spaß dabei ist und uns mit seiner urigen Kiezkneipe eine richtig geile Location zur Verfügung stellt. Zum dritten Mal waren wir nun dort - und noch nie waren so viele Zaungäste dabei. Irgendwie hatte es sich herumgesprochen, dass wir an jenem Abend dort zwei Szenen drehen wollen. Anfangs war ich zugegeben etwas genervt, weil zuviel durcheinander geredet wurde und ein Stativ sich nicht so zerlegen ließ, wie ich es gerne gehabt hätte. Nichts desto trotz hat meine Super-Franzi (die Regieassistentin, aufmerksame und treue Drehblog-Leser wissen, wenn ich meine...) die Komparsen schnell im Griff gehabt und unser "Rabe" Gerald Schneider als bekanntes Tüfteltalent das Problem mit dem Stativ gelöst.

Die Szenen selbst waren schnell im Kasten. Eine kurze mit Synchron-Bier-Trinken und einem kurzen Dialog zwischen Gerald und mir, eine etwas längere mit Bernd Lother, der im Film meinen alten Schulkollegen "Peter Kuther" spielt, der Strick mit der geheimnisvollen Loge L 704 zusammenbringt. Witzigerweise waren Bernd und ich tatsächlich einmal Klassenkameraden: in den goldenen 70-er Jahren in der damals nicht ganz so goldenen Jakob-Stoll-Realschule... Nun ja, ich bring halt manchmal gerne durchaus Autobiografisches mit in unseren Drehbüchern unter 😉

Jetzt ist erst mal 14 Tage Ruhe, Mitte Juli geht's weiter. Und dann wird's heiß 😉

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Sonntag, 23. Juni 2013 - 10. Drehtag. Frühmorgens im Park.

Eigentlich hätten wir ja wirklich um 4.30 Uhr bei Sonnenaufgang drehen sollen. So war's dann halt 7.30 Uhr, um des lieben Schlafes aller Beteiligten Willen 😉 Die zweite Szene des Films stand auf dem Morgen-Programm, in der der arme Ralph Wüst als "Schöner Ray" Erdmann ganz übel zu Tode kommt: mit einer Machete im Kopf treibt er im Pleicher See in der Bahnhofsglacis. Dem Ganzen gingen einige Vorbereitungen voran. Zwei Perücken für Ralph mussten zurechtgemacht werden, eine für "vorher" und eine mit dem entsprechenden Mordinstrument drin. Dazu stieß Diana Kasprzyk in unser Team. Die Rimparer Friseurmeisterin ist zudem noch Visagistin und eine tolle Unterstützung neben unserer lang gedienten FX-Frau Lis Böhm. Die beiden haben das wirklich super hingekriegt. Das Gartenbauamt hatte außerdem extra wegen uns noch mit dem Ablassen des Tümpels im Zuge angesetzter Komplettsanierungsmaßnahmen gewartet. Und die Zeitschaltuhr mit der Wasserfontäne ausgelassen. Hierfür den Leutchen bei der Stadt ebenfalls ein herzliches Dankeschön für die unkomplizierte Zusammenarbeit. Die haben wir aber auch Christian Weiß zu verdanken, seines Zeichens Sprecher der Stadt. Er taucht übrigens in der Szene auch auf, und zwar sprichwörtlich 😉 Als Kameramann fungierte als Vertretung für Bastian diesmal Andre Markert, ein freischaffender Fotograf aus Würzburg, der mit seiner Cam schon richtig geile Aufnahmen von unserer kleinen Stadt zu allen Tages- und Nachtzeiten gemacht hat.

Nicht nur mit Ralph Wüst, sondern auch mit Maria Schwab und Herbert Ludwig hatten wir für die Szene wirklich tolle Darsteller am Start. Maria wollte schon immer "mal was mit Kirche" spielen, und so wurde sie für diesen Film zur wichtigen Zeugin Schweser Maria Bayer. Herbert gab ja schon im März sein Debut bei uns als Obdachloser Sebastian Prantl, der unfreiwillig in den Mordfall Erdmann verwickelt wird.

Neben dieser Szene drehten wir noch drei weitere Sequenzen, die alle im Park spielen: der Aufmarsch der MoKo 2 mit allen Mitgliedern, einschließlich unserer Schwäbin "Hermine Schnürle" alias Silvia Forster, die sich eine witzige Kabbelei mit Ulf Pieconka als Staatsanwalt Kessler liefert. Die beiden anderen Szenen "gehörten" Jasmin Pfeifer und Wolfgang Laug als Streifenpärchen Aschenbrönner und Strobel. Und bei ihnen kam dann auch die Sonne raus, während wir vorher einmal kurz wegen Regens unterbrechen mussten.

Fazit: ich liebe Außendrehs. Der lange Winter hatte mir schon fast die Lust am Drehen genommen 😉 Und in zwei Tagen geht's 'nein Loisl...

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Sonntag, 9. Juni 2013 - 9. Drehtag. Zuhause bei Stricks - Einblicke in eine Parallelwelt...

Zuletzt konnte man Stricks Wohnung im ersten Dadord Würzburch "Töchter und Söhne" sehen - und das war 2008. Mittlerweile wohnt ja Stricks Tochter Katharina Schmitz fest bei ihm, bzw. ist er wieder in seine alte Wohnung zurückgekehrt, nachdem er in den letzten Jahren ja meist bei seiner inzwischen entschwundenen Freundin Sandrine hausen durfte. Im "Falschspieler" gibt es ein paar Szenen, die bei Strick daheim spielen. Die Szenen bieten einen kleinen Einblick in das Chaos, das jetzt bei dem arbeitslosen Detekiv herrscht. Er bekommt Besuch von der Steuerfahndung ("Frau Heuer von der Steuer" - gespielt von Monika Schiefer, die auch oft im Chambinzky spielt) und auch Else Kringel darf natürlich nicht fehlen. Zu ersten Mal findet sich Stricks alter Freund Gerald Rabe bei ihm zuhause ein, und auch das bleibt nicht ganz ohne Stress aus...

Die Wonung stellte uns meine Assistentin Franziska zur Verfügung, die dort mit ihrem Freund Matthias lebt. Und der durfte gleich als Aushilfstonmann einspringen, nachdem unser normaler "Toni" Ralf krankheitsbedingt ausfiel. Zwei Mitwirkende hatten bei diesem Dreh ihren letzten Auftritt - Christian Pier, der bei uns die letzten Wochen als Kameramann fungierte und wieder zurück in seine alte Heimat zieht (was wir seeehr bedauern, denn er war wirklich guuut!!!). Und meine Filmtochter Katharina, die für dieses Projekt ihren letzten Drehtag hatte. Jetzt warten wir auf den 23. Juni, da gehts in den Park 😉

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Fotos: Ulf Pieconka

Sonntag, 26. Mai 2013 - 8. Drehtag. Wie inszeniert man eine Liebes... *räusper* ...Sexszene, ohne das man groß was sieht?

Da wurd's ganz schon heiss im Dachrefugium unseres Harry-Strobel-Darstellers Wolfgang Laug in Maidbronn. Meine "Filmtochter" Ina Kolani und ihr "Film-Lover" Csaba Beke kommen nach einem netten Abend zu ihm nachhause und fallen gleich an der Wohnungstür übereinander her... Wie inszeniert man sowas, ohne dass es zu einer billigen Fast-Porno-Klamotte verkommt? Und ohne dass sich beide Darsteller ihren echten Partnern und Arbeitgebern gegenbüber groß erklären müssen? Das war die große Frage bei jenem Dreh. Und ich denke, wir haben sie ganz gut miteinander gelöst. Da wurde viel diskutiert, wie und was und warum - aber die knapp vier Stunden Drehzeit für eine Szene mit vielen entscheidenden Dialogen, die im Film auch etwa 3 bis 4 Minuten dauert, haben sich rentiert. Was natürlich auch an den beiden großartigen Darstellern Ina Kolani und Csaba Beke lag. Beiden merkte man an, dass sie a) schon öfters zusammen Theater gespielt haben, b) sich entsprechend in die Rollen reinfanden und c) ein glaubhaftes Maß an Vertrautheit rüberbringen. Ich bin stolz drauf, Euch dabei zu haben, Ihr 2!

Auch die zweite kleine Szene, in der Film-Staatsanwalt Hack (den spielt Csaba) spät in der Nacht Besuch bekommt von seinem Chef, Oberstaatsanwalt Dr. Arnold (Thomas Behl, wie immer kurz, aber kräftig 😉 und Hauptkommissar Hermann Wolf (Christian Klühspies, der sehr sonor auftritt 😉 sowie unserem "Neben-Neben-Darsteller-Polizisten" Bernd Schrüfer - kurz, aber saugut gespielt von allen Beteiligten. So macht das Spaß.

Diesmal waren wir mit recht kleiner Crew zu Gange. Drei Stamm-Mitglieder waren verhindert, das wird uns jetzt leider öfters passieren bis zum Abschluss der Dreharbeiten Ende Oktober. Aber: es hat reibungslos geklappt, trotz "ohne Mittagessen" 🙂

Nächster Termin ist der 9. Juni. Und da muß der Schreiber dieser Zeilen groß ran: es geht in Stricks Wohnung. Die hat man seit dem ersten Dadord 2008 auch nicht mehr gesehen - aber lasst Euch überraschen!

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Sonntag, 28. April 2013 - 7. Drehtag. Unsere Asservatenkammer, ein Materiallager...

Allenthalben denkt man ja, eine Asservatenkammer besteht aus Regalen, in denen halt irgendwelche archivierte Beweisstücke liegen. Genau mit dieser optischen Vorstellung wollten wir auch spielen. Aber: es war gar nicht so einfach, ein Lager zu finden, was größenmäßig auch passt. Unsere Assistentin Franzi kam dann drauf... Im Materiallager ihres Arbeitgebers, der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH stehen eben solche "kleinen" Regale, wie wir sie wollten. Gesagt, getan, organisiert. In der Requisite für diese Szene wollten wir für alte radio rimpar-Insider ein paar Spezialitäten haben: so sieht man Stricks alte Herzchen-Unterhose aus der Galgenstrick-Reihe, von dort eben auch die berühmte Plastikspieluhrkugel, der abgetrennte Kopf des armen japanischen Touristen aus "Das Schwer von Sankt Kilian", das tödliche Stück Dachlatte aus "Tod im Wengert" und den Blutkanister aus "Vollmond". Mal gespannt ob's einer checkt 😉

Der Dreh selbst war extrem entspannt. Christian Pier und Ulf Pieconka waren heute die Kameraleute, und gerade Christian brachte sehr viel neuen Input. Schade, dass er uns nicht mehr lange begleiten kann, denn ihn ziehts wieder zurück in seine Heimat Rheinland-Pfalz. Nach knapp zwei Stunden war auch dieser Szenenteil mit unseren Spurensicherern Hermine Schnürle (Silvia Forster) und Dieter Hesselbach (Norbert Edelmann) im Kasten.

Nun ist wieder ein wenig Pause, nach Pfingsten gehts dann weiter.

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Sonntag, 14. April 2013 - 6. Drehtag. Dreh in einer Würzburger Traditionsgaststätte

Öfter mal was Neues - zwar werden Strick und Rabe ihrem "Loisl" in Grombühl nicht untreu, aber man darf ja auch mal woanders... So verschlägt es Strick zu Anfang des Films nach einer wilden, durchzechten Nacht in die "Marktbärbl". Talia von Bezold, die die "fiktive" Wirtin Helga (die echte Chefin heißt übrigens wirklich so ;-), spielt die Tresenherrscherin souverän und mit ihrem mittelfränkischen Heimatdialekt. Mit Talia wollte ich schon länger mal "arbeiten", nachdem wir 2005 zusammen als Ehepaar im "Fränkischen Jedermann" auf der Bühne im Würzburger Rathaushof gespielt hatten. Und jetzt ergab es sich, dass ich sie besetzen konnte - was wir nicht bereut haben. Sie ist halt 'n Profi 😉

Der Dreh selbst war recht entspannt. Im Gegensatz zum letzten Mal sogar tiefenentspannt. Zwei Vertreter unseres neuen Co-Sponsors waren auch da, und wir konnten den frühen Öffnungsmorgen glaubhaft in Szene setzen. Normalerweise öffnet die Marktbärbl erst Mittag, im Film ist es aber zehn Uhr früh...

Jetzt gehts in 14 Tagen weiter.

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Sonntag, 24. März 2013 - 5. Drehtag. Nachholdreh in der "Staatsanwaltschaft"

Wir sind so froh, immer wieder uns wohlgesonnene Menschen zu finden (manchmal finden sie auch uns ;-), die uns ihre Räumlichkeiten für Dreharbeiten in der Regel unentgeltlich zur Verfügung stellen. So auch Heinz Joachim Rehbein, mit mir persönlich schon über 20 Jahre persönlich bekannter Chef eines Ingenieurbüros in Würzburg. Heinz sagte sofort zu, als ich ihn vor über einem Jahr fragte, ob wir in den Büros seiner Firma unsere "Staatsanwaltschaft" ansiedeln dürften - nachdem wir in der echten StA in der Ottostraße ja nicht drehen können. Weil zu teuer, weil von oberster Stelle irgendwie nicht gewünscht etc etc etc. Dieser Dreh war ja schon für Mitte Februar angesetzt, nur zerschlug er sich, da auch uns die Grippewelle erwischt hatte.

Mit Christina Winkelmann haben wir eine 1-a-Staatsanwältin gecastet, wie jeder feststellen konnte. Sie verkörpert die Rolle der Rebecca Baumbach wirklich sehr überzeugend und echt. Csaba Beke, den ich schon lange eine größere Rolle spielen lassen wollte, schlug sich ebenfalls fantastisch als junger Staatsanwalt Benjamin Hack, daran hatte ich von Anfang an keine Zweifel. Mit Katharina Kolani als Stricks Tochter stand auch eine erfahrene Schauspielerin an diesem Sonntag vor der Kamera, so konnte gar nix schiefgehen 😉 Unsere alten Schlachtrösser Gerald Schneider und Christian Klühspies als bewährtes Kommissars-Duo Rabe und Wolf fügten sich nahtlos in die grandiose Darstellerriege ein. Immer wieder auch ein schauspielerisches Highlight: Thomas Behl, der als Oberstaatsanwalt seine ganze berufsbedingte Autorität (er ist tatsächlich Jurist...) in seine Rolle einbringt.

Klar ist nach sechs Stunden dann auch mal Ende im Gelände mit der Kraft der Crew hinter der Kamera. Als Verstärkung unterstützt uns ab jetzt Christian Pier, der einschlägige Erfahrungen hinter der Kamera hat und diesmal für den Ton zuständig war. Ich freu mich, dass er jetzt dabei ist und ärgere mich, ihn nicht schon früher gefragt zu haben... 😉

Jetzt heisst es aber erstmal: Ostereier suchen. Dann gehts weiter.

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Sonntag, 10. März 2013 - 4. Drehtag. In der Handwerkskammer.

Seit "Tod im Wengert" drehen wir unsere Polizeibüro-Szenen in den Räumen der Handwerkskammer Service GmbH, meinem Arbeitgeber. Schön unkompliziert, mit nahezu voller Bewegungsfreiheit - so lob ich mir Locationgeber. Angesetzt hatten wir die vier Szenen des Films, die in den Räumlichkeiten der fiktiven Mordkommission 2 spielen. Zwar kamen wir durch die Verspätung und dem Zeitdruck einiger Darsteller ein wenig ins Schwimmen, was den ursprünglichen Zeitplan der Dreharbeiten betraf - letztlich lief aber doch alles glatt.

Ihre Premiere als "neue" Tina Aschenbrönner feierte Jasmin Pfeifer, Theatergängern bekannt durch das eine oder andere Stück am Chambinzky, in dem sie schon mitwirkte. Jasmin war sofort voll integriert und passt auch wunderbar in das Ensemble mit seinen so unterschiedlichen Charakteren. Mir hats Spaß gemacht mit ihr, und sie hat sich glaube ich auch ganz wohlgefühlt 😉

Endlich durfte ich mal mit Herbert Ludwig drehen, für mich einer der besten Schauspieler auf Würzburgs Theaterbühnen. Sein rustikales, manchmal durch seine Herkunft geprägtes urbayerisches Auftreten in so manchem Stück war es, was mich hoffen ließ, dass er die Rolle des unfreiwilligen Zeugen Sebastian Prantl, einem Obdachlosen, annehmen würde. Hat er auch, und so kamen wir gestern in den Genuß seiner Darstellkunst. Seinen großen Dreh hat er ja erst im Sommer, wenn die Eröffnungsszene ansteht. Herbert Ludwig war unter anderem auch schon in "Bis aufs Blut" zu sehen, der vom aus Kitzingen stammenden Regisseur Oliver Kienle mit großem Bohai u. a. in Würzburg verfilmt wurde. Olli dreht übrigens gerade einen "richtigen" Tatort in Stuttgart.

Jezt ist erstmal 14 Tage drehfrei, dann gehts an den Nachholdreh in unserer fiktiven Staatsanwaltschaft.

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Sonntag, 3. März 2013 - 3. Drehtag. Schwangerei.

Schon im letzten Dadord "Vollmond" haben wir es angedeutet, jetzt ist es Gewißheit: Hauptkommissar Rabes Dauerfreundin Susi Müller ist schwanger. Dieser Umstand (hö hö hö, welch treffendes Wortspiel...) ist einmal der Dramaturgie geschuldet gewesen, andererseits entsprach es dem Wunsch von Darstellerin Susanne Brendle nach einem Kürzertreten in ihrer mittlerweile 13 Jahre andauernden Rolle als Kommissarin. Und da es für die jetztige Story "Falschspieler" auch etwas brachte, dachten wir uns: zeigen wir sie halt, die schwangere Susi Müller. Und wie Gerald Rabe mit dem Vaterwerden so seine Probleme hat.

Gedreht wurde wie schon 2011 in der Wohnung von Katharina Rompf und Matthias Schonder - inklusive Söhnchen Henri und den beiden Katzen. Ich möchte mich an der Stelle nochmal herzlich bei den beiden bedanken, die wieder mit einer Engelsgeduld den zweieinhalbstündigen Ausnahmezustand ertragen haben. Wir waren gerne zu Gast bei Euch!

Es war dann auch für Susanne Brendle der vorerst letzte Auftritt. Ob und wie es mit ihrer Rolle und mit der Reihe weitergeht, steht derzeit noch völlig in den Sternen.

Jedenfalls war dieser Drehtag wieder von exzellentem Teamwork geprägt, und wenn unsere Darsteller immer so schön an den Szenen mitarbeiten und Verbesserungsvorschläge einbringen, dann denke ich, werden wir auch diesmal wieder was ansehbares für unser immer größer werdendes Publikum abliefern 😉 Jetzt muß aber erstmal unser Büssle in die Werkstatt. Weil - brems muss mer schon irchentwie könn' ... 😀

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Fotos: ULF PIECONKA

Samstag, 23. Februar 2013 - 2. Drehtag. Im Labor. Na endlich...

Wie schon erwähnt: zweimal mußten wir diesen Dreh schon verschieben. Aber jetzt hats doch geklappt.´Und es war recht angenehm, trotzdem wir hinter der Kamera personell noch ein wenig gehandicapt waren. Unser Making-Of-Kameramann Bert übernahm den Ton, Produzent Ulf die zweite Kamera. Ich denke, wir haben eine schöne kleine, stimmige Szene mit Silvia Forster als schwäbelnder Erkennungsdienstlerin Hermine Schnürle, ihrem Adjudanten Norbert Edelmann als Dieter Hesselbach und Gerald Schneider als Hauptkommissar Rabe hingekriegt. Und jetzt warten wir mit Spannung auf das kommende Wochenende. Noch ne kleine Szene: ich sag nur SCHWANGAAA!!!! 🙂

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Fotos: ULF PIECONKA
 

Januar / Februar 2013: es läuft nicht so richtig...

Diesmal ist irgendwie der Wurm drin. Erst darf Claudi Ernst nicht drehen (vom Polizeipräsidium keine Erlaubnis...), dann mussten wir den traditionellen Labordreh schon zweimal verschieben (Todesfall, Krankheit). Dann hat man endlich vier Drehs für Februar/März organisiert - und muß eine Hauptnebenrolle umbesetzen. Für Ana Dyulgerova, die die Staatsanwältin Rebecca Baumbach spielen sollte, tritt jetzt Christina Winkelmann an. Ana konnte einen großen, wichtigen Drehtag nicht einhalten, weil sie (sie ist Berufsschauspielerin) an jenem Tag die Einladung zu einem wichtigen Casting hatte. Wir können und wollen niemandem, der seinen Lebensunterhalt mit der Schauspielerei verdient, im Weg stehen. Christina kommt jetzt auf Empfehlung von Markus Rakowsky (unserem mordverdächtigen Goth-Punk aus "Vollmond"), ist film- und theatererprobt und hat ebenfalls eine klasse Ausstrahlung, wie wir sie für die Rolle brauchen.

Dann schlug die Grippewelle zu. Aber voll! Kurz vor dem groß angesetzten Dreh am 17. Februar, an dem wir die Staatsanwaltschaftsszene abdrehen wollten, erwischte es Katharina Kolani, die Stricks Tochter spielt. Und ohne die geht es in diesen Szenen einfach nicht. Als nächster meldete sich unser Toni Ralf krank, und mich erfassten die handelsüblichen Symptome am Freitagabend vor dem Sonntagsdreh. Also: Samstagnachmittag allen absagen, immerhin waren das über 20 Beteiligte. Nun gut. Ist halt so, kann man nicht ändern. Nur auf den 24. März verschieben 🙂

 

Sonntag, 9. Dezember 2012 - 1. Drehtag!

Nachdem wir aus diversen Gründen den eigentlichen, traditionellen Drehtag 1 im Labor unseres Kameramanns Hans-Bernd zweimal verschieben mussten, ging's diesmal ganz woanders los. Obwohl wir auch hier schon bei "Vollmond" zu Gast waren: in den Büros der Wohnungsbaugenossenschaft der Eisenbahner Würzburg. Hier ist unser "Vernehmungszimmer". Beim letzten Film mischte Else Kringel in der mittlerweile legendär gewordenen Szene unsere Kriminaler nebst Ober- und sonstigen Staatsanwälten auf. Dieses Mal durfte Gastdarsteller Andy Puhl (Radio Gong-Moderator) als Laszlo "Schaschlik" Obermüller ran. Klamottenmäßig in den 70-ern hängengeblieben gab er einen 1-a-Auftritt als mordverdächtiger Türsteherkönig und Pornofilmproduzent. Zum Schießen, wir hatten richtig viel zu lachen bei dem Dreh. Ich kanns nicht oft genug betonen: wenn ich mir solche "Figuren" ausdenke und sie werden dann so lebendig verkörpert wie von Andy, dann geht mir echt das Herz auf. In der zweiten Verhörszene zeigte dann Chambinzky-As Csaba Beke, das er mehr kann als "nur" Leichenteile im Main zu versenken (hat er bei "Tod im Wengert" machen müssen). Er spielt im "Falschspieler" den jungen Staatsanwalt Benjamin Hack, der ausgerechnet mit Stricks Tochter Katharina anbandelt und selbst bald unter Verdacht gerät, etwas mit dem Tod des schmierigen Anwalts Raimund Erdmann zu tun zu haben.

Neu war diesmal vieles - vor allem auf technischer Seite. Mal gespannt, wie die HD-Aufnahmen rüberkommen. Jetzt dauerts ein paar Wochen, bis es weitergeht. Im Winter kann man halt nur innen drehen, aber von Innenaufnahmen gibts noch so einiges zu tun 😉

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Fotos: ULF PIECONKA

Sonntag, 28. Oktober 2012 - was für eine Woche. Es holpert zum Start a weng...

Heute muß ich Euch eine weniger gute Mitteilung machen. Claudi Ernst hat von Ihrem Arbeitgeber, namentlich dem Polizeipräsidium Unterfranken, eine Mitwirkung an unserem Film bzw. unserer Reihe untersagt bekommen. Denen gefällt unser Drehbuch nicht (was ja nicht unbedingt neu ist, siehe einst "Die Tore von Babylon" und "Das Schwert von Sankt KIlian"). Blöd, aber nicht mehr zu ändern. Das Verbot kommt von ganz oben. Es mag sich nun jeder seinen Teil denken...
Das führt nun zu einer Umbesetzung der Rolle als Tina Aschenbrönner. Ich bin da auch schon an jemandem dran, das entscheidet sich hoffentlich im Lauf der kommenden Woche, weil gerade an dem 9.12. ein Einsatz der Rolle ansteht...
Unseren ersten Dreh am 10. November haben wir auch um zwei Wochen verschieben müssen. Die Woche hatte es also durchaus in sich. Aber na ja. "Wischdisch is was hindn naus gommt!" hat mal ein berühmter Mann aus Oggersheim gesagt.

Donnerstag, 18. Oktober 2012 - Das erste Crewtreffen ist vorbei

Entspannt und unaufgeregt verlief unser erstes Crewtreffen in der uns über nunmehr 14 Jahre liebgewonnenen Daxbaude. Leider werden wir nicht mehr allzu lange was von dem Hotel-Restaurant haben, da sie Ende 2013 schließen werden. Schade, nun gilt es nämlich auch noch, ein neues "Premierenkino" zu suchen... Das war auch ein Thema des Treffens.

In der Hauptsache erörterten wir Drehorte und Möglichkeiten. Erstaunlich auch dieses Mal, dass wir mittlerweile kaum noch Schwierigkeiten haben, an Locations zu kommen. Die Stadt Würzburg unterstützt uns recht unkompliziert, und im Juliusspital werden wir zum nunmehr vierten Mal zu Gast sein, wenn auch ein wenig öfters als nur einen Tag - da werden wir wohl ein Drehwochenende zubringen. Ansonsten läufts quer durch die Stadt, ich freue mich schon drauf. Auch der fast neue Hauptcast mit Claudia Ernst und Wolfgang Laug, die quasi in die erste Darstellerreihe rücken, wird uns und den Zuschauern viel Freude bereiten.

Los gehts im November mit dem schon traditionellen ersten Dreh im Labor der Spurensicherung. Sozusagen als Lockerungsübung und Testlauf für die neuen HD-Kameras.

Stay tuned 😉

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Es gilt, langsam aus dem "Winterschlaf" zu erwachen. Ursprünglich gab es mal die Idee, nahtlos nach der doch recht anstrengenden "Vollmond"-Tour weiterzudrehen. Das haben wir aber doch schnell sein gelassen, denn die Crew vor und hinter der Kamera braucht einfach mehrere Monate Ruhephase. Wir betreiben die Filmerei ja alle miteinander als Hobby, die einen mehr, die anderen weniger intensiv.

Personell gibt es auf der Darstellerseite Änderungen im Hauptcast. Martina Woller-Völp, die zehn Jahre lang die Rolle der toughen Anwältin Sandrine da Silva spielte, zieht sich auf eigenen Wunsch aus dem "Film-Business" zurück. Sie möchte wieder mehr Theater spielen bzw. dort im Hintergrund agieren. Susanne Breit als Kommissarin Susi Müller ist ebensolang mit von der Partie gewesen, sie tritt mit ihrer Rolle ebenfalls auf eigenen Wunsch ein wenig in den Hintergrund. Da wir sie ja schon im Zuge von "Vollmond" schwanger geschrieben hatten, wird Susanne im neuen Film zwar auftauchen, aber mit wesentlich weniger Szenen.

Hinter der Kamera bleibt die Crew bis auf Jochen Krapf vollzählig erhalten. Der Erfolg von "Vollmond" hat die Truppe motiviert, und beim nächsten Mal sind wir mit besserer Technik am Start. Wir haben viel Geld in die Hand genommen und investiert. Professionelle HD-Kameras, neue Cam-Slider und nen neuen Jib-Arm (das ist ein kleinerer Kamerakran) - wir freuen uns auf den Einsatz. Die Kameramänner Bastian Samfass und Hans-Bernd Weinand haben sich bereits auf die neuen Kameras "eingeschossen".

Am 16. Oktober treffen sich die Crew und die Hauptdarsteller zu einem ersten gemeinsamen Gespräch. Dabei werden die Drehorte erläutert und Möglichkeiten abgecheckt, wo was wann gehen könnte. Ich bin gespannt.

ALLGEMEIN: Es_geht_wieder_los_1.jpg  So sieht's dann wohl bald wieder öfters aus... meine Sonntage 😉